#deinfr Folge 32 – Mitmachstadt: Ein Gespräch mit Natalie Gros
Shownotes
In dieser Folge von #deinfr entwirft Natalie Gros eine Vision von Freiburg, in der Vielfalt im Stadtbild sichtbar wird und echte Bürger*innenbeteiligung gelebt wird. Die Stadt wäre tatsächlich GREEN City – mit mehr Grünflächen statt versiegelter Plätze wie bei der Alten Synagoge. Geloste Bürger*innenräte würden die Agenda bestimmen und konkrete Vorschläge zur Stadtentwicklung erarbeiten, die der Gemeinderat umsetzen müsste. Dieses Modell würde autoritäre Strukturen aufbrechen und Menschen befähigen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Statt auf einzelne Führungspersonen zu vertrauen, entstünde eine aktive Stadtgesellschaft. Der Gemeinderat würde dezentral in verschiedenen Stadtteilen tagen, die Verwaltung würde Begegnung auf Augenhöhe praktizieren. Die Innenstadt würde auch als Wohnquartier stattfinden – mit Begegnungsräumen statt nur Geschäften und Touristenströmen. Dritte Orte würden überall entstehen, wo Menschen aus unterschiedlichen Vierteln zusammenkommen, Vorurteile überwinden und Gemeinschaft erleben können. Die enormen Unterschiede zwischen den Stadtteilen würden sich auflösen. Schulen bekämen in ihrer Vision die Unterstützung, sich zu attraktiven Lebensräumen zu wandeln, wie an der Staudinger Gesamtschule.
Die gesammelten Stimmen und Gedanken können Inspiration sein – für alle, die Verantwortung in und für Freiburg übernehmen möchten, vielleicht sogar für künftige Oberbürgermeister*innen, in Freiburg oder anderswo.
#deinfr möchte dazu anregen, eigene Visionen zu entwerfen, Mut zu fassen und sich nicht von pessimistischen Zukunftsbildern lähmen zu lassen. Der Podcast versteht sich als Beitrag zur Stärkung einer lebendigen Zivilgesellschaft – und damit auch der Demokratie.
Mehr Infos finden sich unter www.deinfr.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Deine FR.
00:00:10: Heute bin ich im Gespräch mit Natalie.
00:00:12: Natalie, wer bist du?
00:00:15: Ja, mein Name ist Natalie Groß und ich bin Wahlfreiburgerin, Lehrerin, Gymnasiallehrerin ursprünglich, würde ich mal sagen.
00:00:26: Und seit September ... ... zweitausendfünfundzwanzig Schulleiterin der Staudinger Gesamtschule in Freiburg.
00:00:39: Was muss man dir noch wissen?
00:00:45: Also ich hab gesagt, ich bin Wahlfreiburgerin.
00:00:51: Vielleicht ist das ... Ich komme aber gar nicht von so weit her.
00:00:54: Ich bin gebürtige Karlsruherin.
00:00:58: Bin dabei Karlsrohl zur Schule gegangen und hab Abitur gemacht.
00:01:06: War eine Schülerin, die gut zurechtgekommen ist und gerne in die Schule gegangen ist auch weil ... Und die Schule schon so ein erster Ort für Engagement war.
00:01:22: Ich war in der Schülerzeitung tätig, ich war Schülersprecherin und ... ja, das hat mir viel Freude gemacht.
00:01:33: Und es ist mir eben leicht gefallen.
00:01:35: Dann
00:01:37: hab ich ... Kannst du's ein bisschen, glaub ich, hier noch ein bisschen aufgehen?
00:01:40: Ja, okay.
00:01:42: Jetzt atme ich vielleicht wieder zu laut.
00:01:44: Ach, Quatsch!
00:01:46: Dann habe ich ... auch ganz gradlinisch studieren wollen nach dem Abitur und da hat es mich nach Freiburg verschlagen.
00:01:56: Und da war ziemlich schnell klar, da würde ich gerne bleiben.
00:02:02: Ich habe Geschichte und Englisch studiert ursprünglich mal mit den Gedanken das ich unbedingt Geschichte studieren möchte Und wusste nicht so recht, was man damit macht.
00:02:16: Da hatte dann nicht so viel Vorstellung oder beziehungsweise eine Vorstellung von.
00:02:19: wenn ich jetzt später mal Geschichte wissenschaftlich bediene und forsche und so ... Dann sitze ich vielleicht in irgendwelchen Archiven oben und guck mir damals noch so Mikrofisch-Dokumente an und so.
00:02:37: Das war nicht so ne schöne Vorstellung, außerdem war es, glaub ich, dieser Wunsch Ja, dieses Verständnis.
00:02:44: Warum ist Geschichte wichtig?
00:02:46: Mhm.
00:02:47: Ähm ... warum muss man das kennen?
00:02:52: eben um auch Gegenwart gestalten zu können und Gegenwart verstehen zu können?
00:02:57: Und deswegen war es irgendwie folgerichtig für mich, dass man Geschichte nur deswegen studieren kann, um's an auch wieder anderen näherzubringen.
00:03:03: Mhm.
00:03:04: Das war dann der Weg in die Schule zu dieser Lehrerin, zu diesem Berufsbild.
00:03:11: Dann brauchte ich ein zweites Fach Und dann dachte ich mir so, Englisch kann man voll brauchen.
00:03:18: Voll gut!
00:03:19: Ja und genau so ist es dann weitergegangen und dann konnte ich für das Referendariat in Freiburg wohnen bleiben auch wenn ich das wieder in Karlsruhe machen musste.
00:03:30: aber ich bin da gepändelt und hatte dann nur eine kurze Episode mal als Junglehrerin auf der Schwäbischen Alb und dann hat's mich wieder nach Freibürg zurück verschlagen.
00:03:43: Und das war ... ja.
00:03:46: Die Schaudinger Gesamtschule, die mich erst mal fürchterlich erschreckt hat zum einen, weil es eine Ganztagsschule war.
00:03:51: Ich damals eine kleine Tochter hatte, die grad ein Jahr alt war und mir gesagt würde, hier sind sie quasi den ganzen Tag beschäftigt.
00:03:59: Dann dachte ich, ist ja toll, passt ja richtig gut!
00:04:03: Gleichzeitig fand ich's aber auch total spannend.
00:04:06: Ähm... Diese Gesammtschulen-Idee?
00:04:11: Und ähm ... Ja, da habe ich mich hierher verschlagen.
00:04:14: Und in ... ja, da bin ich jetzt seit dem Jahr zweitausenddrei also in dieser Zeit ist es dann irgendwie so gekommen dass ich jetzt inzwischen auch die Leitung der Schule übernommen habe.
00:04:30: Welche Stadtteile hast du denn kennengelernt in der Zeit?
00:04:33: In der Du Freiburg jetzt gelebt hast?
00:04:34: das heißt wo hast du überall schon gewohnt oder gelebt oder warst du mal in einem
00:04:37: Stadtteil?
00:04:38: Also, ich war tatsächlich ... witzigerweise ganz ... na ja.
00:04:42: Ich war ganz viel in der Innenstadt, in der Altstadt also ... Ganz am Anfang war ich mal in der Habsburger Straße gegenüber von der Fabrik.
00:04:54: Das war richtig heftig, zu Studienbeginn.
00:04:57: Da schliefen viele meiner Kommilitoninnen den ersten Wochen und Monaten in Turnhallen und so.
00:05:04: Und äh ... ich hab da einen Zimmer in einem Wohnheim, also nicht vom Studentenwerk oder so.
00:05:11: Sondern so einen privaten Wohnheim gehabt, das unsäglich war.
00:05:18: Also mit irgendwie so zehn Zimmern an einem Flur mit einer Dusche vorne irgendwie und
00:05:26: ja ...
00:05:26: Das war nicht so prickelnd!
00:05:29: Und dann bin ich nach einer Weile, hab' ich eine Wege gefunden und die war in der Gartenstraße.
00:05:34: Also da war ich schon sehr innenstädtisch unterwegs und das ist auch so.
00:05:38: was, was mir geblieben ist.
00:05:41: Ich habe dann ... Nachdem ich von der Schwäbischen Alp runterkam tatsächlich in Haslach gewohnt, kurz also zwei Jahre, war da ganz nahe auch Daten der Staudinger, die sie mich da verschlagen hatten Allstatt und zwar wirklich so, dass ich diese Wohnung, das weiß ich noch nicht, besichtigt hab.
00:06:00: Und vorne rausgeschaut hat zum Fenster, da guckt man auf den Bären.
00:06:05: Ich dachte so ... Ha!
00:06:06: Also jeder Freiburger, jede Freiburgerin, wenn ich quasi ein Foto mache aus meinem Fenster raus, weiß wo wir sind.
00:06:12: Mhm.
00:06:14: Da bin ich immer noch... Was
00:06:19: sind die Orte vielleicht?
00:06:21: Oder auch Dinge, die dann Freiburk besonders schätzt und liebst?
00:06:26: Ähm ... Also, Orte gibt's schon ganz viele.
00:06:30: Ich komm grad vor unserem
00:06:30: ... Deine Wohnung!
00:06:31: Weil die Wohnung ist auch nicht schlecht oder einfach Oberlinden dieses Gefühl an so einem historischen Ort zu sein, wo es wirklich einen anspringt.
00:06:45: Vor der Tür ist das Bechle am breitesten und am tiefsten.
00:06:50: denen die's hören wollen, wollen nicht alle hören erklären wie das im Mittelalter gekommen ist.
00:06:56: Dass wir auch zum Beispiel eigentlich mehrere Keller haben übereinander weil ja da aufgeschüttet wurde damit die Bächle fließen können Ja das sind so historische Orte.
00:07:10: ich mag auch total gern auch ganz in der Nähe von meinem Wohnort nach Hause zu laufen Und hinten am Münster.
00:07:21: Wenn man diese kleine Ecke da, wenn man da durchläuft und dann sieht man nichts modernes bis auf die eingelassenen kleinen Lichter im Boden ... Dann könnte man meinen, man wäre wirklich im Mittelalter.
00:07:36: Man könnte sich's vorstellen wie es war, ob es regnet oder wenn die Wasserspeier ganz viel Wasser speien.
00:07:42: Man muss den ausweichen.
00:07:44: das finde ich so.
00:07:46: Das lieb' ich sehr!
00:07:48: Dann gibt´s natürlich auch moderne Orte.
00:07:51: Und gerade vor unserem Gespräch komme ich, habe ich noch mal fünf Minuten durchgeschnauft auf dem Werk, den Werkspielplatz der Staudinger Gesamtschule und da gibt es ein klitzekleines Rondell.
00:08:03: Ich glaube von den Schülerinnen gar nicht so oft wahrgenommen.
00:08:07: das liegt so zwischen den beiden Gebäuden die es da gibt und man ist so hinter dem Teich.
00:08:12: und dann gibt's ein paar Sitzplätze und da hab' ich mich nochmal fünf Minuten hingesetzt auch einen Lieblingsort.
00:08:19: Sehr schön!
00:08:21: Man hat vielleicht schon ein bisschen rausgehören können bei der Studienwahl, welche Werte es sein könnte nicht antreiben.
00:08:28: Aber was würdest du denn sagen?
00:08:30: Was sind das dann für Werte, die du ganz stark spürst, wenn du Entscheidungen triffst oder einfach so guckst auch welche Entscheidungen du bisher getroffen hast in deinem Leben?
00:08:40: Ja, es sind Werte wie Demokratie ... Es ist... Die Würde des Menschen.
00:08:55: Das war ursprünglich so, wie ich gesagt habe Geschichte studieren was das Wissen um das dritte Reich die Shoah und so dieses Gefühl dass muss man weiter vermitteln.
00:09:12: Das darf nicht verloren gehen.
00:09:15: Das müssen die Menschen in Deutschland und überall auf der Welt wissen dass Menschen dazu fähig sind und welche Mechanismen da greifen und welche Mechanismen wir aber auch gefunden haben in der Geschichte, jetzt auch aktuell um eben so etwas zu verhindern.
00:09:37: Und deswegen Demokratiebildung ganz wichtig.
00:09:45: Ich würde eigentlich auch gerne Gemeinschaftskunde unterrichten.
00:09:50: Aber das kann man alles so...
00:09:52: Kennst du die Schule gut, was können Sie einfädeln?
00:09:54: Ein
00:09:54: bisschen hinbiegen.
00:09:56: Nee, nee da gibt es viele andere, die machen das auch gut.
00:10:02: Genau und deswegen ist das glaube ich so der Grundwert, die Würde des Menschen und ich hab's gar nicht so wahrscheinlich als junge Referendarin auf dem Schirm gehabt wie wichtig das ist und wie sehr Schule da auch Arbeitsfeld ist.
00:10:21: Dann lass uns zum die größten oder wichtigsten Teil des Podcasts kommen.
00:10:25: Und zwar geht es ja darum, dass wir dieses Jahr einige Wahlen haben, die letztendlich doch bestimmen werden in welche Richtung sich dann auch Freiburg entwickelt wird.
00:10:37: Das heißt zum einen jetzt die Landtagswahl, die zwar ein Landtag war das aber trotzdem natürlich auch freiburgssicher mitprägen wird wie auch andere Wahlen, die jetzt vielleicht nicht im Bad Wildenberg sind, die werden sicher Freiburger auch mit prägen also da müssen.
00:10:50: Das heißt, da sind wir nicht isoliert oder so auch wenn es geografisch Grenzen gibt.
00:10:54: Aber es gibt andere Sachen die man nicht trennen kann und natürlich eben die OB-Wahl, die in dem Fall vor uns steht.
00:11:03: Und deswegen ist so die Frage immer was würden FreiburgerInnen sich denn wünschen?
00:11:08: In welcher Richtung sich Frau entwickelt?
00:11:10: Oder andersherum, wenn alles sich optimal entwickeln würde wie du es dir vorstellst Welches Freiburg hätt man denn in den zwanzigvier und dreißig, also nach den acht Jahren?
00:11:21: Nach der Wahl.
00:11:25: Also vielleicht sage ich erst mal dass sich eigentlich häufig denkt das wir privilegiert sind als Freiburger.
00:11:35: Ich habe oft den Eindruck, dass wir schon in so einer auch gerade politisch gesehen und so in so einem ganz glücklichen Bubble sind wenn man so ein bisschen was ausblendet.
00:11:47: Das ist natürlich ...
00:11:50: Was
00:11:51: es auch gibt.
00:11:53: Ganz sicher, also das heißt ich sage das deshalb weil ich denke dass sich vieles einfach weiterentwickeln darf oder das eben Bestand haben darf.
00:12:03: Natürlich sehe ich auch ja also Ich wünsche mir eine vielfältige Stadt mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen und ich glaube da einiges zu bieten hat.
00:12:20: Aber trotzdem ... es gibt neben Freiburg auch andere Städte, die ich liebe und z.B.
00:12:26: liebe ich es in London zu sein oder auch in Paris, weil einfach das ... Der Begriff ist jetzt ein bisschen abgenutzter Stadtbild.
00:12:36: Also ist wie ich mir das vorstellen würde.
00:12:40: Und welche Stadtbild wäre das?
00:12:41: Das wär eben ein sehr diverses Stadtbild, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft sichtbar sind.
00:12:50: Und das haben wir schon auch hier, aber das dürfe auch mehr werden.
00:12:58: Dann ist Freiburg Green City und ...
00:13:02: Was heißt das?
00:13:03: Das ja fragt man sich manchmal.
00:13:08: Das darf mehr werden!
00:13:10: Da dürfen Dinge nicht mehr passieren so Fopas wie so ein... Also ich laufe ja morgens zur Straßenbahn Nehme also durchaus zur Kenntnis, dass wenn ich in Hasslach ankomme.
00:13:25: Dass es dadurch kälter sein kann und das ist hier vielleicht gefroren im Winter und in der Stadt habe ich da kein Problem mit.
00:13:32: Das ist ja erst mal nett für mich aber zeigt ja, dass zum Beispiel so eine Versiegelung von einer städtischen Fläche in der Innenstadt, die eben ihre Auswirkungen hat und ... So wichtig und schön ich als Historikerin den Platz der alten Syllagoge finde, sind in einer Green City gestaltet worden, ist.
00:13:52: das war nicht ... Green.
00:13:55: Kein Flüksgriff sagen wir es mal so!
00:14:00: Genau also da darf man gerne noch mehr drauf achten.
00:14:03: ich wünsche mir auch eine Stadt die natürlich irgendwie logisch bei den Werten, die ich benannt habe, die das mit der Bürgerbeteiligung auch noch besser hinbekommt.
00:14:14: Hast
00:14:14: du eine Vision?
00:14:18: Es liegt natürlich ganz viel auch an uns.
00:14:23: aber aus meinem Bereich, ja wir müssten da in Schule schon viel mehr Freiraum haben dafür anzufangen.
00:14:31: Wirklich ein Verständnis dazu zu entwickeln erstmal wofür ist denn jetzt die Kommune zuständig?
00:14:37: Wofür es dann zuständig?
00:14:39: und das aber auch alles zu wissen, da kann ich mitdiskutieren also sowas wie eine Selbstverständnisse.
00:14:52: wenn die Menschen einen Selbstverständnis hätten dass man Räte zum Beispiel bildet so wird Wir müssen das nicht so heißen.
00:14:57: Das ist keine Software zu sein, aber ... das gibt es ja in Ansätzen.
00:15:03: Es wird auch digital was getan, damit ich mich da beteiligen kann, dass man durch der leichtere Zugang ... Aber eigentlich wär's wichtiger.
00:15:11: Lass uns mal wirklich blank euch eine Vision zeichnen.
00:15:15: Du kannst für dich noch weiter nach oben schießen.
00:15:17: Genau, perfekt.
00:15:19: So hast du weniger Frisur als
00:15:21: ich ums Mal.
00:15:21: Ja, genau, da rutscht nix.
00:15:24: Das mag ganz
00:15:24: vorsichtig zur Formulierung.
00:15:26: Ich hab ein großes Gesicht, sagt man in meiner Atari.
00:15:31: Also lassen wir dich eine Vision zeichnen?
00:15:33: Was wird es denn heißen?
00:15:36: und blendbar leistet aus was du weißt auch schon an Hürden die es gibt.
00:15:38: das heißt weil wir könnten ja irgendwie alles umsetzen.
00:15:40: aber was wäre die Vision?
00:15:43: also das wäre dann zum Beispiel dass Menschen Zeit und Lust hätten bei Entscheidungen die anstehen für Entwicklung sich zu treffen zu diskutieren dass die Entwürfe machen können, für eben Stadtplanung oder ... wie entwickelt sich der ÖPNV in Freiburg?
00:16:07: Oder ... ja.
00:16:09: Also ganz konkrete Projekte.
00:16:12: Dass die ...
00:16:13: Wer würde die Projekten und Themen aussuchen?
00:16:16: Die Menschen im besten Fall.
00:16:19: Ja also das ist eben ... nennen wir es mal Rähte mehr.
00:16:23: Ja, Birgainräte gibt's ja!
00:16:24: Ja,
00:16:25: dass die ... ähm entweder über Zufallsgenerator oder so.
00:16:31: Oder auf Wunsch, also eigentlich müsste man natürlich irgendwie dafür sorgen, dass möglichst alle, alle Gruppierungen dabei sind und das da wirklich drüber nachgedacht wird.
00:16:40: was eben welche Themen sind uns jetzt wichtig?
00:16:43: Was wollen wir entwickeln und wie wollen wir es entwickeln?
00:16:47: Und dass dann Bürgermeisterinnen diese Themen aufgreifen müssen.
00:16:58: Und im Gemeinderat ... zum Umsetzungsauftrag bekommt.
00:17:08: Also das wär so ein Grassroot-Ding, was ich ... Ja, schlussendlich wäre die große Vision, wenn es auf kommunaler Ebene geht, dann wächst es hoch in ... Ich bin durchaus auch jemanden, der auch ein bisschen Angst hat vor den Entscheidungen die so ganz von unten kommen.
00:17:33: Also ich glaube, da muss man auch aufpassen und das muss man lernen.
00:17:37: Aber da wäre so eine Stadt ja ein Feld wo man anfangen könnte.
00:17:43: Das ist jetzt die Frage letztendlich auch also... Man hat ja die Angst, wenn man vielleicht an mancher Stelle eben sagt, vielleicht fehlt einfach den Leuten erstmal eine gewisse Information um überhaupt irgendwie eine gute Entscheidung treffen zu können was auch mal eine gute Entschaltung bedeutet aber zumindest leicht.
00:17:57: irgendwie könnte man sagen statt guter Entscheidungen Evidenzbasiert vielleicht, wenn nicht verkehrt.
00:18:03: Und du hast ja vorhin gesagt Paris und London... ...und in Paris hast Du ja diesen permanenten Bürgerinrat.
00:18:09: Ich finde es tatsächlich so fernspannend, weil's eben eine Ergänzung ist zu dem anderen gewählten Bereich der Demokratie.
00:18:18: Vor allem, weil er ne hohe Fluktuation hat.
00:18:22: Das heißt, du hast, wenn ich es richtig verstanden habe wie Paris, dass die Leute am maximalen Jahr da drin sein dürfen und dann neu reingehen loswerden.
00:18:30: Und wenn man es jetzt mal hochrechnen würde und uns auf Freiburg übertragen würde, sagen wir den Freiburgerlednungen im Permanenten Bürgernrat.
00:18:35: Der eben die Themen sich selbst stellt und damit arbeiten kann.
00:18:39: Jetzt haben wir um die zweihundertvierzigtausend Menschen hier und dann kann man ja sagen okay hundert hast du das mal reingelost?
00:18:45: Jetzt aber nach zehn Jahren werden es halt tausend.
00:18:48: Und Tausend von zweihundvierzicht tausende ist schon eine Nummer, finde ich.
00:18:52: Und vor allem wenn man sagt dass die ja so Querschnitt gelost werden also eigentlich in dem Fall aus allen Lebensbereichen Einkommensschichten und so weiter in den Fall da drin wären.
00:19:00: Die tausend Leute haben Familie und Freunde Bekannte.
00:19:03: das heißt in den zehn Jahren hat durchaus hier die Kultur sich verändert weil eben die leute einfach viel mehr beteiligt worden wären.
00:19:11: und dementsprechend also vor allem bei den Bürgergeneräten ist ja so du sagst diese hat ein bisschen Angst vielleicht von diesen Entscheidung von der von unten.
00:19:19: Ich, da gibt es eine Literatur dazu und dann sagt natürlich immer auch der Bürgerinrat ist ja nicht so sie aber
00:19:24: nur
00:19:24: die entscheiden sondern die bekommen Expertise in die Hand das heißt bekommt Zeit ohne Expertise.
00:19:31: Und dann können Sie diskutieren und dann entweder können die mit dem Wissen was ihr morgen haben ihre Perspektive einbringen oder natürlich im Bäckeren irgendwie anders drauf schaut als eine Ärztin beide vielleicht in diesem Wissen erworben haben zum Thema, die wir vorher nicht hatten und jetzt gemeinsam diskutieren.
00:19:47: Was heißt für mangeliehmensrealität?
00:19:48: Wer mir das umsetzen würde und sagen würden, wir hätten kostenfreien IPNV.
00:19:52: Und dann zu gucken ja bei mir wird's das bedeuten.
00:19:54: Das finde ich ganz spannend.
00:19:56: deswegen so in die Richtung zu gehen.
00:19:58: Ich glaube es wäre schon etwas was definitiv umsetzbar ist, was nicht irgendwie so eine Utopie ist sondern Realität in manchen anderen Städten und den Freiburgdurchbaus gangbar wäre.
00:20:08: Ja ich hätte auch die Hoffnung dass Also, je mehr Beteiligung du ermöglicht eben auf einer ganz unteren Ebene.
00:20:17: Also das eine was du sagst, dass es sich einfach dann streut in die Gesellschaft ... In dem Fall in der Stadtgesellschaft über Familien, über Vereine, über die Schulen, wenn junge Menschen beteiligt sind, die werden das erzählen.
00:20:31: und das andere glaube ich wo wir jetzt ja an so einem Punkt sind, wo wir öfter mal Denken, ja, funktioniert denn die Demokratie?
00:20:42: Kann sie reagieren.
00:20:43: Also ein Beispiel Pandemie haben wir auch hier.
00:20:49: Ganz einfache Lösung ... Auch grade unserer Schülerinnen damals, was erstes gesagt haben, jetzt brauchen wir halt einen König!
00:20:58: Wir brauchen einen Diktator, also der Weltdiktator sozusagen.
00:21:01: Er muss in so einer Krise sagen wie man es
00:21:04: macht.
00:21:04: Was zu tun ist.
00:21:05: Ja, weil dann kriegen wir es am schnellsten hin.
00:21:08: Der trifft die richtigen Entscheidungen für die ganze Welt und dann haben wir die Pandemie im Griff.
00:21:13: Und das hat ja einen Charme.
00:21:14: also das kann man nachvollziehen.
00:21:16: warum?
00:21:16: Man muss sich halt eben Gedanken machen was heißt ist dann wenn's der falsche ist und wer die falschen Entscheidungen trifft und wie kriegen wir den hinterher wieder los.
00:21:25: So und dieses solche Prozesse selber zu durchlaufen und sich zum Beispiel mal zu vergegenwärtigen oder Flanke festzustellen.
00:21:34: Du sagst, die kriegen Expertise?
00:21:36: Auch das ist ja nicht ganz einfach!
00:21:40: Welche Studien beziehst du ein?
00:21:44: Wie verstehst du sie?
00:21:45: Wie brichst du sie runter, dass Sie alle verstehen können?
00:21:49: Welche stimmt jetzt nun und welche stimmt jetzt nicht?
00:21:51: Was ist Fake News?
00:21:52: Was is'n Nicht-Fake-News?
00:21:56: Folgen wir der Wissenschaft?
00:21:57: Oder gibt's auch noch andere ... Motivationen, vielleicht Entscheidungen dann doch anders zu treffen.
00:22:06: Und solche Prozesse selber zu durchleben und zu sehen.
00:22:10: also da sind schon die Schwierigkeiten auf welcher Grundlage entscheiden wir denn eben dann was du sagst?
00:22:16: jetzt habe ich aber vielleicht für mich ein total klaren Weg vor Augen.
00:22:22: Jetzt höre ich aber Die Bäckerin hat da berechtigt andere Interessen und andere Perspektive drauf, diese unterschiedlichen Perspektiven in der Auseinandersetzung miteinander, in der Diskussion zu erleben.
00:22:36: Und dann auch vielleicht so erleben, da gibt's aber auch Grenzen
00:22:38: ...
00:22:40: Ja?
00:22:41: Das schön über Visionen zu sprechen, aber in der Realität geht das nicht so schnell.
00:22:49: Ich glaub, das wär total wichtig, damit ich dieses ... Also, man hat ja im Moment ... Die Demokratie ist so getrieben von diesem ... Wir dürfen die Wähler nicht verkretzen.
00:23:06: Aber die trauen uns gar nicht mehr.
00:23:09: Ähm ... Und auf der anderen Seite dieses Hördimachen nicht!
00:23:14: Die liefern nicht.
00:23:15: Die machen irgendwie nach zwei Stunden neue Regierungen.
00:23:19: Hat es jetzt mit der Wirtschaft hingekriegt?
00:23:21: So.
00:23:21: Man denkt jetzt auch deutlich, das ist ein bisschen Realitätsfern.
00:23:25: Ja.
00:23:26: Weil es eine ist andere bedingt.
00:23:28: Das ist ja das fatale in der Sache, dass heißt die Kiste von wählen mich und ich kümme mich um alles ... bringt dich in Position zu sagen.
00:23:36: Alles klar, dann bin ich jetzt Konsumentin und jetzt habe ich halt gewählt... Und jetzt bin ich raus aus der Kiste und ich bin erst wieder vier, fünf oder acht Jahre da dran!
00:23:44: Jetzt mach du mal bitte, ja?
00:23:46: Das ist ja der Punkt wo ich sagen würde, da musst du ja eine Umkehrung reinbringen, dass du sagst eben,... Du bist nicht nur irgendwie Wähler ein, sondern du bist natürlich auch Bürger ein und es muss damit springen auch die hier einbringen.
00:23:56: Aber dazu musst du befähigt werden, was der Freund noch gesagt haben, dazu befähigte werden muss.
00:23:59: Ich finde das sich spannend.
00:24:00: in der Kombi mit, du hast gesagt, ihr seid Ärztin und Bäckerin.
00:24:05: So ist das.
00:24:06: ich lasse mich dann darauf ein, ist bei mir halt noch nach.
00:24:10: die letzte Folge mit Volker Rausenberger.
00:24:13: Der meinte, der hat es auf die Mobilität bezogen und hat gesagt, je schneller unterwegs bin, umso mehr Recht habe ich.
00:24:19: Er sagte, dass ihm im Studium nicht so gibt das mit Leuten super schnell unterwegs sind und Menschen nicht erbar nehmen können in anderen Fahrzeugen, dass sie dementsprechend aggressiver sind und ich hab mehr recht sich verhalten.
00:24:31: Wenn du einfach langsam unterwegs bist dass du einfach anders reagierst, also das heißt die Empathie oder was auch immer in dem Bild entwickelt und ich kann mal sehr gut vorstellen.
00:24:40: Es würde mich jetzt wundern wenn es da jetzt anders wäre.
00:24:42: Das heisst meiner Frage nach wie gesagt sagen ist nicht genau das auch stattfindet.
00:24:45: Das heißt wenn man gegenüber siehst und dann einfach dann hörst was die Lebenshaltheit bedeutet für die Person und wie es hergeht Dann glaube ich, dass es deutlich schwerer fällt den Fall zu treffen wo man weiß das nicht auf Kosten der Person geht oder der Personen gehen würde.
00:24:58: Deswegen glaube ich schon als ich denke auch, dass jetzt nicht irgendwie dann so ein wir haben uns alle lieb Vereinigung wäre aber ich glaube schon, dass eben eine Vereinigung oder zusammenarbeiten wäre wo die notwendigen Irritationen stehen, die du brauchst in einer Gesellschaft um zu verstehen, dass wir eben vielfältig sind und damit lernen müssen herumzugehen.
00:25:17: Und so verstehen auch.
00:25:18: an manchen Stellen ist es vielleicht nicht das Beste für mich Aber im Endeffekt gleich das Beste für die Stadt, die Stadtgesellschaft.
00:25:25: Da muss ich vielleicht für mich Umgeabstriche machen aber in großem Ganzen ist für uns alle irgendwie besser so in die Richtung beleichtigt weiß es nicht
00:25:33: Ja und auch irgendwie zu lernen dass kleine Schritte auch wichtig sind und auch bedeutsam sind und dass es ja also mühselig ist.
00:25:41: Also um mal die Historiker nochmal aushängen zu lassen Don't ask what your country can do for you Sondern wir müssen auch mit dran.
00:25:54: Das ist auch eine der besten Antrittsrägen, glaube ich, die ich gehört habe und das ist auch etwas, was mich sehr stark geprägt hat, einfach diesen Gedanke finde ich auch supergut.
00:26:04: Hast du noch ne Vision?
00:26:08: Was hatten wir denn jetzt also ... Wir haben diese Beteiligungsfrage, wir haben ein bisschen angeschnitten ...
00:26:15: Raum!
00:26:15: Ein
00:26:16: bisschen Raumgrün.
00:26:20: Ich sag mal so als Altstadtbewohnerin Ähm ... auch so eine Durchmischung der Altersgruppen und Wohnen.
00:26:33: Mhm.
00:26:34: Großes Problem, ähm ... Auch ... ja, meine Töchter freuen sich immer, wenn die nächste große, äh ... Marke irgendwo in der einen ... Innenstadt einzieht.
00:26:53: aber ... schade ist halt schon.
00:26:58: Weil da vieles wegbricht Und es gar keine Individualität mehr gibt.
00:27:08: Also da würde ich mir so eine, für die Innenstadt würde ich mich total wünschen und für die Altstadt, dass sie einfach ... Dass sie bewohnbar wird wie dafür Familien, für normale Menschen das Mietpreise runtergehen.
00:27:21: Das
00:27:22: heißt, ihr würdet's jetzt beschreiben oder wir nehmen's euch jetzt wahr?
00:27:24: Also ich nehme jetzt wahr, dass eben im Moment gibts viel Wechsel, viel Leerstand bei den Geschäften.
00:27:32: Bei den Läden und dann ziehen eben die großen Ketten ein ... Und wir werden so wie ... Also auch egal wo ich bin.
00:27:41: Die Stadt ist nämlich gleich.
00:27:42: Ich
00:27:42: finde immer die gleichen Läde und ich find immer die gleiche Produkte und so.
00:27:47: Ähm ... Es ist ... also ich hab den Eindruck wenn ich aus meiner Haustür rauskomme, gucken mich die Leute an wie im Zoo.
00:27:58: Also es ist überhaupt nicht mehr ein Bewusstsein, dass es auch Wohnen gibt in der Innenstadt.
00:28:03: Sondern so eine ... Da fahren wir hin und da gibt's dann eben das, was es in Stuttgart und im Anheim und was weiß ich wo auch gibt.
00:28:15: Ähm... Und ... Alter, sind da Wohnungen irgendwelche?
00:28:22: Am schönsten finde ich, wenn sie jetzt irgendwie ihre Junggesellen nehmen.
00:28:25: ihnen Abschiede einfallen aus dem Umland.
00:28:28: Und dann auch denken, das ist einfach eine Partymeile und es rurscht.
00:28:34: Also dass wieder so ein bisschen ... Es hat sich schon geändert.
00:28:37: also ich wohne da schon ziemlich lange.
00:28:39: Das finde ich ein bisschen schade.
00:28:43: Auch als Wohnviertel gesehen.
00:28:45: Ich bin mir völlig klar, dass da viele Menschen sind, dass es da auch laut ist und sowas.
00:28:49: alles in Ordnung aber sogar ganz so... als Exotin möchte ich dann nicht betrachtet werden, weil ich da einfach lebe und nicht nur im Geschäft betreibe oder so.
00:29:03: Genau das würde ich mir ein bisschen was wünschen.
00:29:07: aber
00:29:09: ja es
00:29:09: nervt auch wenn da so viele Menschen sind.
00:29:11: Aber ist halt so...
00:29:13: Vielleicht habe ich es noch falsch herausgehört.
00:29:16: Ich hatte einen Ruck dazu gemeint dass das auch eine Vielfalt in der Altersstruktur bei den Menschen die in der Innenstadt wohnen.
00:29:22: Ist es dann so, dass er überwiegend eine Altersgruppierung in der Innenstadt wohnt?
00:29:30: Oder hat sich das falsch verstanden?
00:29:35: Es gibt quasi ... Das ist von meinem persönlichen Eindruck aus der Nachbarschaft.
00:29:41: Es gibt die ganz jungen Leute, diese Wohnungen, die nicht aufgeteilt sind im WG-Zimmer und StudiwGs.
00:29:49: Für die ist ja auch cool.
00:29:52: Auch nachts, sie können aus dem Keller wieder hoch stolpern.
00:29:59: Und dann ... ja also so Familien?
00:30:05: Wenig!
00:30:06: Also ich hab den Eindruck, ich bin noch eine erwachsene Tochter bei mir zu Hause und wir sind da eingezogen bevor Sie geboren wurde.
00:30:19: Ich bin da jetzt auch alt geworden.
00:30:21: sozusagen Sieh da jetzt wenig, also damals waren es eben ein paar noch die auch mit kleinen Kindern und das ... Da gibt's keine Neubesetzung sozusagen durch Familien.
00:30:36: Das ist schade.
00:30:39: Und der zweite Aspekt, der drin hängt, ist tatsächlich so einen Punkt, den ich immer wieder mal in so einem Folgen hatte, dass man irgendwann aufgepoppt mit diesem Konsummeiler und wo ich immer sage okay, es mag für die Legitim sein, dass wir gesagt haben entscheidet sich dafür eine Stadt oder in Stadt speziell für den Konsum ausgerichtet ist, diese Funktion erfüllen soll.
00:31:00: Aber vielleicht ist es ja nicht so.
00:31:01: Vielleicht ist es auch so als Leute, dass eine Stadt-Gesellschaft vielleicht auch sagt, das ist irgendwo auch unsere Stadt.
00:31:06: Das heißt und ich möchte irgendwo auch stattfinden können, auch als Bewohnerin dieser Stadt.
00:31:11: D.h.,
00:31:11: wenn ich auch in dem Falle in der Innenstadt wohne, da muss irgendwie auch ein Lebensraum für mich als Städterin da sein.
00:31:17: Und nicht nur im Endeffekt, dass die Funktion hat auf Touristinnen ausgerichtet zu sein.
00:31:23: Deswegen, weil will ich die Frage auch dann ... wie müsste sich das abzeichnen?
00:31:27: Was bereuchtest du denn da, dass noch mehr dieses Wohnen oder dazu leben auch dann irgendwie sichtbar ist.
00:31:34: Oder den Raum erhält, den es bräuchte.
00:31:36: Also was wär's für einen Raum, den man da bräucher vielleicht?
00:31:40: Das find ich eine schwierige Frage.
00:31:47: Ich kann dir nicht mehr sagen, warum das vorher so war.
00:31:55: Es braucht Treffpunkte wahrscheinlich, wo sich die Bewohnerinnen ... also es braucht ein bisschen Raum.
00:32:02: ein bisschen Platz.
00:32:04: Du hast ja manchmal zum Beispiel, wenn ich jetzt in die Stadthalle rausgehe, hast du ja irgendwie klar so dritte Orte, dieses Wohlhörde zusammenkommen und dann irgendwie sich treffen können?
00:32:17: Und jetzt in der Innenstadt würde ich sagen bei denen Nähe ist natürlich nicht die Bibliothek.
00:32:24: Das war wahrscheinlich so der erste Dritte Ort, wo man hingehen könnte, der relativ nah zu dir ist.
00:32:28: aber es ist die Frage ob da würde ich auch.
00:32:31: was du es wahrscheinlich nicht so hast, ist das, dass wenn du Stadtteilen hast dieses auch so Straßenfeste oder also klar Oberlindenhock gab es die ganze Stadt.
00:32:37: Aber für
00:32:38: alle ja?
00:32:38: Genau
00:32:38: nicht irgendwie für euch.
00:32:39: und das heißt die Frage wäre schon noch dieses weil es in eine andere Kiste ob du mit Leuten aus der Straße zusammenkommst immer wieder mal Sachen machst ohne im Fall immer Teil vom Stadtbild oder best.
00:32:50: und dann zeigt gleich auf den Punkt mir der Vielfalt.
00:32:52: deswegen mich auch schon ein spannender Aspekt wie man's hinbekommen könnte dann auch die Leute in einer Stadt vielleicht wohnen oder sich aufhalten Statt mit der sich aufhalten, wenn man das hinbekommt.
00:33:02: Wie es beschrieben hat vielleicht in Paris oder London?
00:33:07: Ja ... Ist gar nicht so einfach.
00:33:08: also... Es gibt ja jetzt viel Leerstand und dann gibt's so Pop-Up-Geschichten.
00:33:13: Also da müsst ihr eben was haben wie Stadtteilbüros oder Stadtteilzentren wo sich die Bewohnerin treffen würde sich aber vielleicht ergeben müssen, wenn wir tatsächlich Beteiligung haben in der Stadt mal zusammenfinden müssten oder sollten, oder dürfen.
00:33:32: die in der Altstadt bräuchten ja dafür auch einen Raum ganz konkret.
00:33:38: Das ist ja glaube ich also die diese schon wie vielleicht ein paar vorhin sich hier angehört haben oder angeschaut haben, die haben glaub ich irgendwann festgestellt dass das sich in jeder Folge eigentlich aufpoppt, dass wir dritte Orte brauchen, d.h.
00:33:49: genau solche Räume wo Menschen eigentlich zusammenkommen können und zwar in jedem Stadtteil.
00:33:52: Und ihnen statt des Salaf war auch ein Stadtteil und dementsprechend passt es genau so aufs gleiche ... dann mehrere Räume im Sinne von, ich würde sagen in der Innenstadt brauchst du wirklich einen großen Raum für die ganze Stadt.
00:34:05: Und dann zeigt gleich immer auch die kleine Räumen eben für die Innenstadt selbst nochmal.
00:34:08: Das heißt das da einfach umdies ja auch ein bisschen verteilt und je nachdem wo eine Innenstadt ist hast du durch andere Bedarfe, Bedürfnisse, Problematiken oder Dinge, die man berücksichtigen muss.
00:34:21: Haste noch ne Vision?
00:34:29: Oh!
00:34:31: Irgendwie... Wir reden gerade viel über Stadtteile.
00:34:41: Und das find ich schon erstaunlich, dass die ... diese Kultur, also das ist wirklich sehr unterschiedlich.
00:34:56: Ist wahrgenommen wird, gefühlt wird und so eine größere Verbindung, Gemeinsamkeit, die fänd ich schon schön.
00:35:08: Eine
00:35:09: innerstädtische?
00:35:10: Ne innerstedtische.
00:35:15: Weil es hab ja ... Eingangs gesagt, ich bin ja sehr gern Freiburgerin.
00:35:19: Es gibt sehr viele Dinge ... die ich hier sehr mag und ich glaub auch, dass das Freiburg eine Sonderstellung hat.
00:35:30: Und so gemeinsam vielleicht auch so auszuwirken, auszustrahlen ins Ländle.
00:35:43: Das find ich schon schön und es sich nicht hier spaltet.
00:35:48: Also ich ... Wir haben ja auch angefangen mit Politik, Beteiligung und Wahlen.
00:35:52: Darum geht es ja auch.
00:35:56: Jetzt bin ich hier beruflich in Hasslach.
00:35:57: Ich bin jetzt aber keine Hasslacherin.
00:36:02: Viele Kolleginnen arbeiten hier, die wohnen auch hier.
00:36:07: Viele Schülerinnen kommen natürlich hierher.
00:36:10: Und trotzdem stelle ich selber fest, wenn ich noch ein paar Wahlergebnisse angucke, detailliert dann für die Stadt Freiburg ... Gut, dass ich nicht ihn hasse.
00:36:23: Weil ... Ich schau mir die Prozentzahlen für die AfD an und das ist ja eigentlich blöd.
00:36:32: Also, wie müsste das?
00:36:35: Ja, wir arbeiten hier und es ... Dass sich das noch mal so aufspalten und dann selber gucken und denken, ja, die Oberaltschaft geht noch so.
00:36:49: Und das ist schon sehr unterschiedlich in den Stadtteilen hat auch natürlich ökonomische Hintergründe
00:36:56: Ganz stark.
00:36:57: Ich glaube, es sind tatsächlich diverse Ursachen, die dazu führen und ich glaube das wäre auf jeden Fall wichtig sie mal genau anzusehen sich die Zeit zu nehmen und so
00:37:06: gucken
00:37:07: wie kommt's dazu?
00:37:09: Das ist ja gar nicht.
00:37:09: auch wiederum dass es nicht so simpel wie man vielleicht auf den ersten Blick bleibt ein Schein mag.
00:37:15: das heißt ich würde auch sagen zumindest was offensichtlich isst auch jetzt nicht nur ekonomisch, sondern in verschiedenen Aspekten eine starke Ungleichheit haben vielleicht in den Stadtteilen.
00:37:31: Das heißt mit Ressourcen wie es aussieht, wie investiert wird das scheint schon eben doch verschiedene Welten zu geben und ist für mich etwas was ich demokratisch betrachtet sagen würde.
00:37:44: Also hört es sich auch nicht wie Rocket Science an, dass natürlich in der Stadt, in dem Fall Stadtteile so unterschiedlich sind und zwei für die verschiedene Welten darstellen können.
00:37:54: Dass das nicht gut sein kann.
00:37:55: Das heißt, wenn du sagst, du willst ein innerstädtisches Bündnis haben, dann müsste ich mich im Endeffekt in jedem Stadtteil eigentlich ähnlich bewegen können mit ähnlichen Voraussetzungen, ähnliche Ressourcen.
00:38:07: Da hab' ich jetzt den Habibies mal im Kopf!
00:38:09: Mit Weingarten, wo er gemeint hat, dass aus seinem Stadtteil eben sehr geringer Teils nur aufs Gymnasium schafft.
00:38:15: Und natürlich auch die Architektur dieses Stadtteils und welche Unterstützungsangebote und wie das in dem Fall geschaffen ist sicher einen ordentlichen Beitrag leistet, dass wir dann solche Ergebnisse haben.
00:38:28: Wenn man sagt ich möchte eigentlich eine ehemalsständigste Bündnis haben und wissen wie alles gemeinsam Freiburger sind, da muss ich mit berücksichtigen und gucken, Unterschiede habe innerhalb einer Stadt.
00:38:41: Und das ist tatsächlich etwas, was mich sagen will.
00:38:42: Ich bin ein bisschen beschäftigt, weil ich meine, wenn ich gucke, wenn wir über Freiburg spricht hat der Simon Sahn einmal den Anfall gesagt, es lässt mir auch nicht los wie du merkst dass man immer so dieses beleuchtet diese guten Sachen und sagt Das ist Freiburger und das ist Freiberg ... was richtig ist und zeigt gleich, aber blendest du auch wiederum aus?
00:38:59: Was halt auch Freiburg ist.
00:39:00: Das war so ein bisschen was ich im Anfang meinte als du erklärt hast mit wie Freiburger schön ist.
00:39:04: oder ja es ist Freiburckschön und wir haben viele Sachen die gut sind... ...und zeigt gleich gibt's.
00:39:07: aber wenn man Sachen jetzt nicht einblendet oder vielleicht auch ausblendert,... ...die wichtig wären, die man angehen müsste dann wird halt Freiberg nicht irgendwie besser und leicht.
00:39:15: in manchen Stellen kann sich aber eine Entwicklung stattfinden... ...die dann das was jetzt Gutes auch nicht mehr gut sein lässt.
00:39:21: Und drumherr ist für mich schon so'n Aspekt zu sagen dass mir eigentlich glaube ich jetzt aus einer... aus einer komfortablen Situation, die wir jetzt gerade aktuell haben.
00:39:29: Eigentlich eine gute Ausgangserlage haben um was anzugehen und zu verändern um eben nicht reagieren zu müssen sondern jetzt schon so gestalten und dann eben noch besser Positionen zu kommen vielleicht als Stadtgesellschaft.
00:39:44: Ja wäre es schon wichtig.
00:39:45: also ich habe mich auch nochmal eingefallen dass sich immer mit meinen Töchtern das die tatsächlich so ne Also, die sind Innenstädterinnen und sind auch da in die Schule gegangen.
00:40:03: Und die haben so eine gewisse Bruch-Hasslach.
00:40:07: Auch was meine Schüler ... Schüler?
00:40:10: In dem Fall angeht hauptsächlich.
00:40:15: Die so, ah, wir sehen den Hass nach, es ist dunkel oder kommen ein paar Leutjens an.
00:40:19: Das sind meine eigenen Töchter dann so... Oh!
00:40:23: Und dann sagen die Mama, die quents die.
00:40:27: Ja also Das ist schon heftig eigentlich.
00:40:31: Und jetzt stell dir vor, du hättest diese dritten Orte und wenn wir die dann eben mit denen gemeinsam Tisch sitzen und über Dinge beraten, dann wär's eine andere Kiste.
00:40:38: Es ist ja auch deswegen seit dieser, zum Beispiel dieses Thema Sicherheit was aktuelle gerade so medial und politisch irgendwie gepusht wird... ...ist ja genau so ein Aspekt.
00:40:46: also wenn du einfach Leute kennst dann wird zum Beispiel auch, wer eine Folge demn, dass sich sicherer fehlen würde.
00:40:51: Es war einfach weiss, wer da gegenüber ist und es nicht für irgendwas Fremdes unbekanntes ist sondern seit die Person mit dem Namen der Geschichte, mit der Familie und den gleichen Bedürfnissen bedarfen wäre sie wie ich auch.
00:41:01: Und das ist eben so für mich der Punkt wo ich sagen würde, dass eben diese dritte Orte nicht nur braucht irgendwie um irgendwie kostenlos um besitzen zu können, sondern einfach das Begegnung stattfinden und in der Stadtgesellschaft auch zusammenwachsen kann.
00:41:12: Da musst du aber auch ein Anlässe schaffen.
00:41:13: also eben... Ich hab vorhin gedacht, als ich über die Innenstadt nachgedacht habe ... Ganz bei mir in der Nähe ist es das Spielplatz.
00:41:24: Der Augustinerspielplatz war so für mich, als meine Kinder klein waren, die Connection gewesen.
00:41:29: Aber das ist der Anlass, den wir gemeinsam haben als junge Familien dann ... da auf den Spielplatz zu gehen.
00:41:36: Und dann war mir so klar, wer wohnt hier in der Gegend?
00:41:39: Dann ist man in Austausch und das gibt halt andere Lebensphasen.
00:41:43: Es gibt jetzt diesen Automatismus hier.
00:41:45: Kinder und wir müssen ja irgendwie gerade in der Innenstadt ... bleibt einem ja nicht viel diesen Spielplatz da ansteuern und können uns da austauschen.
00:41:55: Das heißt es bräuchte auch die Anlässe, nicht nur die Räume.
00:42:00: Man müsste dafür sorgen, dass das eben nicht Stadtteilweise, dass die Vielfalt zwar da ist aber sich nicht begegnet sozusagen.
00:42:11: Dass man sich in der Vielfaltung muss man sicher auch begegnen und austauschen können und dazu braucht es dann Anlässe.
00:42:17: Oder Punkt?
00:42:18: Also das schon erstaunlich wie sehr das so jeder Stadtteil für sich bleibt und da gibt's ja ganz viele tolle Ansätze.
00:42:30: Also ich war jetzt gerade im Kontakt hier mit dem Bürgerbohrer Hasslach, weil die eine Ausstellung zur Landtagswahl da geholt haben.
00:42:40: Ich habe es mir dann im Internet angeguckt.
00:42:42: Total toll dass sie sich da reinhängen und da ihren Obolus zahlen damit diese Ausstellungen das sind diese kain generierten Bilder wo die Parteiprogramme quasi umgesetzt werden in ... visualisiert werden von der KI.
00:43:00: Das
00:43:00: ist nur eine andere Kiste, ich seh's super kritisch, sag' ich gleich!
00:43:03: Ja das... Nee, aber ich find einfach diesen Ansatz im Stadtteil, dass sie sagen wir wollen da und dann alle Schulen anschreiben und ganz wirklich da kleinen Kleinen ganz schön viel Arbeit reinhängen um zu versuchen die Leute dahinzukriegen.
00:43:24: Wie wir damit umgehen und was wir darüber diskutieren.
00:43:28: Das ist ja ... Das können wir noch machen, da können wir gucken.
00:43:32: Aber erst mal ist es ein Anlass, dahin zu laufen?
00:43:37: Und ich kann das Ganze auch, wenn ich's jetzt machen möchte in der Schule, kann ich das Ganze einfach hier digital an die Wand schmeißen.
00:43:44: Habe ich die Bilder auch.
00:43:46: Aber ich find's eben deswegen hat mich gefreut dieses Angebot.
00:43:51: Ich hab's verbreitet weil ich dachte, ist doch schön!
00:43:53: wenn wir dann zu fünfundzwanzigsten, zwanzigstmal da gehen.
00:43:59: Hassler laufen und wirklich hingehen und vor Ort.
00:44:03: Diskutieren?
00:44:03: Da sind ja ...
00:44:06: Wie kommen wir dahin zur Deinen-Version?
00:44:09: Wir haben schon ein oder zwei Sachen gesagt, wie sonst eigentlich das in die dritten Orte bräuchten.
00:44:13: Also Beginnungsräume.
00:44:15: Du hast noch mal darauf hingewiesen, dass es einen wichtigen Aspekt Anlässe braucht um diese Räume auch zu befüllen.
00:44:20: Und vielleicht auch, dass eben auch eine Dementorische Mischung begünstigt wird.
00:44:26: Wie können wir vielleicht noch mehr irgendwie diese Visionen?
00:44:29: Da hat es irgendwie gesagt, das ist mehr Green City.
00:44:32: Mehr Bürgernbeteiligung, mehr Vielfalt, mehr vielleicht auch Stadtleben.
00:44:37: also heißt auch eine Innenstadt vielleicht zu haben die über die Funktion hinaus nur für ein Tourismus und von Konsum da zu sein eben nochmal so einen Stadtleben abbildet und auch nochmal den Aspekt in der städtischen Bündnis zu sagen, dass mir das Gefühl hat, egal wo ich im Freiburg unterwegs bin.
00:44:58: Das ist irgendwie... Ich fühle mich vielleicht noch mal stärker als Freiburger und nicht irgendwie mit einer gleichen Stolz vielleicht auch oben.
00:45:06: Ich weiß, ob es eine stolze richtige Wort ist keine Ahnung aber zumindest irgendwie Mit einer Wertschätzung vielleicht die man selber aus dem Gefühl hat hier erfährt man innerhalb dieser Stadt egal wo man wohnt Und dass man das Gefühl hatte so unabhängig wo ich wohne habe ich vielleicht einfach Dinge um mich herum, die mein Leben lebenswert machen.
00:45:22: Wie kommen wir
00:45:23: da hin?
00:45:26: Du kann dir das ja, du musst ja wissen.
00:45:28: Ja klar aber ich weiß was.
00:45:31: wenn ich sage ich möchte mehr Bürgern beteiligen ist der Ausgangspunkt der dass sich einfach nur ein Fakt anerkenne dass eine Person nicht alles wissen kann und allein schon die Perspektive und natürlich auch Wissen sowieso weil wir so eine sehr komplexe Welt haben wo Wissen einfach exponentiell sich entwickelt hat Informationen und dementsprechend braucht sehr viele Klöpfe.
00:45:52: Und darum ist für mich schon eben auch interessant, ihm zu hören was sagen so die verschiedenen klugen Köpfe mit ihrer Brelle, die sie einfach haben, was man tun könnte.
00:46:01: Also ich glaube also den Patentrezept haben wir alle nicht.
00:46:06: aber ich glaub eben dass es eine Kombination braucht als eben aus vielen einzelnen Initiativen diesem Austausch dann eine Politik und eine Verwaltung, die das ermöglichen.
00:46:27: Die Räume aufmachen und das auch wieder aufnehmen.
00:46:34: Und es braucht ... Da waren wir ganz am Anfang Haltungen.
00:46:46: Mhm.
00:46:46: Du hast grad den Begriff Wertschätzung.
00:46:48: Also wenn wir ne Stadt haben, ne Stadtgesellschaft, in der wir uns alle individuell wertgeschätzt fühlen und denen wir nicht in der Situation sind, wo sich die einen umgucken und sagen also bei uns Da scheint sich niemand für zu interessieren.
00:47:06: Und hier in der Innenstadt da strömen die Franzosen rein und alle und die Schweizer.
00:47:11: und so weil dir Sieht es toll aus und hier wird sich gekümmert.
00:47:20: Wenn wir wenn wir uns alle wert geschätzt füllen und dann so eine gemeinsame Haltung haben.
00:47:27: Wir sind alle kümmerer, dann ... Und sehen die Räume gehen auf?
00:47:36: Die ganz konkreten Räumen, ich hab die Treffpunkte, ich habe die Andesse, ich darf die Fragen stellen und darf mich auseinandersetzen.
00:47:47: Es wird aber aufgenommen.
00:47:52: Dann glaub ich kann das in dem Prozess ... gelingen und das wird ja nie perfekt sein.
00:47:59: Ich will auch gar nicht in der perfekten, fertigen Stadt und jetzt passiert nichts mehr leben.
00:48:07: Was ich für wichtig halte ... Das halten vielleicht meine Schüler nicht für wichtig oder da entwickeln sich Dinge die ich jetzt nicht weiß.
00:48:16: Da sind wir im ständigen Prozess.
00:48:22: Zumindest höre ich für mich raus, dass eben die Räume allein Programme oder Inhalte allein ist einfach nicht genügend, sondern du brauchst vielleicht eben auch eine Haltung und ein Verständnis von der Rolle die Menschen in einer Stadtverwaltung vielleicht doch haben.
00:48:42: Die das eben begünstigen dass das stattfindet was wir beschrieben haben,
00:48:46: d.h.,
00:48:46: ich habe es mir verstanden dass man sagt ok ich höre genau zu.
00:48:49: Das heißt als ich hör zu was die Menschen sagen und ich versuch darauf einzugehen, ich versuche es wertschätzend irgendwie zu kommunizieren, das mit aufzunehmen.
00:48:56: Ich versuche in dem Fall uns als Team zu verstehen vielleicht auch und nicht als Dienstleister mich irgendwie an den Punkt zu sehen oder ja als Bürokratie im Prozess nicht absolvieren muss oder sowas.
00:49:04: Also irgendwie dann dass man sich mehr als Menschen gegenseitig wahrnimmt auf beiden Seiten weil ich glaube tatsächlich dass das eine Sache ist von denen habe ich alle profitieren.
00:49:12: also ich glaub tatsächlich auch da ist eine Stadtverwaltung Auch wenn sie dem auch als Menschen gesehen werden, nicht irgendwie eine Nummer sind ohne Name im Internet.
00:49:20: Sondern man sieht hier ist genau so ne Person mit Familie oder eben bekannten Freunden, Eltern was auch immer, dass die... Dass man da vielleicht noch mal ein anderes Miteinander hat?
00:49:31: Ja natürlich und das ist ja genau das, was ja das Spannende an der Kommunalpolitik ist.
00:49:37: also du hast wahrscheinlich einfach.. Natürlich die größten Abhängigkeiten und Grenzen oder das kleinste Spielfeld sozusagen.
00:49:47: Aber du hast diese Nahrbarkeit, und du hast dieses Direkte.
00:49:51: Also direkte Demokratie kann hier funktionieren.
00:49:54: also ich glaube nicht dass sich die ganze Bundesrepublik irgendwie versammeln und austauschen kann und jeder Bürger in den großen Fragen ja so es kann eine Bundesregierung nicht machen aber ein Bürgermeister Ein Gemeinderat, die können sehr nah an ihrer Bevölkerung sein.
00:50:13: Und die können in den direkten Austausch gehen.
00:50:15: und wie du sagst, die sind bekannt.
00:50:17: also das Freiburg ist jetzt Großstadt aber jetzt.
00:50:21: Sag mal mal ehrlich so riesig es auch nicht?
00:50:26: Ja wir haben festgestellt in dem Folge mal dass ihr einfach im Endeffekt kriegst.
00:50:28: Du kennst ja doch immer mindestens zwei drei Personen über irgendwie paar Ecken.
00:50:31: Ein
00:50:32: paar Eken kann man eben.
00:50:33: Also das ... Das ist möglich.
00:50:41: In mein Innenstadt ist natürlich auch ein Hass mit diesem Vorteil.
00:50:43: Mhm.
00:50:44: Aber du siehst halt ... die Nasen da, die Bürgermeister.
00:50:51: Die laufen da ja auch um!
00:50:53: Ja?
00:50:53: Also das sind ... äh ... die Gemeinderatsmitglieder und du kennst sie aus unterschiedlichen Kontexten.
00:51:03: Wo war ich ja da spannend, wenn der eben tatsächlich noch mal den Punkt von ... Dass du auch da diese Machtungleichheit irgendwo verringerst war tatsächlich so der Punkt, der für mich immer ist Sobald nicht stark gemacht Ungleichheit da ist, ist es mal schwierig.
00:51:15: Und ich finde es eigentlich fast noch spannender, dass nur doch weniger Person kult und mehr hin zu dieser Geschichte von.
00:51:22: man kennt vielleicht auch eine andere Person hier in der Stadt.
00:51:25: Also das heißt eben auch Stadtteilen die vielleicht eben nicht im Zentrum sich abspielen aus Stadtteilern oder an den Kontexten, die vielleicht jetzt nicht erstmal so auf der ersten... ...auf einer bayerischen Zeitung sonst wo umspielt werden erscheinen Weil es ist für mich auch so eine Notwendigkeit, um dahin zu kommen.
00:51:43: Wir haben ein innerstädtisches Bündnis oder ich fühle mich gleichwertig wertschätzend wahrgenommen wenn ich stattfinden kann ohne eine große Funktion zu haben.
00:51:51: Das heißt dass man ihm nicht so eine große Unterscheidung hat.
00:51:54: das heißt ich könnte mir jetzt vorstellen... Es gibt diese Bilder die dann natürlich immer so sukusieren und viral gehen wenn dann irgendeinen Bundespräsident an einer Straßenbahn sitzt oder einen Zug fährt der fährt Fahrrad oder sitzt am lieben anderen Menschen und es müsste auch eigentlich Standard sein.
00:52:11: Und das meine ich so, dass ein bisschen sich davon verabschiedet.
00:52:15: Weil, dass das so gehypt wird ist für mich wiederum so ein Zeichen von... Das ist scheinbar eben nicht üblich!
00:52:20: Und da ist so eine große Kluft.
00:52:22: Ich glaube tatsächlich, dass die Politiker ein, also zur Stadtgesellschaft, der Gesellschaft gut tun würde, diese Klufte irgendwie verringert werden würde?
00:52:29: Dann hättest du vielleicht doch nochmal mehr Impuls.
00:52:32: Wird vielleicht noch mehr wahrnehmen sowas um dich herum passiert was Menschen denken Also hat nur verschiedene Wirkungen können wir vorstellen, ich weiß es nicht.
00:52:42: Ja aber da sollen gerne eben ganz viele Leute darüber nachdenken.
00:52:47: ja also das ist wenn du jetzt sagst an Feldern fällt einem vielleicht mal irgendwas ein und sich dachte jetzt gerade wie so.
00:52:55: Du hast es jetzt glaube ich ganz grad anders rum gesagt.
00:52:57: Aber ich dachte kurz warum tag der Gemeinderat nicht einfach mal So?
00:53:02: warum rolliert er nicht?
00:53:03: Sind die leute einfach sichtbar da?
00:53:07: wenn wir diese Orte hätten zuverlässig, dann könnte zum Beispiel der Gemeinderat in die Ortsteile gehen.
00:53:19: Sehr guter Punkt!
00:53:20: So was.
00:53:21: aber da gibt es ja vielleicht ganz viele spannende Ideen, die man haben könnte wie immer diese Nähe zwischen Verwaltung, Politik auf kommunaler Ebene und Bürgerinnen noch schaffen kann.
00:53:36: Oder diese Feste, weißt du?
00:53:37: Nur Feste hast oder irgendwelche Feiern und irgendwelchen Auszeichen.
00:53:40: Und sonstigen Dinge die passieren in der Regel auch immer in den Stadten wo ich sage ja Du hast doch in Weingarden hasslach auch Gebäude.
00:53:47: Oder Landwasser keine Ahnung es gibt ja verschiedenste wo ich sagen würde verlegt jetzt doch immer mal da mal da Mal da das dann endlich auch diese diese Geschichte auch berotiert weißt also im Endeffekt eben tatsächlich einfach und ich glaube schon dass das dann einfach anders wäre Weil dann würdest du gucken, dass auch da ein Technikast einen Raum hat.
00:54:05: Der funktioniert und gut ausgestattet ist usw.
00:54:08: Das ist echt ein guter Punkt.
00:54:09: Gefällt mir sehr gut!
00:54:12: Es braucht irgendwie Kommunikation und Diskussion um solche Ideen zu spinnen...
00:54:19: Und stellen die hundert Menschen vor?
00:54:20: Die
00:54:20: sich das
00:54:21: machen
00:54:22: und vielleicht auch.
00:54:25: Fitter im Hirn sind als ich.
00:54:27: Ich weiß es nicht!
00:54:29: Und die noch innovative oder auch nicht so festgefahren, also natürlich bin ich ... ne?
00:54:35: So wie's halt ist.
00:54:37: Ich bin jetzt schon viele Jahre hier und dann denkt man vielleicht nicht so out of the box.
00:54:46: Also die
00:54:46: jungen Leute mit denen ich arbeiten darf, auf die setze ich schon sehr viel.
00:54:52: Dann wurde ich mich jetzt aufgepoppt.
00:54:54: Gestern hier den Peruguschentag hatten, wo da auch wieder Schüler drin sind in diesen Workshops und dann wird er an vielen Stellen nicht gefühlt hatte, wow!
00:55:02: Gut, sehr guter Beitrag, sehr wichtiger Hinweis.
00:55:05: und da will ich es auch an den Stellen...
00:55:08: Oder auch manchmal dieses, wo ich denke wir haben Bücher gelesen und Studien dazu ja?
00:55:14: Und dann sagt jemand was?
00:55:15: Ein Erwachsener?
00:55:16: und dann sagt ein Schüler einfach genau das Richtige und wir mussten, da weiß ich wie viele Bücher lesen.
00:55:21: Ja,
00:55:21: um Eier näher.
00:55:24: Und die haben es sofort erfasst mit einem Blickweiß aus ihrer Erfahrung also weil sie halt noch drin sind.
00:55:32: Die
00:55:33: Perspektive auch mit mir.
00:55:37: Wir kommen so langsam zum Ende,
00:55:38: d.h.,
00:55:40: ich habe zwei Fragen noch offen.
00:55:42: Hättest du eine Frage, die dann mich im Kontext der OB war?
00:55:45: Das heißt vielleicht irgendwie im Rahmen der Kandidatur oder überhaupt die UB-Wahl an sich.
00:55:51: Und das Letzte wäre, manche machen sich doch mehr Gedanken auch bevor wir uns dann irgendwie treffen und haben dann euch so Themenur sagen ist mir wichtig.
00:55:59: Und dann am Anfang ist es vielleicht ein bisschen nervös und dann irgendwann stellen sie fest, ah Mist, hätte ich mich auch wahrsagen wollen.
00:56:04: Das heißt wenn's noch ein Thema gäbe, dann wär' es dann eine richtige Zeitpunkt da nochmal zu platzieren.
00:56:12: Du, also... Ich find´s gut dass dass deine Vielfalt an Kandidatin gerade da ist.
00:56:20: Ist gerade total spannend und darf machen, was du willst?
00:56:26: Also ich ...
00:56:27: Nee, aber es gibt's für dich.
00:56:28: Manchmal sagen die Leute, wie läuft der Wahlkampf?
00:56:31: Wie ist das für dich?
00:56:33: Und deswegen denk ich mal, da will ich auch keinen Raum schaffen.
00:56:36: Da wird's ja nicht so diskutiert.
00:56:38: Und dazu sagen wir können darüber sprechen.
00:56:40: Das ist gar nichts im Sinne von keine Ahnung.
00:56:43: Hey super, sondern eher ... Es gibt ja Fragen auch davon außen.
00:56:46: Es gibt vieles, was abläuft und nicht klar ist.
00:56:49: Ich hab schon für mich auch vieles lernen müssen in den letzten Monaten, was mit so einer Konjunktur verbunden ist ... Was ich vorschlägt nicht wusste!
00:56:56: Und deswegen habe ich gedacht manchmal gibt's das Leute sagen, wird mich es interessieren oder kann man darüber sprechen?
00:57:04: Also, ich frag mich aber dich jetzt nicht, wie du dir das vorstellst wirklich zu sein.
00:57:22: Ich stehe jetzt mir unfassbar anstrengend vor.
00:57:23: Eben!
00:57:25: Deswegen ist es tatsächlich nicht so, dass ich sage... ...ich kandidiere weil ich den Job voll voll geil finde und den unbedingt haben möchte oder wichtig sein möchte und ein wichtiges Amt haben möchte.
00:57:36: Das ist das allerletzte was mich jemals antreiben würde.
00:57:39: Man würde sich einfach aus dem heraus, was du am Anfang geschildert hast.
00:57:43: D.h.,
00:57:45: Demokratie ist mir einfach wichtig, d.h.
00:57:49: sie wird gern weit in Demokratie leben wie ich es zum vorn an der Stelle gesagt habe, glaube ich das wir jetzt in einer günstigen Position sind von der wir jetzt aus den Sachen noch gestalten können und nicht gerne die Position die wir jetzt günstig haben nutzen würde um das so zu gestalten dass sich dann auch unsere Kinder bei der Demokratie leben können.
00:58:07: Dass vielleicht irgendwie hier was aufbauen war es vielleicht sogar bestenfalls.
00:58:11: damit bin ich tatsächlich dann idealist in eine Strahlkraftentwicklung kann ins Land hinein.
00:58:16: Dass man sieht okay so kann man's machen Dass andere Städte sagen, lass mal gucken was die Freiburgern gemacht haben und wir so eigentlich nicht.
00:58:22: Wir müssen nicht nur darüber sprechen dass Paris das hat und London das hat, sondern sagen hey in Freiburger haben sie es so und so gemacht.
00:58:29: Das wäre eine Vision zum Beispiel weil ich tatsächlich glaube, dass wir einfach hier auch von Leuten her und von Ressourcen her und einfach sind so viele Faktoren hier so günstig sind, dass man den Demokratiemodell statt bastelt könnte gemeinsam Das sehe ich schon.
00:58:46: Und da ist ja immer der Punkt, für mich zu sagen einfach es ist halt ein Thema wo ich eine Expertise über Jahrzehnte aufgebaut habe und ich finde es schräg für mich jetzt das nicht an dieser Stelle anbieten zu wollen und auch ich fühle mich eher so im Sinne von Ich muss es anbieten weil wir in einem Zeitpunkt sind, wo die Dinge gerade abdriften in eine völlig andere Richtung und ich denke müssen wir jetzt handeln und zwar eben jetzt Handeln und gestalten um nicht später irgendwie reagieren und schlecht zu reagieren.
00:59:11: Und das ist das Angebot, was jemand wirkt auf Breite zu sagen.
00:59:13: Hey ich hab da einfach eine Expertise, vielleicht auch ein Netzwerk an Leuten die ich damit reinholen würde um gemeinsam mit der Stadt und allen zur Verwaltung als auch Stadtgesellschaft auf dem Weg zu machen zu einem Demokratiemodellstadt.
00:59:27: Das ist der Gedanke.
00:59:29: Mutig?
00:59:32: Ja Verantwortung vielleicht.
00:59:34: Was man so spürt in der Stelle.
00:59:35: Weissamst mutig.
00:59:36: Ich hab keine Ahnung.
00:59:37: Weil ich denke tatsächlich klar ist drüber nach dann wie es dann so tatsächlich ist sondern erst mal Erster Schritt, nächster Schritt.
00:59:44: Weil sonst ist das ganz vergessen.
00:59:46: Ja ...
00:59:48: Deshalb wollte ich auch nicht fragen.
00:59:50: Genau!
00:59:50: Also wenn du Schulleiterin bist?
00:59:52: Du weißt ja auch nicht.
00:59:53: Du hast vielleicht schon die Vorstellung von okay, Schulleitern, was heißt, du kennst Schulleitung vielleicht aber jetzt in der Position und die Funktion zu haben und was dann tatsächlich bedeutet erfährst du erst dann, wenn du es dann bist oder einstellst, sondern fährst.
01:00:06: ok, ah, das ist so und dass ist so.
01:00:08: Und das habe ich anders vorgestellt als genau wie ich's vorgestellt hab Und so ähnlich stets, ich stell's mir da einfach hoch vor und zeig klar.
01:00:14: Ich weiß nicht wer ich bin und was ich kann und wie ich drauf bin und ich weiß dass ich relativ schnell mich adaptiere an Systeme und sehr schnelles System erfasse und ich glaube das sich da relativ schnell reinkommen würde.
01:00:24: Für mich ist es eher so, dass mit dem Hinterkopf ein Mitlauf zur Überlegung von Was ich jetzt nicht gut finde?
01:00:29: Und was ich anders machen wollen würde und was wird das sich begünstigen, dass wir diese Geschichte hätten von starke Demokratie.
01:00:35: Das heißt, wir müssten Rollenverständnis von einer Person sein, die einfach OB ist?
01:00:40: Wie müsste das Rollenverständnis sein von Parteien in kommunalen Kontexts oder Gemeinderaten im kommunalen Context,
01:00:46: d.h.,
01:00:47: all das was wir vorhin so angeschnitten haben, das ist das was mich permanent beschäftigt auch tatsächlich diese Wahl.
01:00:52: D.h.
01:00:52: wie demokratisch es diese Wahl ist ja auch eine Frage nicht massiv beschäftigt und ich merke so wie krasse Ungleichheiten da sind.
01:00:59: also Ich will die extreme Machtungleichheiten da sind und wo ich es an vielen Stellen eine unglaubliche Unmacht spüre.
01:01:05: Und denke, wow also wenn ich der sich jetzt selbst beschreiben würde, der hier doch ein oder zwei Menschen kennt und vielleicht auch gut vernetzt ist und das gleich nicht auf den Mund gefallen ist... Wenn ich schaue welche Unmachte ich an so viele Stellen so oft spüre, ist das eigentlich kein gutes Zeichen!
01:01:21: Das heißt dann kann ich mir vorstellen wie unfassbar hoch die Hürde ist für irgendeine beliebige Person in Freiburg zu kandidieren.
01:01:27: Und das ist auch kein gutes Zeichen.
01:01:28: Das heißt, eine Demokratie-Modellstadt wäre für mich so eine Vision, dass eigentlich bestenfalls jede Person hier von zweiundvierzichttausend Menschen sagen kann ich würde gern meinen Hood in die Waagschale werfen.
01:01:39: Ich glaube, ich hätte dir was anzubieten.
01:01:41: Ja aber beißt dich natürlich die Katze ein bisschen ins Schwanz, ne?
01:01:44: Also du brauchst erst eine Kultur und ... ja, von so einer direkten Beteiligung und Verständnis.
01:01:53: Und das kriegst du glaub ich eben im Tun.
01:01:55: also wir sind eben gerade an der Schule natürlich versuchen, wir beizubringen.
01:02:02: Wie funktioniert Demokratie und wie funktioniert auf kommunaler Ebene, Landesebene?
01:02:06: Und wer ist für was zuständig?
01:02:07: Und wie geht das um so weiter?
01:02:08: Aber das ist ja trotzdem, also wie du jetzt auch wahrscheinlich feststellst ... Wie geht's denn dann konkret?
01:02:17: Wie funktioniert dann so ein Wahlkampf?
01:02:19: Was sind die Einflüsse, die plötzlich einem klar werden, die nicht ...
01:02:25: Und nicht
01:02:26: in dem Theorem gar nicht vorkommen.
01:02:30: Wie ist es denn dann, in der Realität?
01:02:32: Deswegen war ich ein bisschen zögerlich zu fragen, weil ich tatsächlich auch eben denke ... Puh!
01:02:40: Es gibt diese intrinsische Motivationen sozusagen, da gibts eine Sache und Ding.
01:02:45: für mich ist das diese Schule mit ihrer besonderen Verfasstheit was eine Schule besonderer Art wie ich sie wahrnehme, eine demokratischere Schule als viele andere.
01:02:58: Das voranzubringen oder zu bewahren ... Oder eben vielleicht weiterzuentwickeln und gleichzeitig ... Also das ist dann quasi so eine innere Logik und eine Notwendigkeit sich da auch wirklich persönlich reinzuschmeißen und es auch wirklich zu machen.
01:03:20: Und gleichzeitig eben zu gucken was sind die oder zu merken, was sind die Ansprüche?
01:03:25: Was sind die Erwartungen, die dann damit und diese ... Ja.
01:03:32: Was ist deine Vision?
01:03:33: Willst du das machen?
01:03:34: Und gleichzeitig dann startest du in sowas rein und dann kommen sie und sagen Sie müssen übrigens das und es und es Und da gibt's dieses Gesetz und diesen Rahmen.
01:03:46: Da wissen Sie schon, sie müssen auch eigentlich noch ... Ach ja, das machen die meisten nicht.
01:03:50: Aber eigentlich wär es ganz wichtig!
01:03:53: Da haben Sie eine Grenze und wir wollten noch was von Ihnen.
01:04:01: Das ist schon, deswegen sage ich, mutig.
01:04:07: Mhm.
01:04:08: Aber danke.
01:04:09: Weils einfach Vielfalt bedeutet an der Stelle mindestens mal?
01:04:16: Genau.
01:04:17: Zumindest das und ... das Podcast zum Beispiel.
01:04:21: Das Podcast ist ja auch so eine Geschichte, wo ich dann wieder einfach mich eben nicht unmächtig fühle vor ihm.
01:04:25: Das sind Dinge, die ich gestalten kann.
01:04:27: Wo ich dann eben für mich der Ausgangspunkt vom Podcast gewesen war, dass sich mehr nicht verändern kann, wie es da Reaktionen zum Beispiel machen oder andere Institutionen oder Personenkopierungen im Prinzip machen.
01:04:39: aber ich kann gestalten was ich mache und bestimmen.
01:04:42: Und das heißt zu sagen, ich befürchte den Raum mit Ideen, mit Stimmen mit Visionen, damit eben auch gerne sich andere dann bedienen können.
01:04:51: Das heißt also alles was wir gesagt haben können genauso person y morgen sagen cool Idee nehm ich setz dich um super.
01:04:59: das heißt dass hat schon ein für sich an sich einen Wert der erzeugt wurde und macht uns beide eigentlich im Austausch auch glüger würde ich behaupten ja also ich bin auf jeden Fall jetzt würde ich aus dem Raum hier rausgehen.
01:05:12: hast du doch noch ein thema sagt das habe ich nicht platzieren können war mir wichtig?
01:05:16: oder Sagst du, nee.
01:05:18: Ich glaub das Wichtigste ist gesagt
01:05:19: für heute?
01:05:21: Ich sag's jetzt mal einfach weil ich es gar nicht auslassen darf und weil es ein ganz wichtiges städtisches Thema ist.
01:05:31: aus meiner Perspektive und dass es Schulbauten ... Und wir sitzen hier gerade in der grade fertig geworden Daudinger Gesamtschule im Neubau kann ich überhaupt nicht motzen, ganz im Gegenteil.
01:05:52: Hier hat ein Schulträger und das sind ja die Städte und Gemeinden.
01:05:56: also hier hat die Stadt Freiburg in dieser Schule mit ihrem besonderen Konzept zunächst mal gezwungenermaßen.
01:06:04: Es gab einen Asbestfund und ist auch schon sehr lange her.
01:06:12: muss die Stadt sanieren, müsste sanieren und rausgekommen ist dieser Neubau der wirklich ganz exakt auf das Konzept dieser Schule passt.
01:06:23: Danach ausgerichtet es, der alle Möglichkeiten bietet für unser Konzept des länger gemeinsamen Lernen und alle Möglichkeiten, bietet auch für unsere Ganztagsschule von den Räumlichkeiten her.
01:06:40: Ich sag jetzt mal so, da ist meine Hoffnung und meine Vision.
01:06:44: Dass das was wir hier haben an dieser Schule schulbaumäßig dass das den Standard setzt für alle Schulen in Freiburg Und wir haben es ja schon gesagt Freibürg darf ja auch gerne nach außen beispielhaft wirken weil das natürlich ein unglaublich wichtiges Thema ist jetzt bundesweit Bildung und wie ... Bildung unterstützt wird.
01:07:18: Und da sind natürlich die Schulbauten, das ist ein kommunales Thema.
01:07:23: Unglaublich wichtig!
01:07:24: Wir sind alle wahrscheinlich alle Freiburger Schulen trotzdem noch irgendwie im Paradies verglichen mit anderen Stadtstaaten zum Beispiel in Norden oder Berlin oder so.
01:07:37: Wie da Schule stattfinden muss unter welchen Bedingungen?
01:07:41: Und mit dieser Schule und mit diesem Schulbau, finde ich ist etwas passiert, was ich eben allen anderen wünsche.
01:07:53: Nämlich das hier reinzukommen zu sehen wie hier gestaltet wurde, wie hier gebaut wurde bei ganz vielen Menschen so einen Effekt auslöst ... Ach ja!
01:08:06: Das sieht ja hier aus wie da wird der Vergleich gezogen zur Flughafen VIP-Lounge oder so Ähm, und dann im zweiten Schritt gesagt habe ich ja aber das ist ja eigentlich richtig.
01:08:20: Das ist ja Schule!
01:08:22: Das sind ja Kinder- und Jugendliche die verbringen hier den ganzen Tag Und das strahlt ja nach außen aus.
01:08:32: oder ist architektonischer Ausdruck der Wertigkeit, die dieser Bereich für die Gesellschaft haben muss?
01:08:40: Also gar keine Frage nicht sollte und so muss absolut Ganz zentral und ganz, ganz wichtig.
01:08:48: Und deswegen muss ich das Thema einfach ... Das muss ich einfach nennen.
01:08:53: Wir als Schule sind der Staat sehr dankbar, dass wir es so bekommen haben.
01:08:57: Ich glaube eben, es sollte für alle Schulen gelten nicht mehr in Freiburg.
01:09:04: Für diesen ganzen Bereich.
01:09:06: Bildung ist was die Schulträger tun können.
01:09:10: Andere politische Entscheidungsträger können auch noch viel.
01:09:14: tun an anderer Stelle.
01:09:16: Da gibt es noch ein ganz, ganz weites Feld.
01:09:18: aber das muss ich einfach am Schluss gesagt haben.
01:09:23: Ich hatte tatsächlich noch nie am Ende eine Vision mit der Podcast ändert, aber deswegen erfüllt jetzt gar nicht groß was hinzufügen.
01:09:29: Ich will die Visionen wirken lassen und bedanke mich bei dir für deine Zeit, deine Expertise, deine Perspektive, die du mir eingeteilt hast und wünsche dir ein erholsames wunderschönes Wochenende!
01:09:39: Ich dir auch vielen Dank dir.
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