#deinfr Folge 28 – Begegnung statt Bürokratie: Ein Gespräch mit Sandy Förderer

Shownotes

In dieser Folge von #deinfr entwirft Sandy Förderer die Vision eines Freiburgs als Modellstadt für ein bedingungsloses Grundeinkommen – eine Stadt, die Menschen ein einfaches, würdevolles Leben ermöglicht. Bürokratie ist reduziert, Ämter sind Orte echter Begegnung, an denen Menschen als Menschen wahrgenommen werden. Nach dänischem Vorbild entstehen in allen Stadtvierteln offene Räume und Angebote für alle, besonders für Menschen mit wenig finanziellen Mitteln – niedrigschwellig, vielfältig und verbindend. Die Stadtbibliothek wächst zu einem zentralen Begegnungsraum, kleine individuelle Läden prägen die Innenstadt statt Ketten, Repair-Cafés gehören selbstverständlich dazu. Freiburg schafft Perspektiven für Menschen in schwierigen Lebenslagen und setzt Technik gezielt ein, um Bürokratie zu übernehmen – damit Zeit für menschliche Nähe, Empathie und Zusammenhalt bleibt.

Die gesammelten Stimmen und Gedanken können Inspiration sein – für alle, die Verantwortung in und für Freiburg übernehmen möchten, vielleicht sogar für künftige Oberbürgermeister*innen, in Freiburg oder anderswo.
#deinfr möchte dazu anregen, eigene Visionen zu entwerfen, Mut zu fassen und sich nicht von pessimistischen Zukunftsbildern lähmen zu lassen. Der Podcast versteht sich als Beitrag zur Stärkung einer lebendigen Zivilgesellschaft – und damit auch der Demokratie.

Mehr Infos finden sich unter www.deinfr.de

Transkript anzeigen

00:00:06: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Dein Fr.

00:00:09: Heute bin ich im Gespräch mit Sandy.

00:00:12: Sandy, wer bist du?

00:00:13: Hallo, ich heiß Sandy.

00:00:15: Ich bin zu ein Fünfzig Lehrerin, Fremdsprachen.

00:00:19: Und ich habe drei Kinder, mit denen ich hier gerne wohne.

00:00:23: Und hier heißt, wo sind wir?

00:00:24: Wir sind in Zehring heute.

00:00:27: Was muss man bitte wissen, Sandy?

00:00:29: Was man über mich wissen muss.

00:00:33: Das weiß ich jetzt so spontan auch nicht.

00:00:37: Ja, ich interessiere mich für die Welt.

00:00:40: Also was da so passiert, wie man sie verändern kann.

00:00:43: Ich kriege gerne Dinge mit.

00:00:45: Ich gehe gerne in die Schule, weil es eigentlich immer auch witzig ist, weil es immer was Neues zu erleben gibt, weil immer neue Menschen da sind.

00:00:55: Ja, und ich mag ganz gerne, wenn es gute Stimmung gibt.

00:01:02: Ich habe dich ja kennengelernt bei einer Fortbildung in so einem riesen Team von der Schule, wo ich dann gedacht habe, ich habe noch nie gesehen, dass eine Schule so viele Lehrkräfte freistellt von der Fortbildung zum Themenbereich Demokratiebildung.

00:01:15: Und da bist du tatsächlich nochmal rausgestochen, fand ich, durch sehr kritische Fragen, aber die ich sehr gut fand, weil sie wiederum einfach eben so das Wesentliche infrage gesteilt haben und eben auch, weil dort Leute, die, glaube ich, angeregt haben, so einen Schritt weiterzudenken.

00:01:29: Und deswegen dachte ich, dass du glaube ich auch eine gute Gesprächspatterin bist für das Format, um einfach zu gucken, in welche Richtung du denkst, dass ich Freiburg entwickeln soll.

00:01:38: Aber wenn wir da hinkommen, vielleicht zu Beginn noch mal, was sind so Dinge, wo du sagen würdest, die gefallen den Freiburg am besten, am meisten.

00:01:44: Vielleicht doch statt Freiburg bezogen.

00:01:49: Habe ich mir jetzt natürlich auch im Vorfeld ein bisschen Gedanken gemacht.

00:01:52: Und weiß ich ganz gerne, in Freiburg mag es einerseits, dass es schon so ein bisschen ein progressives Spirit hat.

00:02:01: Da, wo ich herkomme, ist es zum Beispiel wirklich schwierig, Vegetarierin zu sein.

00:02:04: Und hier fragt da überhaupt keiner danach.

00:02:08: Man kann sich eigentlich immer wohlfühlen.

00:02:10: Es ist nicht irgendwie... Es ist einfach sehr links, es ist so ein bisschen grün.

00:02:14: Also, das passt zu mir.

00:02:15: Das mag ich gerne.

00:02:16: Da fühle ich mich drin wohl.

00:02:17: Ich finde, das ist vorwärtsgewandt.

00:02:20: Und ein Ambiente, in dem ich mir einfach wirklich wohlfühle.

00:02:24: Also, mag ich noch.

00:02:24: Meine Kinder können jederzeit hier rausgehen.

00:02:27: Das ist nicht gefährlich.

00:02:29: Also... Jetzt einfach mal vom Verkehr ist es nicht gefährlich.

00:02:32: Wir leben in Deutschland, wir leben in Freiburg.

00:02:34: Also ich war auch schon in Zentralamerika, als ich noch jünger war.

00:02:39: Und da ist es einfach ganz anders.

00:02:42: Und das hat mich damals irgendwie schon auch geprägt, glaube ich.

00:02:49: So ein Mega-Kapitalismus, wo einfach Leute, die keine Arbeit oder kein Geld oder keine Ressourcen haben, einfach wirklich unten durchfallen.

00:02:58: Und ich habe mich dann entsprechend auch nicht so richtig wohlgefühlt, sage ich jetzt mal.

00:03:03: Und da muss ich echt sagen, da bin ich total dankbar dafür, hier zu wohnen und zu wissen, es gibt einigermaßen Gleichheit unter den Menschen.

00:03:12: Also zumindest haben sie ein Dach überm Kopf und irgendwie was zu essen werden unterstützt.

00:03:16: Da ist bestimmt ganz viel Luft nach oben.

00:03:19: Aber so ganz grundsätzlich ist es erst mal gegeben und deshalb müssen wir nicht irgendwie in so einer gated community leben, damit uns keiner überfällt oder einbricht oder das Auto klären oder was auch immer, sondern ich kann hier jederzeit, fast jederzeit auf die Straße gehen und sie ist okay.

00:03:38: Gibt es auch so Lieblingsorte von dir?

00:03:41: Ich mag tatsächlich ganz gerne den Platz der Alten Synagoge.

00:03:46: Könnte auch grüner sein, aber ich finde es schon okay.

00:03:49: Also da ist es schön gemacht unter den Bäumen, da diese Sitzgelegenheiten.

00:03:54: weil da einfach auch immer viel los ist.

00:03:55: Ich könnte mich da auch einfach hinsetzen und eine Zeitung oder so lesen.

00:03:59: Das finde ich ganz gemütlich, mag ich gerne.

00:04:02: Welche Werte sind es, die dich antragen?

00:04:06: Also, ich habe es ja vorhin schon ein bisschen erwähnt im Grunde Gleichheit, weil ich wirklich glaube, dass das nur dann auch eine Gesellschaft friedlich sein kann.

00:04:19: wenn alle Menschen irgendwie noch eine Grundversorgung haben.

00:04:21: Kannst du das Gleichheit ein bisschen erklären?

00:04:23: Weil ich glaube, da gibt es tatsächlich häufig Missverständnisse, was Leute eine Gleichheit verstehen.

00:04:26: Also was verstehst du unter Gleichheit?

00:04:31: Also ich habe das ja erwähnt mit Lateinamerika, also dass da die Leute wirklich durch alle Netze fallen.

00:04:37: Und unter Gleichheit verstehe ich, dass es mit Grundeinkommen gibt.

00:04:42: Das wäre mir sowieso ganz recht so ein bedingungsloses Grundeinkommen.

00:04:47: Und aber eben auch Obergrenzen.

00:04:49: Also warum sollten jetzt Menschen Milliarden haben, die sie gar nicht verleben können schlussendlich oder sich irgendwie in Quatsch kaufen wie Jachten, sind vielleicht nicht alle Quatsch, ich schon.

00:05:03: Also ich glaube je gleicher im Sinne von gleichmäßiger Menschen Zugang zu finanziellen Mitteln, aber eben auch zur Bildung und so weiter haben, desto besser kann es funktionieren, weil dann einfach auch nicht so viel Neid und Missgunst und Eifersucht unter den Menschen besteht.

00:05:22: Und deshalb wäre das für mich ein zentraler Punkt und habe ich mal die Laria, die du schon interviewt hast, fand ich da toll gemeint hat.

00:05:31: Ich will das aus egoistischen Gründen.

00:05:34: Also einfach damit man wirklich gut leben kann.

00:05:38: Ohne Angst haben zu müssen, dass einem irgendjemand was wegnimmt.

00:05:43: Ja, da ein gutes Buch zur Zeit.

00:05:45: Oder zuletzt gelesen von Martina Linnathass, Unverdiente Ungleichheit, wo sie ja sehr gut auftrösselt.

00:05:50: Sie ist Politikwissenschaftlerin.

00:05:52: wie dass sich auch Ungleichheit oder diese sehr krasse Ungleichheit oder GD-Koffizienten auch berechenbar dazu führt, dass Demokratien tatsächlich auch in Gefahr sind.

00:06:00: Das heißt, da geht es jetzt nicht mal um die Befindlichkeiten, sondern für dich auch zu sagen, eigentlich geraten Demokratien in Gefahr, weil diese Ungleichheit enorm ausgeprägt ist, was wohl in Deutschland der Fall ist.

00:06:12: Was hast du noch von Werten dich antreibt?

00:06:16: Also ein anderer Wert wäre Neugier und zwar Neugier auf andere Menschen.

00:06:21: Also mit den Reden, denen wie die Ticken, finde ich, wird für mich im Moment immer wichtiger, weil, ja, ich glaube, wir sind alle schon so ein bisschen in Pappeln.

00:06:31: Ich glaube, dass das in der Generation unserer Eltern noch ein bisschen anders war, vielleicht.

00:06:35: Und deshalb finde ich Neugier total wichtig, sich für den anderen interessieren und nicht einfach zu sagen, okay, das ist jetzt hier meine Meinung und mein Weltbild und dabei bleibe ich und dann suche ich die Leute, mit denen das genau passt.

00:06:46: Das ist super, das macht Spaß, das ist wunderbar.

00:06:50: Aber manchmal braucht es einfach so ein Input von außen oder auch vielleicht ein Korrektiv, weil ich habe ja auch nur meine Realität.

00:06:57: Ich weiß nicht, wie sich jemand fühlt, der vielleicht da drüben wohnt, wo Hochhäuser sind.

00:07:03: Oder jemand, ich habe heute Morgen im Bäcker gesprochen, der meint, er steht sieben Tage in seiner Backstube und dieses Wetter macht ihm fertig.

00:07:11: Aber das sind alles Realitäten, die auf mich erst mal nicht zutreffen.

00:07:15: Aber ich finde das dann spannend.

00:07:18: Und ich glaube, diese Neugier bewahrt einem einfach auch davor, so mit Scheuklappen durchs Leben zu laufen.

00:07:28: Vielleicht ist auch Offenheit dann.

00:07:30: Ja.

00:07:34: Wenn wir jetzt, vielleicht diese Werte nehmen, vielleicht doch die Sachen, die du davor gesagt hast, eben was du an Freiburg schätzt, vielleicht doch eben woanders gesehen hast, was irgendwie nicht da ist.

00:07:44: Guck mal, ich zur wichtigsten Frage.

00:07:45: von dem Podcast.

00:07:47: Und zwar, was wäre dann die Vision für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg,

00:07:59: für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Freiburg, für Fre.

00:08:21: Vielleicht könnte man Modell statt werden, wo das möglich ist, dass Leute tatsächlich nicht zu Ämtern laufen müssen.

00:08:31: Das habe ich auch schon gemacht und es macht überhaupt keinen Spaß.

00:08:36: Und da würde ich mir wünschen, wenn es in irgendeiner Form möglich ist, tatsächlich, wie kann man so ein individuelles Leben möglichst einfach machen, im Sinne, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

00:08:55: Also zum Beispiel, wenn man sich jetzt keine Gedanken mehr machen muss, kriege ich jetzt von dem Amt oder von dem Amt mein Geld, muss ich da hinterher rennen oder muss ich jetzt nochmal einen Wiederruf starten.

00:09:07: Das ist einfach ein bisschen einfach unkompliziert, wird weniger berokrativ, vielleicht auch weniger Menschen einem dann gegenüber sitzen, die halt einfach nur ihren Stiefel durchziehen.

00:09:16: Das wäre gegeben in den bedingungslosen Grundeinkommen.

00:09:19: Und ja, das finde ich schön, wenn möglichst viele Leute in ihrem Alltag nicht immer damit beschäftigt sind, im Grunde die Basis ihres Lebens aufrecht zu erhalten, sondern sich mit anderen Dingen noch beschäftigen könnten.

00:09:38: Wobei für mich da noch mal was anderes mitschwingt, wie ich sie verstanden habe, und zwar diese Kultur, wo dann eben die Verwaltung eben auch menschenzentriert ist oder das heißt eben nicht irgendwie Sachgegenstand bearbeitet und dich als menscher kennt und sieht und dementsprechend unterstützt, leicht auch proaktiv.

00:10:01: Das ist eine Kiste, glaube ich, also fernab von der Idee mit dem Grundeinkommen.

00:10:06: Wahrscheinlich wird es auch jetzt im jetzigen System hilfreich sein, wenn man vermutlich viele Menschen hätten, die dann so vielleicht in die Richtung denken und handeln.

00:10:15: Hast du noch eine Vision für Freiburg?

00:10:19: Was jetzt schon öfters kam, ist das, was ja auch mein Thema ist, neugierige Menschen treffen und so weiter.

00:10:25: Ich finde Humor übrigens auch noch ziemlich wichtig.

00:10:29: Und du hattest ja mal von Helsinki gesprochen, von dieser Bibliothek, das war nicht auch total toll.

00:10:34: Und da, finde ich, könnte man auch supergut weiterdenken.

00:10:39: Ich hab das auch mal über ... in Logo wahrscheinlich oder so, über Dänemark.

00:10:45: gehört, dass die so ganz viel in ihren Stadtvierteln Angebote haben für alle möglichen Menschen, aber wo dann natürlich vor allem Menschen davon profitieren können, die halt weniger Ressourcen haben, also dass man da hingehen kann und Kurse belegen kann.

00:11:02: Und es ist alles sehr niederschwellig, aber es ist gleichzeitig einfach ein Treffpunkt für viele Leute, für viele verschiedene Leute, weil die sich da automatisch treffen.

00:11:11: Und Das finde ich toll.

00:11:13: Ich habe mir dann überlegt, wenn jetzt unsere Stadtbibliothek diese eigentlich eher gar nicht so groß, also zumindest, wenn man solche Dinge machen wollte, wenn man das jetzt auch seiten würde auf diese ganzen anderen Gebäude, drum rum ums Münster, ich hätte da Spaß dran.

00:11:28: Und in Zering?

00:11:30: In Zering, da gibt es das Jatz, da gehen meine Söhne oft hin.

00:11:36: Das finde ich schon mal ziemlich gut, außer dass sie da vielleicht ein bisschen viel sorgen habe ich so in den Eindruck.

00:11:40: Ich war ja noch nie dabei.

00:11:43: In Zering würde ich mir persönlich jetzt noch tatsächlich mehr Kneipen wünschen, ein, zwei, drei.

00:11:49: Ansonsten finde ich es hier eigentlich ziemlich toll.

00:11:52: Wir haben hier Einkaufsmöglichkeiten, es gibt einige Vereine.

00:11:58: Es gibt ein Park.

00:12:01: Man ist relativ schnell in der Stadt mit der Bahn und man ist genauso schnell aber auch ...

00:12:06: In der

00:12:06: Natur.

00:12:07: In der Natur, genau.

00:12:09: Also von dem her finde ich, für mich und uns jetzt gerade ideal.

00:12:14: Ich lebe ganz gerne hier.

00:12:16: Aber gibt es hier denn so einen Treffpunkt?

00:12:19: So, für alle möglichen.

00:12:21: Den gibt es, glaube ich.

00:12:25: Also früher waren wir noch ein bisschen mehr mit der Kirche unterwegs.

00:12:29: Das fand ich schon irgendwie auch immer ganz schön.

00:12:31: Es gibt Treffpunkte, ich habe das noch nie wahrgenommen.

00:12:35: Also, ja, ich bin noch nie hingegangen.

00:12:39: Ich soll es vielleicht auch einfach mal machen.

00:12:41: Das ist nämlich das nächste, dass man ja, es gibt unglaublich viele Angebote, aber so sich zu überwinden, dann auch tatsächlich mal hinzugehen und irgendwie allein und unbekannten zu sein, das ist relativ schwierig, finde ich.

00:12:56: Also es gibt viele Angebote.

00:12:58: Was ist das von Ort?

00:12:59: Also welchen dritten Ort gibt

00:13:01: es in Zering?

00:13:04: Da vorne am Platz der Zeringer gibt es... Weißte ehrlich gesagt nicht genau von wem oder was das ist, aber dort finden manchmal Sachen statt.

00:13:16: Aber so ein offener Raum, wo du weißt, da kann ich jetzt irgendwie reingehen, hab ich räumlich gebuchen kann, oder trifft sich die Gesellschaft jung, alt, also völlig gemischt.

00:13:25: Gibt so was?

00:13:28: Nee, das glaube ich jetzt nicht.

00:13:32: Weil das verlieht dann sich die Frage auch wiederum.

00:13:34: Also wenn du sagst eben mit der Stadtbibliothek in der Mitte, das ist ein Punkt, aber Letzendens brauchst du natürlich auch so Ableger in den Stadtteil und deswegen, wenn ich jetzt immer in den Stadtteil unterwegs bin, gucke ich schon immer so, was gibt das da schon?

00:13:46: Manche Stadtteile haben tatsächlich schon Räumlichkeiten und da kann man auch überlegen, wie man die Räumlichkeiten nochmal noch anders bespielen kann.

00:13:52: Das heißt, wir können es noch zugleicher machen, diverse gestalten, offener, vielleicht andere Formate, Angebote, die Kultur, irgendwie anders nochmal entwickeln.

00:14:01: Und deswegen habe ich tatsächlich auch gefragt, was wir in Zerring nachher in Räumlichkeiten haben, weil ich tatsächlich viele Stadtteile jetzt gesehen habe, wo ich nichts der hat gefunden hat, wo ich sagen würde, das ist ein Begegnungsort, weil ich Menschen jetzt ohne große Hürde relativ einfach hingehen können und dann auf andere Menschen treffen.

00:14:18: Ohne eben bestenfalls, eben ohne was konsumieren zu müssen.

00:14:21: Das heißt, das ist auch so ein Aspekt.

00:14:25: Hast du noch eine Vision für Freiburg?

00:14:31: Ich habe mir auch ein bisschen Gedanken gemacht, um die Innenstadt und gerne hinzugehen.

00:14:35: Ah, was ich mache?

00:14:36: Ich gehe gerne in die Innenstadt.

00:14:37: Und da finde ich auch, dass Freiburg jetzt im Vergleich zu vielen anderen Städten noch ziemlich gut dasteht, weil es einfach viele kleine individuelle Läden gibt.

00:14:47: Und trotzdem kann ich mir vorstellen, dass das schlechter wird und würde mir da wünschen, ich weiß nicht, was die Stadt da konkret tun kann, dass man einfach für mehr individuelle Läden arbeitet bzw.

00:15:02: auch vielleicht ein Stück weit gegen zu viele kommerzielle.

00:15:06: Also ich brauch noch nicht McDonalds-Filiale oder noch mal ein Telefonladen.

00:15:11: Die haben riesige Räume, es ist eigentlich nie jemand drin.

00:15:14: Und es hat nichts, was irgendwie das Herz erfreut, also zumindest nicht meins.

00:15:20: Und das find ich schade, also, dass eine Innenstadt muss einfach lebendig bleiben.

00:15:24: Und das kann sie nur, wenn es ein attraktives Einkaufsangebote auch gibt.

00:15:30: Das Internet ist so einfach, vom Sofa aus irgendwas zu kaufen.

00:15:34: wenn meine Kinder in die Stadt gehen und sie sagen, dann ich habe mich gefunden.

00:15:37: Also ich finde sie ziemlich absurd, muss ich sagen.

00:15:40: Ein Stück weit ist aber vielleicht auch ein bisschen Wahrheit drin.

00:15:43: Kann ich jetzt aus deiner Perspektive nicht so beurteilen.

00:15:48: Ja, wobei, dass ihr mich angedankt, wenn ich loslässt halt ein paar Folgen, weil wir darüber gesprochen haben.

00:15:52: Ich habe die Frage mich tatsächlich nie so richtig gestellt.

00:15:55: Und der eine Folge ist aufgepoppt, die Frage, welche Funktion erfüllt eigentlich so eine Innenstadt?

00:16:00: Für wen ist sie da?

00:16:01: Und es ist für die Bürgerin da, oder es ist für die Tourismus da, was vielleicht legitim ist.

00:16:06: Das heißt, wenn man sagt, das geht um die Wirtschaft auch, um die Wirtschaft anzukurbeln, und die Leute sollen im Prinzip, also wir haben viel Tourismus, sondern irgendwie viel kaufen können, dass wir jetzt stattdessen widersprechen, damit wir auch mehr davon haben können.

00:16:17: Und zeige ich euch so mit die Frage, wo findet denn jetzt, fernab vom Kommerz, die Gesellschaft statt?

00:16:21: Das heißt, es hat einen platzenaliten Synagoge genannt, aber... Und es gibt die Bibliothek oder so, aber jetzt so richtig Räume, wo wir als Gesellschaft damit zusammenkommen können.

00:16:30: Ich habe es neu nicht gesehen, da gab es ein Event in der Markthalle, glaube ich.

00:16:34: Da haben wir so ein Spiel-Event gemacht, so ein Spielabend, wo alle Leute sie kommen konnten, Spiele mitbringen konnten und dann gespielt haben.

00:16:40: Es war ja eigentlich ganz spannend und cool.

00:16:42: Und habe gedacht, wie wäre es, wenn man sowas einfach mehr hätte, leider in verschiedenen Orten und vielleicht dort tatsächlich auch festinstalliert, aber zentral in der Stadt und nicht irgendwie so abseits irgendwie.

00:16:51: in anderen Stadtteilen, weil ich weiß, dass was im Studiengang schon was gibt.

00:16:56: Ja, das ist halt die Frage.

00:16:58: Also mir fällt es zu gegebenenermaßen auch fast schwer, das zu denken.

00:17:02: Also wenn man jetzt mal von freien Plätzen spricht, zum Beispiel der Augustiner Platz ist ja auch ein Platz, wo man sich gut treffen kann und dann draußen vorweilen, ist aber im Winter irgendwie blöd.

00:17:13: Und aber es zu denken, ein Platz, der regensicher ist und trotzdem nichts kostet.

00:17:19: fällt mir tatsächlich schwer zu denken und ja, da müssen wir wahrscheinlich rein, wie kann das funktionieren?

00:17:26: Das sind ja die Konzepte, die dann eben in skandinavischen Länder gefahren werden und da hat sich eben bedingt durch die Geografische Lage.

00:17:34: Das heißt, die haben einfach viel, vielleicht das Wetter dementsprechend, müssten hier einfach Konzepte fahren, die ja auch eben diese schlechte Wetter mitdenken.

00:17:40: Da sehe ich Freiburg mit unseren Sonntagen, glaube ich, wahrscheinlich anders drauf.

00:17:45: Gibt es noch eine Vision, die du hast für die Stadt?

00:17:46: Vielleicht auch gesellschaftlich.

00:17:48: Also, wenn man so guckt, in welcher Lage wir uns gerade befinden, gleich gibt es auch irgendwie ein Bild, wo du sagst, in acht Jahren werden wir als Stadtgesellschaft an dem Punkt.

00:17:59: Ich hab meine Kinder gefragt.

00:18:01: Die haben dann gemeint, sie wollen weniger Schule und kein Mathe abhebt.

00:18:05: Das zählt nicht.

00:18:07: Meine Tochter hat dann davon gesprochen vom Stadtbild.

00:18:12: Also, sie stört sich ein bisschen an, glaub ich, Obdachlosen und hat auch Kriminalität genannt, was sie jetzt gar nicht so wahrnehmen, ehrlich gesagt.

00:18:22: Und da hab ich dann gedacht, vielleicht wär's einfach toll, Ich weiß, dass zum Beispiel in Freiburg schon viel für Obdachlose getan wird, aber ob da nicht auch noch mehr möglich ist.

00:18:35: Also Menschen, die einfach wenig Perspektive haben, denen eine zu bieten.

00:18:43: Also

00:18:44: das heißt, es geht dann um Obdachlose und wahrscheinlich auch junge, migrantische Flüchtlinge, einfach eine Perspektive zu bieten, sich hier zu integrieren.

00:18:58: Wir kommen nachher dann vielleicht dazu, was es bedeuten könnte in der Umsetzung,

00:19:01: wo dahin kommt.

00:19:02: Ja.

00:19:04: Gibt es noch eine Vision?

00:19:06: Oh, lass mir mal kurz gucken.

00:19:08: Ah, du hast ja Notizen gemacht.

00:19:09: Ja.

00:19:13: Kannst du es lesen?

00:19:15: Es geht, Arm ist gerade noch lang genug.

00:19:17: Ja, weil sie mir auch noch überlegt hatte, wer ich stolper ja ganz oft, wenn meine Geräte kaputtgehen.

00:19:24: Und ich weiß ja, es gibt den Freiburg Repair Cafés.

00:19:28: oder Werkstätten.

00:19:29: Und auch da finde ich, da müsste ich mich erst mal kundig machen im Internet, recherchieren und so weiter.

00:19:37: Wenn es davon auch viel mehr Angebote gäbe, also den Leuten leicht zu machen, diesen grünen Gedanken zu leben, also Nachhaltigkeit zu leben, indem man einfach Elektrogeräte reparieren kann oder ja, reparieren ist glaube ich das einzige.

00:19:54: und nicht einfach immer neu zu ersetzen.

00:19:57: Das finde ich toll, wenn das einfach sehr viel, ja vielleicht ein bisschen von der Stadt strukturiert wäre, dass es nicht so einzelnisch und irgendwie was sind, die man suchen muss, auch da einfach leichteren Zugang zu finden.

00:20:10: Und das finde ich toll.

00:20:11: Und dann hatte ich gerade noch was, den finde ich auch schnell, was mich auch ehrlich gesagt stresst, aber ich glaube, das ist auch so ein Privatding, denn wenn ich irgendwo anrufen, Termin auszumachen bei Ärzten oder so, wenn ich dann mit einer KI spreche.

00:20:27: Das ist für mich total schlimm.

00:20:28: Ich weiß, dass es Leute gibt, die nicht gern mit fremden Telefonieren.

00:20:33: Und gleichzeitig habe ich so einen Eindruck, das sind so ganz kleine Momente, die eigentlich schön sein könnten.

00:20:41: Also mit Menschen, die man auch nicht kennt, die man so trifft.

00:20:45: Wie gesagt, mit dem Bäcker war es heute Morgen total nett.

00:20:48: An der Kasse beim EDK oder ... Wo auch immer in der Straßenbahn, also dass man einfach mal so kurz und wenn es um was geht, immer ein Belang los ist, dass man da kurz sich an Lächeln spricht oder so.

00:21:00: Und da finde ich eben eine Tendenz grad, ist nicht freiburgspezifisch, ganz viel so.

00:21:07: Auto-Sourcen, also aber eigentlich auch diese kleinen Gespräche Auto-Sourcen.

00:21:11: Ich meine auch, man kann jetzt in verschiedenen Läden gibt es ja noch nicht mehr mehr Kassiererinnen, sondern Selbstzahl, Kassen.

00:21:18: Ich finde das manchmal auch total praktisch, aber ganz oft denke ich, es geht so viel verloren, weil man das alles nicht mehr hat.

00:21:27: Spannend, weil ich habe tatsächlich vor kurzem glaube ich irgendwas gepostet zum Thema Prozess und Produkt und Effizienz und im Kontext mit digitalem fällt mir tatsächlich sehr stark auf oder ist mir aufgefallen, dass du in allen Bereichen immer so eine Optimierung hast von Prozessen.

00:21:46: Und du hast jetzt Out-Sourcen genannt.

00:21:48: Und jetzt nehmen wir zum Beispiel diese Kiste jetzt mit dem Einkaufen und du hast dann wie selbstzehrer Zahlkassen oder hast dann wie die KI, die der Antwort mit dem Telefonierst.

00:21:58: Dann kann man sagen, dann kannst du vielleicht so mehr Menschen abwickeln und kannst in dem Fall so... Das heißt, wenn das Produkt oder das Ziel wäre, in dem Fall effizienter zu sein, dann wärst du effizienter.

00:22:10: und zeig gleich, wenn man sich auf den Prozess anschaut, dann... fallen Sachen runter, die Leute für sich wahrscheinlich so, dass man nicht gedurchdacht haben oder wir auf dem Schirm haben, dass es mehr ist als eben nur irgendwie Konsum.

00:22:23: Das heißt eben das Gespräch mit den Menschen auf der anderen Seite, ob es jetzt irgendwie beim Arzt ist, ob es in der Kass ist, wo auch immer.

00:22:29: Und das ist aber Dinge, die uns Menschen hier ausmachen.

00:22:32: Das ist einfach etwas mit uns macht und auch mit den Kassierern im Prinzip macht.

00:22:36: Und deswegen ist dann schon der Punkt, wo ich auch sagen würde, das kann man glaube ich schon.

00:22:41: thematisieren, ob es jetzt mit Unternehmen ist, ob es jetzt mit irgendwie, keine Ahnung, Institutionen ist oder irgendwie verschiedenen Akteuren, vielleicht auch als Stadtkonzept zu sagen, hey, wenn wir vielleicht Dinge effizient an gewissen Stellen machen, dann lass uns aber vielleicht mehr in den Menschen investieren.

00:22:57: Also wenn ich sage, okay, gewisse bürokratische Formulitäten, die man irgendwie erfüllen muss, mach nicht KI für mich, aber dafür die gewonnene Zeit mache ich nicht in noch mehr Arbeit, sondern in das Gespräch mit dir am Telefon, in das Gespräch an der Kasse und so weiter.

00:23:11: Das finde ich eigentlich spannend als Stadtkonzept.

00:23:14: Genau das zu fördern, dass Menschen eben Zeit miteinander haben und sich als Menschen irgendwie wahrnehmen.

00:23:19: Ja.

00:23:20: Das ist ja auch die Frage, wozu spart man die Zeit, dass ich dann danach allein auf dem Sofa sitze oder da müsste ich meine Freunde treffen können.

00:23:26: Also, wenn man ganz, ganz, ganz viel zu tun hat, in gewissen Momenten kann ich das total nachvollziehen, aber so insgesamt glaube ich, Geht viel verloren und man merkt es erst spät, weil es im ersten Moment vielleicht eine Erleichterung ist.

00:23:43: Dann lass uns mal belegen, wie wir zu den Umsetzungen dieser Vision kommen könnten.

00:23:48: Das heißt, was bräuchte es denn, um da hinzukommen?

00:23:51: Also hast du ein paar Punkte genannt, unter anderem eben diese Begegnungsräume.

00:23:57: Du hast jetzt natürlich am Schluss noch mal genannt, auch diesen Kontakt, diese Repair Cafes hast du auch genannt.

00:24:03: Ich blicke gerade, was noch deine Vision war.

00:24:09: Was hast du noch mal gesagt?

00:24:11: Aber niemals mal die Palmpunkte, die ich genannt habe.

00:24:13: Wie kommen denn da hin?

00:24:15: Obdachlosigkeit, das haben wir gesagt.

00:24:16: Wie kommen

00:24:19: wir da hin?

00:24:21: Also was bräuchte es vielleicht an der Unterstützung von der Stadt oder Stadtgesellschaft oder anderen Akteuren?

00:24:27: um da als Gesellschaft, weil du hast vorhin so ein bisschen beschrieben, dass du da ein bisschen was hast, ein da ein bisschen was hast, aber das braucht irgendwie so eine Struktur, eine Strategie, die einfach auf der gesamten Ebene der Stadt oder Stadtteil, Stadtteil irgendwie dann also konzipiert wird, geplant wird, umgesetzt wird.

00:24:48: Ja, es ist schwierig, weil es ja ganz oft so im Privatsektor quasi Akteure sind, wo die Stadt erstmal gar nichts damit zu tun hat.

00:24:56: vielleicht, wenn jetzt die Stadt anfangen würde, selber in den Strukturen, wo es ja das Gleiche gibt, also da landet man ja auch im Anruf beantwortende KI, was auch immer, selber mal anders zu denken und zu strukturieren und zu arbeiten als Model.

00:25:16: Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, ein erster Schritt einfach zu sehen, okay, wir wollen es anders, wir setzen jetzt den Menschen in den Mittelpunkt, wir fördern diese kleinsten menschlichen Kontakte und lagern das eben nicht aus.

00:25:31: Vielleicht wäre das einfach ein erster Schritt.

00:25:37: Hast du noch eine Idee, wo die Stadt irgendwie was tun könnte, dass wir da hinkommen?

00:25:41: Also vielleicht was dieses Beispiel, die Beginnungsräume angeht, diese Orte angeht.

00:25:47: Also welche Unterstützung bräuchte es da vielleicht oder Anreize?

00:25:52: Ganz grundsätzlich braucht man natürlich immer sehr viel mehr Geld.

00:25:55: Man braucht sehr viel mehr Menschen, die das machen möchten.

00:26:00: Das ist, glaube ich, nicht das Problem, die es gibt.

00:26:03: Die müssen aber natürlich bezahlt werden.

00:26:05: Es gibt Menschen, die müssen dann auch geschult werden.

00:26:07: Also wenn man Mitarbeiter ist, muss man natürlich auch einen Blick dafür haben.

00:26:12: Was mache ich eigentlich?

00:26:12: Ist meine Arbeit hier sinnvoll?

00:26:14: Fühle ich das gut aus?

00:26:16: Das heißt, man müsste im Grunde Fähigkeiten entwickeln beim Menschen, die eben nicht nur diese Fachkompetenz ist, sondern eine Menschenkompetenz.

00:26:35: Also es ist jetzt ziemlich abstrakt, ne?

00:26:37: Weiß ich nicht.

00:26:41: Ich kann es gerade nicht gut in Worte fassen.

00:26:44: Ich kann es schon gut nachvollziehen.

00:26:45: Also ich hatte schon einen Eindruck, dass es greifbar ist.

00:26:47: Die Frage werfen mich tatsächlich über, warum einfach besser ist der nächste Schritt.

00:26:50: Das heißt, ich glaube schon, dass man zum Beispiel da auf verschiedenen Verwaltungsebenen sich gezielt dafür Zeit nehmen müsste, um in den Entwicklungsprozess irgendwie einen Gang zu setzen und gemeinsam drüber nachzudenken, wie kommen wir da hin?

00:27:02: Das ist das, was machen wir hier, das ist eigentlich das Ziel von der ganzen Sache.

00:27:05: Es ist das Ziel, X Fälle abzuarbeiten und es ist mir das Ziel, am Ende dann im Falles wie als Stadt irgendwie besser zusammenkommen und irgendwie besser hier nach Hause gehen oder morgens auch dann anders vielleicht zu Arbeit kommen.

00:27:18: Das sind einfach andere Fragen und ich glaube, dass man sich tatsächlich an vielen stellen, diese Fragen einfach nicht stellt und die Zeit einfach dafür auch nicht hat.

00:27:25: Und da sich die Zeit zu nehmen, glaube ich, bleibt vielleicht ja ein anderer Schritt.

00:27:29: Ja, das auf jeden Fall.

00:27:30: Also ich glaube, das wäre sinnvoll.

00:27:31: Man muss ja auch nicht, wenn man jetzt auf Stadtebene denkt, das Große ganz in natürlichen Blick haben, aber man kann mit in einer Sparte anfangen Modellversuch und der müsste dann natürlich gut klappen und dann auf andere Ebenen übertragen.

00:27:46: Also das könnte ich mir jetzt wieder vorstellen.

00:27:49: Du hast da manchmal noch diesen großen zentralen Punkt der Ungleichheit auch genannt.

00:27:53: In Form von der Vision, muss ich sagen, würde jetzt einfach da das irgendwie eher angepasst.

00:27:58: Das heißt, gibt es denn auch wiederum da vielleicht so verschiedene Punkte, die man strategisch aber so ausrollen könnte, die vielleicht auch zum Mehrgleichheit führen würden?

00:28:11: Das ist natürlich immer schwierig, also wir sind ja auf Stadtebene quasi, meine Ebene, und es sind Sachen, die ja eigentlich schon auf der Bundesebene auch verhandelt werden könnten, sollten müssten.

00:28:23: Ich denke ganz grundsätzlich wäre ich total für Vermögensobergrenzen.

00:28:29: Ich müsse niemandem eine Million oder auch zwei oder drei voll gern.

00:28:34: Es sind diese, ja, pervers hohen Beträge, die manche Leute haben.

00:28:41: Ja, genau.

00:28:42: Wo ich denke, nie, das kann nicht sein.

00:28:44: Es ist natürlich jetzt, wenn man es wieder runterbricht, eine Vermögensteuer wäre möglich, aber halt nicht.

00:28:49: Freiburg allein geht halt nicht.

00:28:51: Also da jetzt auf lokaler Ebene denke ich, könnte man die von einer anderen Richtung, also dass man wirklich versucht, die Untergrenzen einfach nach oben zu setzen, ist wahrscheinlich realistischer in dem Fall.

00:29:09: Wie gesagt, mit zum Beispiel einem Versuch bedingungsloses Grundeinkommen, mehr Unterstützung, auch hier mehr Unterstützung für die Menschen, dass die einfach selbst ins Laufen kommen können oder einfach diese Unterstützung dann nicht mehr brauchen, also dass die sich selber überflüssig machen.

00:29:25: Das ist auch eine der Vorschläge von Martina Linatas in ihrem Buch.

00:29:29: dass sie eben sagt, dass das eine selber mal darauf schiebt, diese, zu sagen, dass eben diese Milliardäre, dass man da einfach an diese, vor allem ans Erbschaftssteuer, dass man daran muss.

00:29:39: Man bezeigleitigt, sagt, es reicht aber nicht aus.

00:29:41: Das heißt, du musst auch vermögens aufbauen, von unten wird sie eben anstoßen.

00:29:45: Das heißt, zu sagen, dann erzähle ich, ob ich eine Summe X, die zum Beispiel jeder zum, so gestaffelt, als junger Mensch umbekommt, um da eben schon in frühen Jahren auch dann eben so ein das kompensieren zu können, dass diese starke Ungleichheit einfach vorliegt.

00:29:58: Das fand ich ein ziemlich spannender Ansatz.

00:30:00: zu sagen, als Gesellschaft gehen wir hin, investieren in junge Menschen schon rein.

00:30:03: Und das wäre für mich so ein Punkt, würde ich sagen, weil das Fan-Up vom finanziellen gibt es, glaube ich, weiterhin auch jetzt auf städtischer Ebene Aspekte, wo die Ungleichheit angehen könnte, im Sinne von, wenn man jetzt in die Stadt leidereinguckt, welche Schulen sich wo befinden zum Beispiel, wie junge Menschen dann welche Schulen sie vorfinden und Da kann man auch, glaube ich, anders nochmal investieren, unterstützen, auch gegenseitig solidarisch sein.

00:30:26: Vielleicht auch zu sagen, dass vielleicht irgendwie Stadtteile, die einfach vielleicht mehr haben, irgendwie dann Stadtteilen, die vielleicht weniger haben, irgendwie aushelfen und andersrum.

00:30:34: Das heißt, dass die vielleicht irgendwie mehr haben, da irgendwie miteinander teilen.

00:30:38: Also haben wir nochmal die Stadt als Stadt zu denken, vielleicht solidarisch irgendwie zu denken.

00:30:42: Könnte ich mir vorstellen, dass vielleicht auch so ein Punkt sein könnte, wo vielleicht Ungleichheit entgegenwirken könnte oder diese Begegnungsräume.

00:30:50: Also du sagst, du hast im Gegennungsraum, der attraktiv ist, der schön ist, wo Menschen reingehen können, wo du nicht in dem Fall konsumieren musst.

00:30:58: Da können auch, glaube ich, alle Menschen im Jahr stattfinden, oder nicht?

00:31:04: Ja, glaube ich schon.

00:31:05: Also das hieße aber, also verschiedene Stadtteile, verschiedene Schulen.

00:31:15: Also wenn jetzt eine Schule mehr Raum bieten würde oder zusätzlich gäbe es einfach so Räume, wo man sich treffen kann.

00:31:21: Das wäre sicher gut.

00:31:23: Jetzt haben natürlich auch die Stadtteile, da haben jetzt zum Teil auch so ein bisschen Ghetto-Charakter, also in Herdmann-Wohnungen die ganz reichen und in Weingarten die ärmeren.

00:31:32: Du hattest so einmal gesagt, so wenn man jetzt quasi Austausch innerhalb von Freiburg hätte, dass man verschiedene Schulen, Schüler verschiedener Schulen zusammenbringt, das wäre ja sicher auch eine Maßnahme, die zumindest viel Verständnis für andere Leute wecken würde.

00:31:53: Ich habe gesagt, die Idee von dem Podcast ist ja, Ideen laut auszusprechen, Visionen zu teilen, ob dann die Leute sich bedienen können, Fernabwirkungen im Wahlentscheidung, die angetroffen wird.

00:32:03: Das heißt, was wäre denn, würde ich sagen, das Gast eine Summe X?

00:32:07: Und die Summe X steht dann eben der Stadtteil Haslach und Herr Land zur Verfügung.

00:32:13: Aber gemeinsam.

00:32:14: Das heißt, dann müssen die gemeinsam oder können die gemeinsam, wenn sich da einigen, mit der Summe X eben etwas auf die Beine stellen.

00:32:21: Oder eben litten weiter und Landwasser.

00:32:25: Dass man sagt, du hast aber so eine Summe X und dann, das könnte auch vielleicht auch Schulen sein.

00:32:28: Dass man sagt, du hast dann Schulen aus den Stadtteilen.

00:32:31: Du wirst da irgendwie etwas bekommen, um dann eben was Gemeinsames zu entwickeln.

00:32:36: Und so vielleicht Anreize zu schaffen, dass einfach vielleicht Menschen aus verschiedenen Stadtteilen am Tisch sitzen, über etwas, was irgendwie leicht konstruktiv, was förderlich ist, für beide irgendwie und sich anders begegnen.

00:32:48: Weil ich tatsächlich auch glaube, das wären so als Beispiel mögliche Ansätze, um erst mal vielleicht wieder irgendwie zueinander zu finden, was vielleicht vorher nicht irgendwie zueinander gefunden hat.

00:32:58: Zeitgleich kann ich mir auch vorstellen.

00:33:03: dass man vielleicht also fernab von von solchen Geschichten diese Ungleichheit auch mal anders auch nochmal fördern kann.

00:33:09: also auf anderen Ebenen das heißt so zu überlegen auch vielleicht in also Stadtteil gedacht.

00:33:15: das heißt im Sinne von dass du eben schaust, was habe ich für Akteure in Stadtteilen und was sind die eigentlich vielleicht auch bereit irgendwie zu investieren?

00:33:22: Und ich habe, meiner Fahre ist eigentlich schon, dass du viele Akteure in Stadtteilen hast, die eigentlich schon mit einer Tisch sitzen würden, Ressourcen investieren wollen würden, ob es jetzt Zeit ist, ob es Geld ist, was auch immer, um Projekte anzustoßen.

00:33:35: Und für mich aber irgendwie, ich habe einen Eindruck, dass da doch wieder die Räume fehlen, wo man zueinander findet und genau solche Ideen entwickelt.

00:33:42: Weißt du, warum dann die Beginnungsräume wären?

00:33:44: Ich weiß es nicht.

00:33:47: Ja, aber das wäre doch schon mal ein erster Ansatz, quasi, dass man zwei eher gegensätzliche Viertel zusammenbringt, indem man sagt, hier ein Projekt zusammen.

00:33:56: Ich finde es ja auch immer einfacher, sage ich mal, wenn es in irgendwelchen Strukturen stattfindet.

00:34:00: Also, wenn ich jetzt mit der Schule irgendwas mache, dann bin ich halt automatisch dabei, dann muss ich mich nicht individuell entscheiden, jetzt tatsächlich mich in einen neuen Kontext zu begegnen.

00:34:10: Viel, viel einfacher und ich glaube auch effektiver, weil es dann ja... Wenn man sich selber für etwas entscheiden muss, dann ist ja schon gleich wieder eine gewisse Selektion da, sage ich jetzt mal.

00:34:20: Also die Leute, die sich das halt trauen machen mit und in den anderen Fallen halt hinten runter.

00:34:25: Und von dem her fände ich das jetzt tatsächlich über eine Schule eine gute Sache.

00:34:30: Oder nimm die Geschichte, habe ich auch glaube schon ein, zweimal erwähnt, was du in Wien hast oder in anderen Städten.

00:34:35: wo du aber dieses Quartiershäuser hast, wo dann eben teilweise Wohnung hast, die identisch sind.

00:34:42: Und was dann jemand, der weniger Geld hat, in der gleichen Wohnung lebt, wie jemand, der mehr Geld hat, weil der mehr Geld hat, einfach dann mehr Miete zu halten.

00:34:49: Das heißt, wenn du solche Sachen einfach auch nicht in Random an verschiedenen Stellen hättest, sondern als Stadt sagen würdest, also wir wollen, wie du es vorhin beschrieben hast, dieses Wir wollen den Menschen im Mittelpunkt rücken und das kann man ja als Stadt auch vorleben.

00:35:02: Auch da zu sagen, als Stadt, hey, wir setzen ganz gezielt eben das jetzt strategisch an vielen Stellen immer mehr und mehr im Prinzip um, um so ein Solidaritätsraum überhaupt zu schaffen, erlebbar zu machen, der wiederum als Kultur ja sich in die Stadt reinwirken kann oder nicht?

00:35:16: Ja, ja, ist sicher eine gute Idee.

00:35:18: Es gibt ja schon auch diese, wie heißt das mit?

00:35:21: Nicht-Mindpreis-Bindung, also so.

00:35:23: Teile, also es heißt ja immer, wenn neu gebaut wird, muss ein bestimmter Prozentsatz für ...

00:35:27: Das Genossenschaften, nein, so vielleicht.

00:35:29: Nee, für ärmere Menschen, also ... Ach so.

00:35:32: Soziale ...

00:35:33: Genau, ja.

00:35:35: Und das fällt ja aber, finde ich, relativ schnell raus dann wieder.

00:35:38: Und dann wird es ja doch wieder sehr einheitlich.

00:35:41: Also, dass man da einfach auch dran bleibt und diesen sozialen Wohnbau ... Ja, der muss wieder viel, viel stärker gefördert werden.

00:35:49: dass Leute wohnen bleiben können, wo sie wohnen oder überhaupt eine Möglichkeit haben, zum Beispiel in der Innenstadt oder so zu wohnen.

00:35:58: Vor allem für mich ist das tatsächlich mit dem Punkt, mit dem sozialen Wohnbau.

00:36:01: Und es ist ja nicht nur, ich habe sozialen Wohnbau, sondern die Frage ist eben auch, wie wohnen die Menschen?

00:36:05: Deswegen mache ich dieses Quartier, dieses Quartiershäuser.

00:36:10: Wenn du halt eben sagst, die sind auf engstem Raum durchmischt, dann macht das was.

00:36:15: Ja, absolut.

00:36:15: Und nicht eben zu sagen, du hast einfach hier Wohnungen, da Wohnungen, da ist wir so eine Trennung drin und da ist irgendwie halt ein günstiger und da ist irgendwie, also ich glaube, die ist das Menschen eher wirklich auf engerem Ort irgendwie zusammenkommen müssen und tatsächlich Menschen aus sehr, sehr verschiedenen Bereichen, also bestenfalls.

00:36:32: Hast du dann eben nicht sowas vielleicht wie Erdern oder vielleicht auch Zeringen und irgendwie dann die andere Stadtteilteile, wo du sagen willst, du bist in zwei für die verschiedenen Städten, sondern zu sagen, eigentlich hast du dann eine gute Durchmischung, weil jeder Stadtteil für sich etwas Besonderes hat.

00:36:46: Und es kann ja beide genau so her gepflegt werden, aber einfach eben noch mal das Potenzial zu entfalten, indem wir einfach dann einfach Dinge stattfinden können, vielleicht zuvor nicht stattgefunden

00:36:54: haben.

00:36:56: Apropos Wien.

00:36:58: Ich war da vor zwei, drei Jahren und auch im Kino.

00:37:02: Freiluftkino.

00:37:03: Und was ich da total beeindruckend fand, war, die haben so Werbung aber praktisch so auf Wien oder Österreich beschränkt.

00:37:10: Also so was, da wurde zum Beispiel aufgeklärt über Mülltrennung

00:37:15: und so.

00:37:16: Und das sind ehrlich gesagt Dinge, die ich als Erwachsener, wenn ich keine Kinder hab und nicht logo oder plus guck, auch nicht weiß.

00:37:24: Und die haben das einfach da so für alle mal so dieses Wissen um.

00:37:27: okay, du machst jetzt den.

00:37:29: den Alu-Deckel vom Joghurt ab damit und so weiter.

00:37:32: Also es waren so Kleinigkeiten, aber ich fand es total gut.

00:37:35: Einfach so ein Wissen, das eigentlich jeder haben sollte, aber tatsächlich die wenigsten haben und ich schließe mich da ein.

00:37:43: Also einfach so praktisch das unter die Leute zu bringen, aber auch so gar nicht so jetzt mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern eigentlich auch eher so auf eine unverbindliche, lustige Art oder auch so eine, zum Teil gab es dann so.

00:37:56: Plakate, da stand dann drauf Anna, aber du bist toll, Oma, du bist einzigartig.

00:38:01: Und ich fand es so eine nette Art, zu zeigen, wenn man irgendwie einen Leuten Komplimente macht oder ihnen sagt, dass sie was wert sind, also dass man sie merkt, ich fand es, es hat mich immer lächeln gemacht, quasi.

00:38:17: Und das wäre ja was, was definitiv eine Stadt tun könnte.

00:38:20: Das würde ich glaube ich wieder so verstehen und welche Kultur man vorliebt.

00:38:27: um dann das vielleicht irgendwie wachsen zu lassen, zu fördern, zu unterstützen und zeitgleich auch so ein Aspekt von klügerwärmende Stadt.

00:38:35: Ja.

00:38:36: Weil es ja schon etwas, was man glaube ich auch irgendwie aktiv angehen muss, zu sagen, wir haben eine Welt, die super komplex ist und da musst du eigentlich als Stadt dir auch Gedanken machen, wie wir gemeinsam klüger werden können.

00:38:47: Und noch als Stadt eben auch an die Verantwortung dazu übernehmen zu sagen, geh lass uns irgendwie, ob sie zu Videobeiträge sind oder in welchen Formen auch immer, vielleicht gibt es noch andere interessante kreative Formate, wo man sagen kann, dass Menschen einfach aufgeklärt werden.

00:39:00: Ja, also aufgeklärt ist das eine, aber ich denke auch, es wurde dort so ein Stück weit einfach runtergebrochen.

00:39:05: Also es wurde plötzlich so plastisch, so einfach gemacht.

00:39:11: Die Komplexität war ja trotzdem da, aber man hatte plötzlich so eine klare Handlungsanweisung mit positivem Output quasi und das fand ich irgendwie fön.

00:39:20: Sehr schön.

00:39:22: Gibt es noch eine Idee, was man tun könnte, um dahin zu kommen?

00:39:26: Also ich glaube, das Thema Obdachlosigkeit hat es nur noch angeschnitten, aber da gibt es ja, glaube ich, auch so dieses Paradebeispiel auf Vinland.

00:39:34: Wo sie, glaube ich, die Obdachlosigkeit fast auf Runder, auf Nullprozent runtergefahren haben oder es erreicht haben.

00:39:40: in demsel, wenn ich es richtig gelesen habe, völlig unbürokratisch Wohnraum zu

00:39:46: füllen gestellt habe.

00:39:48: Das heißt, du musst es nicht irgendwie X-Kriterien erfüllen und Sachen ausfüllen, sondern hast brutal schnell einfach einen Wohnraum bekommen, sehr unkompliziert und konntest du einfach erst mal wieder für dich einen Raum haben, wo du duschen kannst, schlafen kannst, dich organisieren kannst.

00:40:01: und so haben die sich dann eben relativ schnell irgendwie für sich irgendwie wieder Sachen in die Hand nehmen können, organisieren können, die sie zuvor einfach so nicht geschafft hätten.

00:40:12: Das war nicht eigentlich ein ganz spannender Ansatz.

00:40:13: Und ich kann mir vorstellen, dass das in Freiburg ja auch machbar sein müsste oder nicht.

00:40:20: Da bin ich mir jetzt nicht immer ganz sicher.

00:40:22: Also ganz grundsätzlich denke ich ja, müsste das möglich sein mit Raum und Geld.

00:40:27: Ich bin mir nicht immer ganz sicher, inwieweit jetzt in dem Fall Obdachlose selber mitmachen würden.

00:40:35: Also ich glaube, da braucht es auch einfach Manor oder Womanpower, um das zu unterstützen.

00:40:40: Da braucht es Leute, die da sind, mit denen man sprechen kann, weil ich habe da vielleicht Vorurteile.

00:40:48: Also ich glaube, einfach diese Eigeninitiative fehlt ja da wahrscheinlich oftmals und die muss ja erst mal wieder gestärkt werden.

00:40:55: Also ich bin ja mal der Freund von Eims Rat nicht neu erfinden.

00:40:58: Das heißt, wenn er sich irgendwo was bewährt hat, dann müsste man einfach genau hinkucken.

00:41:01: Das heißt, für mich war der Punkt, wir haben dann die konkret umgesetzt.

00:41:04: Das war echt ledervoll.

00:41:05: Das ist nicht so simpel, wie ich das erzählt habe, sondern das durchaus eben auch Menschen dahinter standen, die eben gewisse Dinge getan haben, kritisiert haben, unterstützt haben.

00:41:13: Aber so vom Robenwerfer, was so der Ansatz war, wollte ich irgendwie erklären.

00:41:21: Gibt es vielleicht noch eine Vision oder Umsetzung, vielleicht auch wieder ein Stadtteil selbst?

00:41:24: Also man sagt, wir dahin kommen.

00:41:27: Also verzehren.

00:41:29: Wie gesagt, ich hätte gerne noch ein oder zwei Kneippen mehr.

00:41:33: Oder ein Kaffee.

00:41:34: Nee, also Kaffee sind wir eigentlich relativ viele.

00:41:39: Das ist möglich.

00:41:40: Da gibt es bestimmte Träumlichkeiten irgendwo, da müsste nur jemand Lust drauf haben, das zu machen.

00:41:45: Vielleicht hört ja jemand zu, kann er sagen, weißt du was?

00:41:47: Eigentlich habe ich immer genau darauf gewahrt auf diese Botschaft.

00:41:50: Input.

00:41:50: Genau, genau, jetzt leg ich los.

00:41:53: Wer weiß, wer weiß.

00:41:54: Und dann nächstes Jahr dann Bierchen, wie auch immer.

00:41:58: Oder du

00:41:58: selbst.

00:41:59: Man sagt, das ist das beste Szenarium zu sagen.

00:42:02: Etwas, was mir fehlt, mache ich selbst.

00:42:04: Also ein bisschen diese Idee von... Bücher, die ich gerne lesen würde, schreibe ich selbst.

00:42:09: Und vielleicht eben Kneipe, die mir fehlen, schaffe ich selbst.

00:42:12: Gut, ich glaube, das ist jetzt eher unrealistisch.

00:42:16: Vielleicht sind die Kinder, wer weiß,

00:42:17: keine Ahnung.

00:42:17: Ja, das könnte natürlich sein, ja.

00:42:19: Die Kinder Kneipe, das ist mir auch eine coole Sache.

00:42:21: Das stimmt, das wäre toll, ja.

00:42:23: Von zwei bis sechs abends.

00:42:28: Ich habe noch zwei, glaube ich, Fragen offen.

00:42:31: Das eine ist, hast du eine Frage noch mal nicht irgendwie?

00:42:34: im Rahmen dieser OB-Kandidatur und das zweite wäre einfach, was noch offen wäre, gibt es vielleicht doch noch ein Thema, wo du sagst, steht auf dem Zettel oder hast du ihm abgespeichert, was wir nicht angeschnitten haben, was du gerne ansprechen möchtest, weil das Ziel ist ja, auf einem Podcast sich so viel Zeit zu nehmen, dass wirklich alles, was Menschen eigentlich beschäftigt und was sie im Kopf haben, auch dann dementsprechend mit anderen Menschen teilen

00:42:57: können.

00:42:59: Mich interessiert, wie viel du nachts schläfst.

00:43:04: wenig Zeit tatsächlich wenig muss ich zugeben.

00:43:07: Und mein Kopf immer ratt hat irgendwie.

00:43:09: Aber ich glaube gar nicht, dass es so jetzt mit der OB Kandidatur zu tun hat.

00:43:13: Es ist bei mir einfach ein Dauerzustand, die Leute, die mich kennen, die wissen, dass einfach zu viele Baustellen, viele Kinder, genau.

00:43:21: Und deswegen ist bei mir immer schwierig irgendwie runterzufahren.

00:43:24: Ich versuche es ein bisschen so.

00:43:27: runter zur Fahrt über Spaziergänge, das heißt, ich spaziert relativ viele, ich versuche jetzt auch wieder mehr zu lesen, einfach Dinge zu tun, die mich irgendwie nochmal runterholen.

00:43:35: Genau, nicht diese tausend Baustellen zeitgleich.

00:43:40: Ja, die tausend Baustellen, das beeindruckt mich ja schon immer mal wieder, weil so, das würde ich mich schaffen.

00:43:47: Von dem her war das die Frage, wie kriegt man das alles unter einen Hut, ohne überall nur rumzuschludern, tust du ja nicht.

00:43:56: Das macht es aber schwierig.

00:43:57: Das macht es sehr schwierig, weil wenn man an sich selbst auch ein Güssenanspruch hat, dann wird es sehr intensiv.

00:44:04: Das heißt, du, da ist doch schon relativ viel Energie liegen.

00:44:08: Und ich glaube, bis jetzt ist es so, dass die Energie, wenn man holt, auch dann von der Familie, von Freunden, das ist schon etwas, was mir viel Kraft darum auch dann gibt.

00:44:17: was auch dann auch ein eicht und auch das auch wieder das Wesentliche aus dem Blick verliert, war es so ähnlich wie diesen Prozess, das beschrieben, was wir diesen Läden um Versuchssachen effizienter zu gestalten, auch teurer zu gucken.

00:44:28: Ja okay, aber worum geht es uns eigentlich?

00:44:30: Und dann eben, vielleicht eben das, wie zum Beispiel eben, gemeinsam Zeit zu verbringen, mit Menschen, die einen lieben, die man um die schätzt, dass es eigentlich im Grunde eigentlich hauptsächlich darum geht.

00:44:41: Ja, dann habe ich noch eine Frage.

00:44:47: Und zwar, weil sie jetzt halt im Podcast ein bisschen vermisst haben, waren tatsächlich so nochmal ganz andere Perspektiven.

00:44:54: Zum Beispiel hier im Edikat, die einige Serien, die finde ich so toll.

00:44:57: Also, ich finde einfach beeindruckend, so jemanden würde ich gern mal hören.

00:45:00: Also, ja, Leute aus quasi vielleicht finanziell weniger gut gestellten Schichten oder so.

00:45:10: Oder auch, du wolltest auch meinen Architekten auch noch fragen.

00:45:15: Ich kann ja zu sagen, ich habe, glaube ich, Was ich in Nachrichten verschickt schon, Architektinnen, sehr viele.

00:45:22: Ich habe keine Antwort bekommen und keine Zusagen bekommen.

00:45:25: Und das hat sich etwas, wenn du sagst, verbunden mit diesen tausend Baustellen.

00:45:29: Wenn ich also erkläre, dass ich eben x-berufliche Baustellen habe, dann vier Kinder, dann Ehrenamt.

00:45:36: Und dann jetzt diese Geschichte vor der Wahl, die sehr viel Zeit und Kraft beansprucht, habe ich tatsächlich auch wieder X-Ressource, wo ich dann Leute kontaktieren kann.

00:45:44: Das heißt, wenn Menschen sagen, ihnen fehlt was, dann kann ich nur sagen, dann kümmert ihr euch da um.

00:45:50: Das heißt, wenn du sagst, du hättest sie gerne fragst, ich bin für alles immer offen.

00:45:53: Das heißt, ich kann nur nicht leisten, dass ich irgendwie seit zwanzigtausend Menschen anschreibe und sage, hättest du Lust, ich habe das ja in manchen Stellen, habe ich schon wie gesagt X-fach nachgehakt, weil ich gesagt habe, die Perspektive fehlt mir.

00:46:04: Aber es ist dann tatsächlich gar nicht so einfach.

00:46:07: Ja,

00:46:09: also gut, ich frag dich.

00:46:12: Vor Grunde hätte ich auch wirklich mal jetzt, wenn wir schon Stadtfreiburgsprechen interessieren, wie zum Beispiel jemand, der bei der Müllentzorgen arbeitet, was die zu sagen haben oder jemand in der Verwaltung tatsächlich.

00:46:25: Auch danke der Sagen.

00:46:26: Über der Stadtverwaltung haben wir auch schon ein paar Leute gefragt gehabt, die haben gesagt, die können das nicht tun.

00:46:30: Einfach wegen der OB-Wahl, weil sie eben sagen, die würden eine Erre bekommen mit ihrem Arbeitgeber, weil sie eben dann, auch wenn ich immer wieder erkläre, dass dieser Podcast ja nicht irgendwie eine Wahlwerbung für mich ist, sondern eigentlich die Themen im Mittelpunkt drücken soll.

00:46:44: wird es trotzdem nicht so gesehen und verstanden.

00:46:46: Und das heißt, ich habe tatsächlich von der Stadtverwaltung, da bekomme ich keine Menschen ans Mikrofon.

00:46:51: Ja, schade.

00:46:54: Gut, da müsste vielleicht eine andere Verwaltung sein.

00:47:05: Manche Ideen hier im Podcast mich eingeschlossen habe ich ja so ein Eindruck.

00:47:09: Also manchmal ist es ja nicht sehr konkret.

00:47:12: Und wie kann man das Kondensieren.

00:47:15: Du fragst natürlich uns, wie kann man das kondensieren?

00:47:17: Ich frage jetzt mal zurück.

00:47:21: Das Ding ist, dass in der Sache, die ich ja versuche anzubieten und zu vertreten, liegt ja die Antwort drin, dass ich wieso ich das jetzt gar nicht sagen kann, dass es der Schritt und der Schritt und der Schritt sein kann, weil es ist undemokratisch zu wäre.

00:47:35: Das heißt, ich weiß, also ich werde keine gute Lösung finden.

00:47:41: die wirksam und nachhaltig ist, wenn ich sie vorgebe.

00:47:45: Das heißt, diese Lösung muss mit Leuten gemeinsam entwickelt werden.

00:47:47: Wenn wir jetzt über einen Stadtteil Zehring sprechen, müsste es dann machen, einen Tisch geben, einen Format geben, eine Form geben, wo Menschen, die unterschiedliche Lebensrealitäten haben.

00:47:57: mit dabei sind und dann drüber nachdenken und überlegen und sagen, das und das müsste mich so und so aussehen.

00:48:03: Und dann kannst du gemeinsam einfach dann Lösungen finden, die tatsächlich greifen.

00:48:07: Und drum ist dieses, wenn man sagt, das ist nicht so konkret und sagt uns mal, ich hätte kein Wahlprogramm und so, aber das ist ja der Punkt, was so schwer zu kommunizieren ist.

00:48:15: Das heißt, wenn ich sage, ich möchte die Strukturen und Prozesse verändern, dass sie demokratischer sind, dann ist es eigentlich das Programm.

00:48:21: Das heißt so ein bisschen, du kennst die Barcams ja auch.

00:48:24: Und das Programm ist inhaltlich, bestimmt sei dann du.

00:48:28: Mir geht es darum, in Rahmen zu schaffen, wo Menschen befähigt werden und unterstützt werden, sich zu beteiligen.

00:48:34: Sei es dann eine Ressource bekommen, ob es finanziell ist, ob es eine räumliche Ressource ist, was auch immer.

00:48:41: dass sie einfach etwas an die Hand bekommen, um dann eben das, was sie beschäftigt, das, was sie vielleicht auch mit der Gesellschaft teilen können und die Gesellschaft bereichern können, dass das einfach möglich ist.

00:48:52: Und das wäre so der Gedanke.

00:48:53: Das ist so die Idee dahinter.

00:48:54: Und alles, was wir vorhin so genannt haben, auch mit der Kultur, was man fördern könnte, das sind alles Sachen, die da mit reinwirken.

00:49:00: Es hört sich auf, wir sind nach Kleinigkeiten, aber es ist keine Kleinigkeit.

00:49:03: Das heißt, je nachdem, welche Idee du hast von dem OB-Amt, würdest du auch diese Kultur wiederum kommunizieren.

00:49:08: Ich habe jetzt vor Wann war es letzte Woche, glaube ich, habe ich einen Vortrag gehalten beim RP.

00:49:14: Ganz ab Tatum sieben waren dann da und habe ich eines Leid gehabt, wo ich dann erklärt habe, dass ich meine Arbeit berichtet habe.

00:49:21: weil ich auch wie mit Schulleitungen arbeite und anderen Leitungen auf dem CSL und sonstigen Sachen.

00:49:25: Und dann eben gesehen habe, es ist tatsächlich immer der gleiche Punkt.

00:49:28: So wie Leitungen mit den Menschen, die unter ihnen sind, gemeinsam arbeiten.

00:49:33: Das prägt wiederum wie die nach unten arbeiten.

00:49:36: Das heißt, wenn du willst, dass zum Beispiel also Schüler ein sowas wie demokratische Kultur erleben, dann müssen Lehrkräfte demokratische Kultur erleben.

00:49:45: Also müssen Schulleitungen mit Lehrkräften so arbeiten.

00:49:47: Wenn wir auch Schulleitungen haben, möchtest du ihnen mal so arbeiten, musst du mit Schulleitungen so arbeiten.

00:49:51: Das heißt, je nachdem, wenn du eine Spitze in der Person hättest, die dementsprechende demokratische Kultur im Kopf hat und eine Vision hat, wie sich so eine Stadt in die Richtung entwickeln kann, dann wird diese Person dementsprechend an diese Punkte so setzen, dass begünstigt wird, dass Menschen in diese Richtung denken.

00:50:08: Und das ist eben so der Aspekt, wo ich sage, Ich kann jetzt nicht so eine Liste mit tausend Sachen, die man machen müsste, sagen.

00:50:16: Ich kann nur zumindest die Idee vielleicht versuchen, zu vermitteln, die ich habe, dass wir einfach ein Freiburg hätten, was dann vielen, vielen Stellen, ob es jetzt in der Stadt Mitte bis über Stadtteile, einfach Räume hätte, physische Räume als auch andere Räume, wo Menschen zusammen am Tisch sitzen und sich Gedanken machen, wie diese Stadt einfach so aufstellen, dass sie einfach, dass wir ein besseres miteinander haben.

00:50:39: Und vielleicht eben auch, Das ist so ein Aspekt, der mich jetzt auch beschäftigt bei den... Ich weiß, bei Annik Neujahrs empfängt, ich glaube es bei der Fünfzig Prozent der Bürgerfeindlichst gibt.

00:50:47: Und wird immer gesagt von Politikern auch, ja, die Welt um uns herum ist ebenso und da kannst du eigentlich nichts machen.

00:50:55: Und der Punkt ist, dass du kannst nichts machen, ist eigentlich die Idee und die Erzählung von autokratischen Kräften.

00:51:01: Die wollen, dass du denkst, du kannst nichts machen.

00:51:03: Es stimmt aber einfach nicht.

00:51:04: Du kannst sehr wohl was machen und du kannst gerade als Stadt was machen.

00:51:08: Und das heißt für mich wäre der Punkt zu sagen, lass uns doch eh mal statt und so demokratisch aufstellen, dass unabhängig davon was um uns herum passiert.

00:51:17: wir eben als Gemeinschaft und als Stadtgesellschaft eben zusammenhalten und bestenfalls ins Land hineinwirken.

00:51:24: Ich kann mir das wirklich sehr gut vorstellen, dass nicht nur Freiburg für sich Dinge entwickeln würde, sondern auch wiederum eine Birkkraft hätte ins Land, leid sogar darüber hinaus, dass man sagt, hey, schau mal, eine Demokratie-Modellstadt, so kann also eine Stadt- und Stadtgesellschaft aussehen.

00:51:38: So kann man sich also diese glänzenden globalen Probleme eigentlich rüsten.

00:51:41: So kann man sich unabhängig machen von Silicon Valley und Co.

00:51:44: So kann man im Prinzip im Mittelpunkt drücken, wo Menschen eigentlich dann aufeinandertreffen, die sonst nicht aufeinandertreffen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

00:51:52: Also das wäre so die Idee vielleicht dahinter.

00:51:56: Ja, klingt gut.

00:51:58: Ja, mir fehlt dann noch einer sich, weil du Naujas Empfänger sagtest und wir hatten sie auch mal von Spenden

00:52:07: und Stiftungen.

00:52:09: Ja, dass ich da letzte Woche ein Artikel gelesen habe von einer Mutter, die eben auf auf Tafeln angewiesen ist oder auf, dass ihr Kind jetzt ein Legoset von jemandem bekommt und die dann sagt, sie muss immer dann sagen, sie bekommt das Legoset, aber das Kind bekommt auch gleichzeitig gesagt, das möge doch bitte ein Bild malen an den Spender.

00:52:29: Und das kann ich gut nachvollziehen, dass es unendlich anstrengend sein muss.

00:52:35: Und da ist aber tatsächlich, glaube ich, das Denken von vielen Leuten eben seltsames.

00:52:40: oder wie du sagst, wenn wir jetzt auch die Debatte wieder haben mit, wir sollen alle mehr arbeiten, kein Lifestyle, Teilzeit, Teilzeit.

00:52:49: Das ist ja eigentlich genau das Gegenteil von der Vision, die eigentlich gerade da ist.

00:52:54: und wie kommt meine Köpfe von den Leuten rein, also wie kann man klarmachen, dass viele individuelle Entscheidungen sind, die begründet sind und dass man niemandem vorschreiben kann, was er zu tun oder zu lassen oder einfach auch mal zu sehen.

00:53:23: Du warst ja auch oft schon von Autotismus gesprochen, also von diesem Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern oder zwischen älteren und jüngeren.

00:53:33: Und das sehe ich da überall drin im Grunde und einfach

00:53:36: mal

00:53:37: Menschen klar zu machen.

00:53:43: Das weiß ich ja nicht mehr weiter.

00:53:46: Ja, wie man da hinkommt.

00:53:47: Das ist dann dieses.

00:53:49: Ich glaube tatsächlich, dieses, was du jetzt erzählt hast, mit, dass man dann dankbar sein muss und dass man dann eben jemand hat, der gibt und jemand, der empfängt und aus dem Fall eben jemand, der irgendwie wohlhabend ist und sich dann gut fühlt, da ihm zu geben, das ist ja nicht der Punkt.

00:54:04: Das heißt, es geht nicht darum, bei Solidarität, dass ich in dem Fall wiederum eine Heldinne habe und dann irgendwie Leute, die gerettet werden müssen.

00:54:13: Bei Solidarität geht es eigentlich darum, dass wir uns irgendwie menschenwürdig und gleichwertig irgendwie begegnen.

00:54:20: Und das wär's dann nicht an der Stelle.

00:54:22: Und ich glaub aber, dass da wiederum auch Menschen eigentlich offen sind, wenn man das denen so aufzeigt, was es bedeutet.

00:54:27: Ich hab gestern auch zwei, drei lange Gespräche geführt mit verschiedenen Menschen, auch zu so einem Themenfeld, wo ich dann gemerkt habe, bei denen er's echt gerattert.

00:54:35: Deswegen, ich glaub einfach, wir haben die Zeit einfach dafür nicht.

00:54:39: Und die wird's einfach sich nicht genommen, die muss man sich nehmen.

00:54:41: Das wäre für mich auch so ein Konzept zu sagen.

00:54:43: Lass uns echt nie ein Lug treten.

00:54:44: Lass uns mal, da kann man ja aufzeigen, sagen, was man auf.

00:54:47: Das, was wir jetzt gerade so haben, das fühlt sich gut an für dich, aber für die andere Seite nicht.

00:54:52: Und das ist ein Problem.

00:54:54: Und auch wenn du jetzt ein guter Intention hast, aber eigentlich in der Sache ist es nicht gut, weil es eigentlich wiederum den Menschen von dir abhängig macht, von deinem wohlwollend abhängig macht und nicht eben für diese Würde gibt, die eigentlich verdient und die auch bräuchte.

00:55:08: Und das lassen wir uns in dem Fall einen Rahmen finden.

00:55:10: Wo einfach wo es irgendwie für alle passt.

00:55:13: ich habe jetzt ich habe es irgendwo jetzt kann es nicht gucken was das händi aufzeichnet aber ich habe eine tits gemacht.

00:55:17: tatsächlich in dem buch von martin anita das gab es ein zitat von ich glaube michl payne heißt er glaube ich ich krieg es nicht irgendwie hin aber da ging was auch nach dem mutter und ich möchte nicht wie er es gesagt dass irgendwie jemand Gut, herzlich ist und Sachen spendet, sondern ich möchte Gerechtigkeit.

00:55:36: Und was waren so zwei Sachen, die so gegenübergestellt wurden, wo ich dachte, ja genau, das bringt es eigentlich super gut auf den Punkt.

00:55:43: Einfach zu sagen, eben nicht diese Machtungleichheit oder die auch wiederum... weiter hinaufrecht zu halten, aber nur mit einem guten Gefühl für die eine Seite.

00:55:53: Weißt du, das Gefühl zu tun?

00:55:54: Also auch diese ganzen Stiftungsdebatte, die wir damals hatten, ist genau der Aspekt, wo ich sage, ich verstehe schon, dass Menschen gut Intention haben.

00:56:00: Aber zeigt gleich das Beste, wer, wenn du sagst, demokratisch betrachtet, du brauchst keine Stiftung, die im Endeffekt dann sagt, weil die entscheidet wiederum, was getan werden soll.

00:56:11: Wenn du was Gutes tun willst für die Stadt, dann gibt der Stadt des Geldes die Kohle.

00:56:17: Oder gibt man effekt ein Bürgerrat die Kohle und lassen Bürgernrat das entscheiden, was sie machen sollen.

00:56:22: Das heißt, du musst da nicht mal, dann machst du das dann so.

00:56:25: Das heißt, aber dann last machst du richtig demokratisch und lass die die Themen aufgreifen und das tun, was man für sie wichtig wäre.

00:56:32: Das heißt, das hat sich in die Optionen, die Stiftungen, das hätte ich hätten, zu sagen, vielleicht, wo die Stadt sagen, wir sind die Hände gebunden, vielleicht müssen wir das Geld hätten, müssen wir es dann da und da und da im Prinzip investieren.

00:56:42: Und dann kannst du als Stiftung unabhängiger agieren und sagen, ich meine, die eine, wie ist die Marlene Engelhaar und so, wie fährst du die?

00:56:49: Ja, ich bin da namentlich auch im Schirm.

00:56:51: Gibt es diese Millionärserbinder, die auch ein Buch geschrieben hat, die auch eben, glaube ich, auch eine Summe X auch mit einem Bürgernrat investiert hat und der Bürgernrat entscheidet, was ihm das Geld gemacht werden soll?

00:57:02: Also das ist ja auch so ein Ansatz, würde ich sagen.

00:57:05: Das kann auch nicht Stiftung machen.

00:57:07: Dann wärst du mich wiederum etwas, wie ich sagen würde, das wär auf Augenhöhe, das wär etwas demokratisch schwer, was Menschen im Prinzip bewegen würde.

00:57:13: Und nicht wiederum von, ich bin Gönner und du musst jetzt mir dankbar sein, dass ich in dem Fall diesen Wohlwoll an dieser Stelle ausgesprochen

00:57:20: habe.

00:57:21: Ja, genau.

00:57:21: Also Dankbarkeit grundsätzlich ist eine feine Sache.

00:57:23: Aber wenn es quasi so als Entgelt für die gute Tat ist, dann wird es fragwürdig.

00:57:31: Ja, aber um da nochmal zurückzukommen, also ich glaube einfach, dass dass viele Menschen einfach noch in diesem gönnere Gedanken praktisch verhaftet sind.

00:57:42: Oder auch meinen zu wissen, was jetzt für jemand anderes gut ist.

00:57:46: Und davon sollte man wegkommen, also mehr mit Leuten sprechen.

00:57:51: Es ist natürlich schwierig, Politik muss irgendwie Vorgaben machen.

00:57:54: Ganz ehrlich, ich wäre ganz oft froh, wenn es Vorgaben gäbe in gewissen Bereichen, aber da wird mir natürlich wieder die volle Freiheit gelassen.

00:58:01: Zum Beispiel, wie oft fliege ich in mir ein Urlaub.

00:58:04: Solche Sachen.

00:58:06: Ja, da nehmen mehr Offenheiten, mehr dran denken, dass nur weil man in bestimmte Positionen hat, nicht automatisch besser ist, mächtiger oder ja, mächtiger und besser.

00:58:19: Aber ich glaube, dass tatsächlich ein Dialog aber braucht.

00:58:21: Also ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Menschen, nicht alle, aber viele Menschen, wenn sie für sich dann diese Zeit hätten, dazu flexieren, die Rhythmen bekommen würden, glaube ich, da nochmal, vielleicht morgen, andere Entscheidungen treffen

00:58:32: werden.

00:58:32: Das ist gut möglich.

00:58:33: Ich glaube auch, dass die allermeisten eigentlich gerne gute Menschen sein möchten.

00:58:40: Die Absicht ist ja da.

00:58:41: Die Absicht, die sie haben, zeigt ja offensichtlich, dass er irgendwas Gutes tun will.

00:58:45: Und glaub dazu sagen, dass wir darüber sprechen, ob es dann auch dann diese Absicht so ist, wie es eigentlich dir vorstellt.

00:58:50: Das glaub ich.

00:58:51: der Punkt.

00:58:52: Gibt es noch eine Stelle, wo du sagst, ein Thema oder sagst, das müssen wir noch anschneiden, das wird nicht besprochen, ist ganz wichtig.

00:59:00: Na fällt mir sicher danach ein.

00:59:05: Wenn nicht, dann... Welch tatsächlich sehr dankbar für deine Zeit an dieser Stelle.

00:59:13: Das heißt, das ist nämlich eine andere Form von Dankbarkeit.

00:59:15: Das heißt, was du hast, ist auch deine Zeit, die sehr begrenzt ist und sehr wertvoll ist, hast du genommen.

00:59:21: Und eben vor allem um dein Gedanken, deine Perspektive nicht nur mit mir, sondern auch mit anderen Menschen zu teilen, was das ganze Projekt eben so bereichert.

00:59:32: Und ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht nur ich, sondern auch andere, die Menschen, die es anschauen, anhören werden, klüger hervorgehen werden aus dieser Folge.

00:59:39: Deswegen, Sandy, vielen lieben Dank für deine Zeit und eine Perspektive und deine Expertise.

00:59:43: Ja, und dir auch vielen Dank für deine Zeit und alles, was dazu gehört.

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