#deinfr Folge 27 – Zukunft beginnt vor Ort: Ein Gespräch mit Tarek Schlehuber

Shownotes

In dieser Folge von #deinfr entwirft Tarek Schlehuber die Vision eines Freiburgs, das sich von belastenden globalen Entwicklungen löst und zu neuer Lebensfreude findet. Eine Stadt, in der soziale Spaltung überwunden wird, Ungerechtigkeit aktiv angegangen wird und Wohnen keine permanente Sorge mehr ist – weil bezahlbarer Wohnraum geschaffen, Leerstand genutzt und organisch von innen heraus gewachsen wird, ohne Grünflächen zu opfern. 2034 ist Freiburg Vorreiter der Verkehrswende: klimaneutral, intelligent vernetzt und geprägt von einem respektvollen Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen. Junge Menschen, Familien und Studierende können hier bleiben, planen und leben – die Stadt gestaltet Rahmenbedingungen so, dass niemand verdrängt wird. Politik entsteht aus Aufbruchsstimmung, neuer Energie und neuen Gesichtern, die Vertrauen schaffen und Politikverdrossenheit überwinden. Begegnung wird wieder Teil des Alltags: auf Plätzen, an der Dreisam, in Parks, Cafés, Kneipen, bei Festen und Sport. Öffentliche Räume – drinnen wie draußen – laden ein zum Verweilen, Austauschen und Durchatmen.

Die gesammelten Stimmen und Gedanken können Inspiration sein – für alle, die Verantwortung in und für Freiburg übernehmen möchten, vielleicht sogar für künftige Oberbürgermeister*innen, in Freiburg oder anderswo.

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Dein Fr.

00:00:05: Heute bin ich im Gespräch mit Tarek.

00:00:08: Tarek, wer bist Du?

00:00:08: Ich

00:00:10: starte das gleich mit einer sehr spannenden Frage.

00:00:13: Mein Name ist Tarek, Schläuber mit Nachnamen.

00:00:16: Ich bin seit mittlerweile zwanzig Jahren hier in Freiburg.

00:00:20: Ich bin eigentlich gebürtiger Hesse.

00:00:22: Ich hatte damals mein Medizinstudium hier runter verschlagen und habe mittlerweile in eigener Praxis niedergelassener Autopäde.

00:00:30: Papa von zwei herrtollen Kindern, die hier auch in Freiburg hier unwesend reiben mittlerweile mit neun und sechs.

00:00:37: Ich

00:00:37: habe dann

00:00:38: im Laufe des Studiums hier meine Frau kennengelernt in Freiburg, die auch Freiburgerin ist gebürtig.

00:00:44: Und dann an einem kurzen Berlinaufenthalt, wo es uns beide nochmal in eine große Stadt verschlagen hat, dann auch hier unten mit mir gemeinsam den Anker sozusagen werfen wollte rund um die Familiengründung.

00:00:55: So dass wir uns hier jetzt ja seit vielen vielen Jahren schon ein sehr sehr heimliches Nest gebaut haben und für mich als Dörfler und Hesse wie gesagt hier einfach mal eine zweite Heimat entstanden ist.

00:01:07: Wo sind wir gerade in Freiburg?

00:01:09: Wir sind hier direkt an der Ortsgrenze, also wir gehören noch zu Unterviere.

00:01:13: Die andere Seite trüben ist schon Merzhausen, sodass hier die Straße zweimal von der Müllerpfur frequentiert wird und manchmal auch gar nicht so einfach zu finden ist.

00:01:23: Für verschiedene Booten oder Bestellungen oder wie auch immer.

00:01:26: Aber für uns ja, wir orientieren uns sowohl in Richtung Viere sozusagen auch noch als Alta aus alter Verbundenheit.

00:01:33: Haben vorher in der Viere, also zentraler noch in der Viere gewohnt, haben aber gleichzeitig mit Metzhausen einfach den Stadtteil, der sich für uns auch anbietet für sämtliche Marktgänge, Einkäufe und so weiter.

00:01:45: Gibt es noch was, was man mit dich wissen sollte?

00:01:49: Ja, ich bin ein sehr aktiver Mensch, bin sehr umtriebig, bin auch mittlerweile hier in Freiburg doch in ja vielen Teilbereichen verwurzelt, sei es im Sport, bin Sportvorstand bei der FT, war selber hier lange aktiver Fußballer bis dann auch so das ein oder andere eigene Problemchen kam.

00:02:07: Hab dann aber immer für mich Sportarten gefunden, die mich begeistern, die mich auch hier mit den Freiburgern und Freundeskreis erweitert im Freundeskreis in Verbindung bringen.

00:02:16: Ich bin ein sehr, sehr aktiver Mensch.

00:02:18: Einfach sehr viel draußen unterwegs.

00:02:20: Ich hab immer schon den nächsten Schritt sozusagen vor Augen.

00:02:24: Fällt mir schwer still zu sitzen und bin dementsprechend.

00:02:28: Viele

00:02:28: mit dir.

00:02:29: Ja,

00:02:29: ich will grad sagen, vielleicht sitzen wir auch deswegen hier oder haben wir zwei.

00:02:33: Hab immer Lust auf Projekte, bin immer offen für Neues und sicherlich jetzt einfach inner.

00:02:39: Ja, für mich sehr interessante Lebensphase.

00:02:41: Bin jetzt Anfang vierzig.

00:02:43: Hab mir so die ersten Hörner abgestoßen, was so die auch eigene, ich sag mal, Charakterbildungssinnfindung angeht.

00:02:50: und jetzt in das sehr für mich relativ ruhige Lebensphase, muss ich sagen, beschauliche Lebensphase, die mir aber auch sehr, sehr viele Raum Verneues gibt und bin extrem gespannt auf das Gespräch heute Abend.

00:03:01: Glaube, dass ich da auch das eine oder andere an Themen öffnen würde, die vielleicht mir auch mal wieder so einen kleinen Start geben oder mich anregen und deswegen bin ich da extrem gespannt, was auf mich zurollt heute Abend.

00:03:12: Du hast schon vorhin angeneutet, dass ihr mal einen Auslook nach Berlin gemacht habt und auch wir dann zurück irgendwie in die Heimat gefunden habt.

00:03:19: Was sind denn so Punkte, wo du sagen würdest, die, wenn es du besonders schön oder besonders gut an Freiburg?

00:03:26: Ich muss persönlich sagen, und das klingt jetzt vielleicht plakativ, aber ich habe mich einfach in die Stadt verliebt.

00:03:32: Also für mich bin jetzt kein Mensch, der jetzt wirklich an Zufälle glaubt, sozusagen und sagt Zufälle bestimmen unser Leben, aber das ist ja doch.

00:03:41: Wenn man jetzt aus Mittelhessen kommt und dann nach dem Abitur sagt Mensch was soll ich denn machen?

00:03:45: und dann ist es das Medizinstudium, dann bewirbt man sich, dann war es bei mir in der Tat erst so, ich habe von Mainz und Heidelberg zu sagen bekommen von Freiburg eine Absage und bin dann quasi nachgerückt nach Freiburg und dann war das für mich so und ich bin hier runter gefahren, habe mir diese Stadt angeguckt.

00:03:59: ... so ein Tag oder so eine Phase erwischt.

00:04:02: Da war hier dieses zentrale Stadtfest.

00:04:04: Es war einfach wunderschönes Wetter.

00:04:05: Es war so ein ganz lauschiger Abende und irgendwie war das für mich natürlich ... ... ich komme aus dem Zwei-Tausend Seelendorf, war das einfach eine Welt.

00:04:11: Da hat es von Anfang an so zack gemacht.

00:04:14: Und der Blick in den Schwarzwald, der Blick in die Vorgäsen, ... ... dann natürlich dieses ganze Touri-Programm gemacht, was man so machte.

00:04:20: Und für mich war das einfach so eine Größe.

00:04:23: Diese Stadt, die mir einfach schon sehr groß wirkte.

00:04:26: Und gleichzeitig merke ich natürlich jetzt nach zwei Jahrzehnten, dass diese Größe aber auch doch irgendwo ja relativ geschlossen ist.

00:04:34: Die Abstände sind nah und kurz.

00:04:36: Und das war für mich natürlich mit diesem kurzen Berlinausflug, denn ich persönlich jetzt auch gar nicht gebraucht hätte.

00:04:42: Also das war klassisch so.

00:04:43: dass meine Frau als Freiburgerin natürlich gerne auch mal raus wollte, was anderes sehen wollte.

00:04:48: Und dieses Rückkommen hierher hat dann einfach wieder gezeigt, wie diese, ich sage mal, perfekte Größe, Struktur, die hohe Lebensqualität und natürlich auch als aktiver Sportler dieses Umfeld hier einfach, hat es für mich sehr, sehr attraktiv gemacht und das bestätigt sich auch über ein viel Reisen in den letzten zehn, fünfzehn Jahren.

00:05:07: Ich merke jedes Mal, wenn ich mal länger als fünf, sechs, sieben Tage weg bin und wir kommen zurück und ich sehe so meine zwei, drei bekannten Punkte und Pfeiler.

00:05:15: Es ist einfach so ein Ankommen und so eine Freude.

00:05:18: Und das habe ich hier in der Tat hier round.

00:05:21: Also ich habe hier keine Phasen, wo ich sage, jetzt hängt mal wieder der Nebel und die Investionswetterlage irgendwie zwei Wochen drin.

00:05:27: Es ist immer.

00:05:28: Was zu tun, du hast diese relativ quierliche aktive Stadt gleichzeitig aber auch das Umfeld.

00:05:33: Und dementsprechend, ja, ich bin hier, muss ich einfach sagen, unschlussglücklich, es passt einfach.

00:05:39: Was würdest du sagen, oder was soll ich gleich an die Frauen der Bekannten sagen?

00:05:43: Was sind denn so Werte, die dich antragen?

00:05:45: Du hast schon gesagt, dass du relativ viel machst, hast ein paar Sachen auch aufgezählt vorhin.

00:05:49: Aber was, was wären so die Werte, die dem Motor sind bei all dem, was du tust?

00:05:54: Also ich... Glaube ist immer schwierig, wenn man das so ein bisschen klar ist, sind natürlich Themen, die man auch selbst reflektiert.

00:06:00: Deswegen darf ich mich selbst so sprechen, ist jetzt auch nicht unangenehm.

00:06:04: Ich bin ein sehr aktiver Mensch und ich habe gleichzeitig aber auch von Hause aus ein relativ festes Werdesystem sozusagen mitbekommen.

00:06:14: Ich bin nicht christlich groß geworden, aber zumindest mit einem Haus voller Menschenliebe, würde ich sagen.

00:06:20: Das ist sicherlich ein Wert, den meine Eltern ganz tief in mir verwurzelt haben.

00:06:25: Ich will jetzt nicht so weit gehen zu sagen, das hat mich dann auch nie Medizin geführt, aber natürlich ist so.

00:06:29: der Kontakt mit Menschen, der Austausch mit Menschen, das Begegnen auf Augenhöhe ist sicherlich eine Sache, die

00:06:37: ich

00:06:38: sehr, sehr aktiv betreibe, wenn man so formulieren möchte oder wo man sagen würde, es fällt mir leicht.

00:06:43: Also ich komme sehr schnell in Kontakt und Das ist mir auch sehr wichtig.

00:06:47: Zweites sicherlich, ich versuche immer wieder auch mich selber zu hinterfragen bezüglich meines meiner Entwicklungen, unseres Lebensstils hier und so weiter.

00:06:57: und ich hoffe zumindest, dass ich so selbst reflektiert bin, dass ich weiß, wie privilegiert ich groß geworden bin, auch lebe, dass ich mir ein Leben in dieser Stadt hier leisten kann, dass wir relativ sorgenfrei groß werden, im Großen aber auch im Kleinen.

00:07:13: und diese Bewusstheit möchte ich persönlich auch nutzen, um auch anderen, denen dieses Glück nicht so zuteil wurde, vielleicht auch immer mal unter die Arme zu greifen.

00:07:24: Also ich hoffe, dass ich das andere sagen würde.

00:07:26: Ich bin ein sozialer Mensch, ich bin ein Mensch, der empatscht zugewandt ist, der immer versucht, auch ein Perspektivwechsel einzunehmen.

00:07:33: Also wenn ich mal beim Kopf gegen die Wand renne, versuche ich immer erst mal zu hinterfragen, ob sozusagen nicht ich selber Schuld dran bin oder die Wand.

00:07:41: Und so ist es auch mit dem Game über.

00:07:45: in schwierigen Situationen, die man ja im Alltag doch auch immer mal wieder hat, mich selber immer erst mal kritisch zu einer Frage zu sagen, wie sieht es denn aus, was trägst denn du jetzt auch dazu bei, dass die Situation so läuft, wie sie läuft?

00:07:57: Ja und ansonsten hoffe und glaube ich, dass ich einfach die Erfahrungen der vergangenen vierzig Jahre jetzt auch zunehmend, so ein bisschen jüngeren meinen Kindern, aber auch Patientinnen, Freunden weitergeben kann und einfach diese Ruhe, die ich selbst in mir gerade verspüre, andere dranteil haben lasse oder vielleicht auch für sie da bin.

00:08:21: Jetzt sind die Perspektive oder die einen Eindruck haben, okay, die hängen vielleicht gerade an einem Punkt.

00:08:26: Da war ich vor einigen Jahren auch mal und habe ihn dann so und so gelöst.

00:08:30: Also einfach sozusagen mit offenen Augen und Ohren durchs Leben zu gehen und auch immer mal innezuhalten und zu schauen, gibt es vielleicht jemanden in deinem bekannten Freundeskreis, der dich gerade braucht und dem du grad so ein bisschen mehr geben musst, als vielleicht auch gefordert wird manchmal.

00:08:45: Und woher nimmst du deine Energie?

00:08:48: Das ist eine gute Frage.

00:08:49: Also ich hab manchmal schon auch einen Abend, wo ich hier an der Stelle hier sitze und denke, oh, das war jetzt relativ viel.

00:08:57: Ich hab diesen hohen Antrieb in mir.

00:08:59: Ich glaube, ich bin auch so ein, man könnte jetzt negativ sagen, auch so ein bisschen Unstetergeist, aber ich hab zumindest immer auch Dinge, die sich in mir entwickeln.

00:09:06: Und wenn die dann aber zu in meinen Augen auch positiven Handlungen oder vielleicht auch positiven Entwicklungen führen, dann gibt man das wieder Energie fürs Nächste.

00:09:16: Also es ist immer eher so dieses investieren, schauen was daraus wächst und dann hinterfragen, was das wert.

00:09:23: Und da habe ich zumindest jetzt in den letzten, mal so sagen, zehn Jahren beruflich wie private in Eindruck, dass es doch viele auch gute Entscheidungen waren und dass die Energie, die ich investiert habe, das auch irgendwo wert war.

00:09:39: Ich stelle die Fragen ja so ein bisschen zum einen, was die an Freiburg gefällt, als auch in diese Werte, um eben darauf aufbauen, in die zentrale Frage des Podcasts zu kommen, die sich damit auseinandersetzt, dass man sich Gedanken macht, in welche Richtung sich Freiburg entwickeln soll.

00:09:53: Das heißt, der Kontext des Podcasts ist ja so ein bisschen eben auch dann die OB-Wahl, die ansteht und mit der, letztendlich ist dann für die nächsten acht Jahre entschieden wird, in welche Richtung es gehen soll, gesellschaftlich, unert statt.

00:10:05: Und deswegen so die Frage an dich, wenn wir jetzt Davon ausgehen, du hättest in dem Fall alle Ressourcen, es bestünden irgendwie keine Hürden.

00:10:13: Welches Freiburg würdest du dann kneten?

00:10:15: Bist du ins Freiburg-Prozip erleben?

00:10:20: Sieden, hören, schmecken, fühlen?

00:10:26: Also ich muss sagen, ich sehe die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte, kann ich ja nur überblicken.

00:10:33: Und deswegen ist da eine Frage, müsste ich jetzt persönlich sozusagen zwei Perspektiven oder in zwei Versionen beantworten.

00:10:41: Das eine ist so ein bisschen diese Blase Freiburg an sich.

00:10:44: Also wenn ich jetzt wirklich einfach, wie du es gesagt hast, freistricken dürfte und sage, okay, wir haben hier in Freiburg einen gewissen Mikro-Kosmos, den wir auch in meinen Augen haben.

00:10:52: Und dann aber natürlich auch so ein bisschen eingebettet ins große Ganze.

00:10:56: Also ich habe interessanterweise und ich frage mich manchmal, und das ist wirklich auch was unabhängig von dem Podcast, wo ich mir viel gelangt drüber gemacht habe.

00:11:02: Freiburg hat sich für mich verändert und ich muss ehrlich gestehen nicht nur zum positiven.

00:11:08: Ich persönlich glaube allerdings, dass es einfach Teil der allgemeinen Entwicklung so ist in den letzten vielleicht fünf bis zehn Jahren oder eher zehn Jahren, sodass ich das jetzt gar nicht Freiburg spezifisch sehen würde und mich ärgert eher so ein bisschen auch manchmal und ich bin ja auch Teil des Ganzen, dass diese Blase Freiburgs nicht geschafft hat, sich von gewissen Entwicklungen so ein bisschen zu lösen, weil wir haben hier natürlich, ich komme gleich konkret auf deine Frage und beantworte ihr auch konkret, Ich kam hier runter und hatte den Eindruck, jetzt auch im Vergleich zu anderen Regionen der Welt, es ist doch irgendwo oder in Deutschland, es ist doch irgendwie noch sehr, vielleicht auch wieder plakativ heile Welt.

00:11:46: Es war einfach ein sehr kollegiales oder familiäres Miteinander.

00:11:50: Es war auch so von der Grundstimmung her, ich habe einfach gemerkt, dass diese Lebensqualität ihr herrscht irgendwie schon bei jetzt nicht allen, aber bei achtzig Prozent der Menschen hier auf der Straße, die ist quasi aus den Poren, einem schon entgegen geweht.

00:12:04: Ich würde es mir so ausdrücken.

00:12:06: Und das hat sich für mich in den letzten Jahren und das hat nicht nur was mit Corona zu tun und es war auch gefühlt schon vor Corona so ein bisschen verändert.

00:12:13: Und wenn ich mir jetzt überlegen würde, was würde ich mir wünschen für die nächsten zehn Jahre, dann wäre es eigentlich auch wieder ein bisschen ein Weg zurück.

00:12:21: Und ich habe in der Tat den Eindruck und das hat jetzt nichts mit Rückständigkeit zu tun.

00:12:25: Natürlich müssen wir uns weiter entwickeln und so weiter, aber diese Lebensfreude, die Freiburg und das Umfeld Freiburg eigentlich uns allen bietet oder bieten sollte.

00:12:35: die ist manchmal so ein bisschen abhanden gekommen und ich merke auch in einem Alltag hier im Straßenverkehr.

00:12:41: An der Schule im Supermarkt in der Praxis diese ich sage mal allgemeine Unzufriedenheit und.

00:12:49: dass teilweise Anspruchsdenken, was nicht erfüllt werden kann, das ist etwas, was mir zum Alltag immer mehr entgegenschlägt.

00:12:55: Und deswegen, wenn du mich fragst, was ich konkret gerne verändert hätte oder was ich verändert hätte, ist, dass wir Schrittunternehmen, die uns eher wieder dahin führen.

00:13:03: Und ich habe schon den Eindruck, dass einfach die Spaltung zwischen Arm und Reich, die teilweise soziale Ungerechtigkeit, die Sorgen, die auch sei es berechtigt oder unberechtigt, viele von der Bevölkerung jetzt hier mittlerweile auch in Freiburg trifft.

00:13:19: dass die einfach den Alltag und auch die Stimmung im Alltag und das Miteinander ein bisschen drücken.

00:13:23: Und das heißt, wenn wir Freiburg wieder zu dem machen wollen, was vielleicht mal war oder vielleicht sogar über das hinaus, dann müssen wir es auch wieder unterschiedlichsten Gruppen ermöglichen, hier zu leben.

00:13:33: Dann müssen wir gucken, dass der... der Alltag wieder besser zu gestalten ist, dass es nicht mehr nur noch um finanzielle Fragen geht, wie kann ich meine Miete bezahlen, muss ich aus meiner Wohnung raus, kriege ich die Eigenmittagskündigung, wird mein Haus jetzt gekauft von einem Investor und wird kernsaniert und dann werden die Mieten wieder teurer, also diese klassischen Alltagsprobleme, die uns beschäftigen.

00:13:51: die kleinen Situationen, wo einfach jeder von uns auch merkt, dass es wehtut im Geldbeutel, dass es drückt irgendwo auf die Stimmung.

00:14:00: Und das ist natürlich die Frage im Großen und Ganzen.

00:14:02: Wie kommen wir da wieder hin?

00:14:04: Und das trifft aber natürlich Freiburg genauso wie jede andere Stadt oder jede andere Kommune

00:14:10: auch.

00:14:10: Jetzt haben

00:14:11: wir einen Stromausfall.

00:14:13: Also, wir hatten hier einen kurzen Stromausfall.

00:14:16: Ich gehe davon aus, dass es irgendwie Hacker waren, die das Gespräch verhindern wollten, um so wichtig wird es dein Gespräch fortsetzen.

00:14:23: Ich hab keine Verhinde.

00:14:25: Bei mir bin ich nicht sicher.

00:14:29: Du hast vor dem Cut ein bisschen so erklärt, wie du Freiburg wahrnimmst, auch in diesem leicht globalen Kontext auch oder im Bundeskontext.

00:14:40: Und du hast schon ein bisschen auch so in die Richtung Maßnahmen geschielt, was man vielleicht unternehmen müsste, um da irgendwie hinzukommen.

00:14:47: Das heißt, ich würde sich im ersten Schritt vielleicht mal versuchen, nochmal genauer zu zeichnen und zu greifen.

00:14:53: Was ist denn das, was du gerne wieder hättest, was dir irgendwie fehlt?

00:14:57: Das heißt erstmal so in die Richtung zu gehen, das wieder aufzubauen und genau zu beschreiben.

00:15:03: Und dann im zweiten Schritt dann zu überlegen, Was sind denn so beleicht Maßnahmen, die begünstigen könnten, dass wir uns da als Gesellschaft als Stadtwetter hinentwickeln?

00:15:13: Also welches Freiburg haben wir?

00:15:17: Wir haben einen Freiburg, in dem wir Vorreiter sind im Thema Verkehrswende.

00:15:26: Das heißt, wir haben ein Modell gefunden, in dem sozusagen Autofahrer, Fahrradfahrer, ich gehe nicht so weit zu sagen eine autofreue Stadt, aber wir haben zumindest ein friedliches Miteinander gefunden, in dem die Fahrräder, die Straßenbahnen, die, ich sag mal, ja vielleicht E-Electricität ein Miteinander finden.

00:15:48: was deutschlandweit zumindest eine Vorreiterrolle ist, nach dem Modell andere Städte sich vielleicht weiterentwickeln können.

00:15:55: Fußgänger, erinnert dich da noch mal.

00:15:56: Fußgänger, ich bin großartig.

00:15:58: Ja, das

00:15:58: stimmt.

00:15:59: Ich bin fast nur mit dem Rad unterwegs, aber so ist es.

00:16:01: Also einfach ein friedliches Miteinander, gemeinsam an einem Strang ziehen, auch da wieder das große Thema Klimaneutralität umgesetzt.

00:16:11: Und da ist Freiburg einfach prädestiniert dafür, diese Vorreiterrolle weiter voranzutreiben.

00:16:16: Wir haben die Problematik bezüglich des Wohnraums in den Griff bekommen.

00:16:22: Das heißt, wir haben neue Wohnungen geschaffen, wir haben alte Wohnungen umfunktioniert, wir haben den Leerstand angegangen und haben da sozusagen gewissen Wohnraum, der aktuell besteht, der leer steht, der einfach nicht mit Leben gefüllt werden kann aus verschiedensten Gründen.

00:16:37: Haben wir aufgearbeitet ohne uns sämtliche Grünflächen, die wir jetzt noch im Stadtbild haben, auch noch zu zu betonieren sozusagen.

00:16:45: Das heißt, ich würde sagen ein organisches Wachstum von innen raus, wenn es möglich ist.

00:16:52: Wir haben geschafft diesen Studienstandort Freiburg, der einfach in dieser Region ein absolutes Aussengeschild ist, auch für junge Leute.

00:16:59: Und da geht es nicht nur um die Universitäten, sondern auch das Thema Fachhochschulen, das Thema Weiterbildung.

00:17:08: Es kommen aus der ganzen Region junge Menschen hierher.

00:17:11: dass wir denen auch wieder ermöglichen, sich in dieser Stadt, die einfach mittlerweile ein extrem hohen finanziellen Aufwand für jeden von uns bedarf, einfach wieder ein Heimat zu geben, wo sie wissen, sie können hier auch planen, junge Familien, die nicht mehr rausziehen müssen aufs Land.

00:17:25: Also ich glaube, dieses Stadtbild muss so gestaltet werden und lebendig bleiben, dass es Menschen, die hier leben möchten, auch ermöglicht wird, dies zu tun.

00:17:41: Du hast ein bisschen noch so die Stimmung von angesprochen, weil du gemeintest, das ist so was drückendes oder, dass die Probleme irgendwie so dominieren und auch teilweise, ich weiß noch nicht, ob es jetzt spalten oder so gesagt wird, das ist nur mein Kopf der Gedanke, aber... Was werden denn so vom Lebensklima, vom Lebensgefühl, der vielleicht noch so in der Stadt, was man vorfinden würde, neben den Aldin-Maßnahmen?

00:18:03: Du hast schon gesagt, wie es umgesetzt wäre.

00:18:05: Aber was würde ich da Freiburg in der Leben?

00:18:09: oder was wäre es von den Stimmungen, die vielleicht herrschen würden in der Stadt?

00:18:12: Also ich denke, das Ziel müsste sein, die Aufbruchsstimmung nicht erst in vierunddreißig zu erzeugen, also die allerweise erzeugen wir die jetzt zeitnah und in vierunddreißig vielleicht schon am Ende, aber genau das ist es, glaube ich.

00:18:24: Themen, die uns jetzt weltweit beschäftigen und die können wir nur angehen, wenn wir das aus einer inneren Energie gemeinsam zusammen anpacken.

00:18:31: Und das ist auch, glaube ich, der Auftrag an die Politik, dass wir diese Politik-Vertraußenheit, diese negative Brille, die sich jetzt schon auch, und das merke ich auch im Freunden im Bekanntenkreis in den letzten Jahren, so ein bisschen verfestigt hat, dass wir die hier vor Ort vielleicht einfach auch wieder mit neuen Gesichtern, mit einer neuen Energie ... schaffen, dass von hier aus auch einfach Impulse gesendet werden.

00:18:54: Und das ist genau das, was ich ja, wo wir vorhin auch so ein bisschen ... ... schon dran waren.

00:18:59: Du kannst, also ... ... Lebensfreude, Energie, die kannst du nicht ... ... nicht aktiv herbeiführen, sondern die kommt von innen raus ... ... und die kommt dann raus, wenn's dir und dein Lieben gut geht.

00:19:10: Und deswegen ist es, glaub ich, schon so, dass ... ... wenn du mich fragst, wie würd ich's mir hier, ... ... thirty vier wünschen, ... ... ich möchte einfach einen Tag hier rausgehen, ... und möchte sozusagen meinen Arbeitsweg gestalten, möchte vielleicht einen Arbeitstag durchleben, danach hierher kommen, möchte eigentlich von, ich würde mal sagen, achtzig Patienten, die ich sehe, plus vielleicht noch freundlich getroffen habe, plus noch Bekanntschaften oder Nachbarschaften und so weiter.

00:19:34: Ich möchte einfach, neunzig Prozent der Kontakte mit einem positiven Hallo und Tschüss beenden.

00:19:42: Also einfach diese Freude widerspüren.

00:19:43: Und ich glaube, das ist etwas, wo wir alle auch einfach gefragt sind, dass wir in unserem eigenen kleinen Mikrocosmos anfangen, dass nicht mehr es nur noch darum geht, den Alltag zu durchhetzen, sondern wirklich auch einfach wieder immer mehr diese kleinen Momente.

00:19:57: Und da kannst du natürlich in der Stadt durch Begegnungsplätze, durch feste, durch Sportveranstaltungen, durch kannst du natürlich auch ganz viel Lebensfreude und Lebensinhalt geben, der losgelöst ist von einem reinen, ich hetze von A nach B und ich hänge sozusagen meinen beruflichen Strukturen fest, die Familie bedeutet für mich auch nur noch to do's.

00:20:18: Also ich glaube, dass ihr, die die Stadt gestalten wollt, schon auch Rahmenbedingungen schaffen können, die uns Bürgerinnen immer wieder ermöglichen, auch innezuhalten und uns bewusst zu machen, wie schön wir es eher haben und wie gut wir es hier haben.

00:20:38: Gibt es vielleicht noch eine Vision, die du so sehen würdest, ob jetzt speziell auf die Stadt Freiburg bezogen oder eben auch im globalen Kontext bezogen, dass man sagt, das ist etwas, was allgemein irgendwie dominiert weltweit, aber in Freiburg gelingt uns das und deswegen, es wird es dann so und so sein.

00:21:02: Also ich glaube, wenn ich Wenn ich Freiburg sehe, dann sind es eben die zwei Dinge, die mich zumindest immer wieder in dieser Region beschäftigen.

00:21:12: Das ist einmal dieses Multikulturelle, durch diese Lage auch im Draländereg, durch auch glaube ich einfach internationale rennungierte Ausbildungsstätten, die wir hier haben.

00:21:21: Also wir sind einfach eine Stadt, die sich für ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen einfach anbietet und prädestiniert ist.

00:21:31: und das andere ist natürlich immer wieder diese grüne Brille.

00:21:33: und da glaube ich sind wir natürlich auch durch die Historie durch auch sozusagen Baden-Württemberg und dann Freiburgtübingen so die beiden grünen Bastionen aber natürlich auch durch die durch die landschaftliche Begebenheit.

00:21:48: hier sind wir natürlich auch da eigentlich in Aushängeschild.

00:21:50: und ich glaube dass das so die beiden Punkte sind, bei denen ich jetzt sagen würde, es sollte hier in diesem Mikrokosmos möglich sein, unter wirklich ökologisch grünen Gesichtspunkten Entscheidungen zu treffen und die Dinge, die einfach auch eine Multikultigesellschaft brauchen, immer auch unter diesen Gesichtspunkten sozusagen zu schaffen.

00:22:14: Und das gilt fürs Thema Verkehr, das gilt für die Wohnraumsituation, dass man einfach immer im Blick behält, dass man um ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen zu schaffen, muss man den Wohnraum entsprechend gestalten.

00:22:27: Man muss die Begegnungsräume sozusagen entsprechend gestalten.

00:22:31: Und wenn man das Ganze noch versucht unter ökologischen Gesichtspunkten, so machen wir es natürlich keine ganz einfache Aufgabe ist.

00:22:37: im Einzelfall, dann kann das hier schon auch wie so eine Bastion sein, wo man ja oder zumindest auch vielleicht anderen städtenden Vorbild sein kann in der Entwicklung.

00:22:49: Wie wird zu den Raum gestalten?

00:22:52: Meinst du den Begegnungsraum?

00:22:57: Wir haben ja zwei Möglichkeiten.

00:22:58: Wir brauchen das sowohl indoor als auch outdoor.

00:23:00: Und ich glaube, wenn ich jetzt hier so nachmittags auch mal spontan durch die Stadt radel, dann haben wir prinzipiell schon einige.

00:23:08: einige Flächen, die sich dazu anbieten.

00:23:11: Also wenn ich jetzt zum Beispiel mir die Dreisam angucke, das Dreisamufer, wenn wir teilweise sehen, wie da hunderte von jungen Menschen auf den Steinen der Dreisam sitzen, aber teilweise eben auch an diesem Steilufer, was schwer zugänglich ist.

00:23:23: Also dieses Thema, diese Dreisamachse, diese grüne Lunge, die wir da im Zentrum haben.

00:23:28: Wenn ich jetzt mal das mit Heidelberg vergleiche, mit den Neckawiesen, das macht es natürlich viel einfacher.

00:23:32: Also wir haben da schon

00:23:34: versucht,

00:23:34: überall mal irgendwo einen kleinen Raum zu schaffen, aber es ist natürlich von der Architektur her aktuell noch sehr schwer für größere Gruppen sich irgendwo niederzulassen, ohne dass es danach auch irgendwo, also entweder auch so aufeinander hängt oder auch so.

00:23:47: Thema Müll, Müllentsorgung, also es ist da im Zentrum nicht ganz einfach.

00:23:51: Und dasselbe gilt manchmal auch, muss ich gestehen für die ein oder andere andere Parkanlage oder Grünfläche.

00:23:57: Es ist alles noch so ein bisschen lieblos.

00:23:58: Also es fehlt manchmal, wo das muss sehr viel von extern entstehen.

00:24:02: So dieses Thema kleine Cafés, die dann entstehen.

00:24:05: Das sind dann häufig irgendwelche Wägen, die von extern erst mal kommen müssen.

00:24:08: Also wir müssen versuchen, dass der Trend das momentan Gastros schließen, dass die Innenstadt so ein bisschen auch anfängt bei uns auszustärmen und sich nur noch mit Ketten zu füllen.

00:24:20: Also diese Begegnungsräume, die eigentlich ursprünglich Da waren diese klassische Studenten, Studenten, Kneipe, ja, dieses Kneipenleben.

00:24:27: Ich glaube, das ist sicherlich schon was, wenn man sich hier mit Gastronomen unterhält, die sagen, alle Menschen, der Druck ist mittlerweile so hoch geworden, ja, durch die Lieferketten, durch die Mieten sind auch Alarmüberlegen eher kleiner oder sogar zu schließen oder rauszugehen.

00:24:40: Also, wir haben ja die Begegnungsräume eigentlich da, ja.

00:24:44: mit ein bisschen Umgestaltung, mit vielleicht ein bisschen Ideen, das so zu gestalten, dass man sich auch ganz spontan einfach mal niederlässt, weil man da eine gute Sitzmöglichkeit hat, ein bisschen Raum, ein Kaffee in der Nähe, vielleicht irgendwo die Kneipe, die draußen noch bestuhlen kann.

00:25:00: Also wir haben, glaube ich, die Flächen.

00:25:02: Es ist nur momentan eher der Trend, dass Dinge schließen statt das hier öffnen.

00:25:07: Und ich merke, dass zum Beispiel wir haben ja das so ein bisschen Projektentwicklung da hinten beim FT.

00:25:11: wie das angenommen wird.

00:25:12: Also sobald du einen Foodtruck unten an die Treise am Stelz schan sich Leute, jeder guckt und sagt, man, was entsteht denn da?

00:25:19: Schaut sich's an, dass er auch mit der neuen Gastro dahinten sofort voll war angenommen wurde.

00:25:24: Also trotz der hohen Preise, die Leute tränkt's raus, die Leute tränkt's in soziale.

00:25:30: Du musst nur am Leben erhalten und öffnen sozusagen.

00:25:35: Und Indoor?

00:25:37: Das hast du auch dort gesagt, aber Indoor?

00:25:40: Na ja, Indoor muss man schon so endlich, es sind die Sportstätten, das ist ganz klar, also wir brauchen halt, ich denke, also so was ich so mitbekomme auch von den Vereinen, wir haben natürlich einen hohen Druck bezüglich Sporthallen, also wenn ich höre, wie sich teilweise kleine Fußballgruppen finden, die dann aber es total schwer haben, auch mal einen Platz zu finden, wo sie über die Wintermonate spielen können, weil natürlich alles irgendwie Schulen haben teilweise keine Hallen, die Wir müssen dann irgendwie quer belegen in den Hallen, die noch zur Verfügung stehen.

00:26:09: Dann gibt es eigentlich kaum noch Raum für kleinere Privatgruppen.

00:26:13: Und das Gleiche gilt natürlich, also wo treffen sich Menschen?

00:26:17: Es ist im Endeffekt, ist es das soziale Leben, was wir gerade hatten, Kaffee ist Kneiben.

00:26:22: Das andere sind natürlich diese Sportstätten.

00:26:25: Und da haben wir jetzt, ich weiß nicht, wie viel.

00:26:28: Bekannte und Freunde jetzt mich darauf angesprochen haben, ob man irgendwo Petalplätze in der Petalhalle.

00:26:33: Das sind ja alles Ideen, warum, weil das schlussendlich das ist.

00:26:37: Wir verändern uns, wir werden vielleicht wieder ein bisschen körperbewusster, wir werden vielleicht wieder ein bisschen auch so Thema Ernährungssport, sodass auch da sehr, sehr viel Potenzial besteht.

00:26:48: Und ich glaube nicht, dass die Entwicklung, die wir jetzt gerade haben, auch mit den neuen Medien, Diejenige ist, die uns Menschen wieder mehr zusammenführt.

00:26:59: Also wenn ich teilweise so an diesen Fitnessstudios vorbeifahre, an den Hauptstraßen und ich sehe dann die Leute irgendwie auf dem Laufband mit Handy und sich noch irgendwie Insta-Videos angucken, während sie da auf dem Laufwand ihre Runden drehen.

00:27:11: Das hat schlussendlich, glaube ich, weder für denjenigen, also natürlich hat das einen kleinen sportlichen Effekt, aber das ist weder entspannend, noch führt uns das zusammen.

00:27:20: Und deswegen ist natürlich, wenn du mich nach Indoor-Möglichkeiten fragst, es sind die Sportstätten, also die Zugänglichkeit zu Sporthallen, Pedalplätze, wo man sagen kann, es treffen sich Freunde, Freunde, verbringen Zeit miteinander, gehen danach vielleicht dort noch was trinken.

00:27:36: Also ich merke, wie das so an außen rum um Freiburg hier entsteht.

00:27:40: In der Stadt selber ist halt der Platzdruck so hoch, dass man einfach gucken muss, wo hat man vielleicht alte Industriegelände, wo?

00:27:47: es sind vielleicht Möglichkeiten, die man völlig appelliert.

00:27:50: Das direkt vor der Haustür unserer Kinder tanzen, dieses Studie pro Arte, wo auch ein junges Paar unter riesen finanziellem Aufwand so eine alte Industriehalle wirklich zu so einem Begegnungszentrum gemacht hat.

00:28:01: Also das heißt, Die Räumlichkeiten stehen teilweise zur Verfügung und dann ist immer die Frage, wie kommen sie daran?

00:28:09: Genehmigt das die Stadt?

00:28:10: Genehmigt es nicht?

00:28:11: Lässt muss eher leer stehen?

00:28:13: Wie ist es denn mit der Finanzierbarkeit?

00:28:16: Findet man vielleicht Kooperationsmöglichkeiten, dass das nicht einzelne Personen stemmen müssen?

00:28:21: Also ich glaube, was ich mich manchmal frage und ich habe da weniger Ahnung davon, als du es einfach schaffen wir es.

00:28:28: die Dinge, die bereits da sind, vielleicht einfach noch intensiver zu nutzen.

00:28:32: Also ich weiß zum Beispiel, ich weiß nicht, ob du den Diakron kennst, ich weiß, dass der Direktor ja auch Mediator ist und immer wieder auf der Suche nach Raum und sozialen Projekten, dass der mal dieses Autohaus da, bei der Badischen Zeitung so ein bisschen im Blick hatte, als Treffpunkt für die Stadtteile rundherum.

00:28:47: Da ist direkt Haslach Weingarten nebenan, du hast aber dann auch hier Mit Zuhause, wo Bohr und so weiter.

00:28:52: und ich weiß nur, dass der die dann irgendwann abgewunken hat und gesagt, boah, er hat jetzt irgendwie da angefragt, er findet gar keine Fläche für solche Projekte und keinen Raum, weil die einfach nicht ... zur Verfügung gestellt werden.

00:29:02: Die stehen dann eher fünf, sechs, sieben, acht Jahre leer und man fragt sich dann immer wofür.

00:29:06: und das ist natürlich für mich als Freiburger.

00:29:08: Ich werde dann manchmal auch, ich will jetzt nicht sagen, wütend, aber ich frage mich dann manchmal so ein bisschen, was ist denn mit diesem Raum?

00:29:13: Was ist denn mit diesen Flächen?

00:29:15: Warum sind die Hürden so hoch?

00:29:17: Dann doch vielleicht irgendwann mal die Entscheidung zu treffen, da auch mal ein Begegnungszentrum einzumachen mit Ausstellungen.

00:29:24: Man hat ja dann auch, bietet man vielleicht noch einen jungen Künstlernplatz, schafft aber auch noch eine kleine Gastrofläche.

00:29:30: Kann diese Zentren ja, die werden angenommen und das sieht man überall, wo was entsteht.

00:29:34: Es schaden sich sofort Trauben von Menschen und es entsteht sofort ein Diskurs.

00:29:43: Also ich kann denn die Frage nicht beantworten, wieso es so schwer ist.

00:29:47: Dafür habe ich so ein Systemkenntnis.

00:29:49: Aber mich würde es interessieren auch.

00:29:50: Also ich bin tatsächlich auch überzeugend, dass es viele Menschen gibt, die das Problem lösen wollen, die Sachen angehen wollen.

00:29:57: Und für mich wäre es tatsächlich auch Ihnen dann so eine Vision zu sagen, dass eigentlich eine Entwicklung nicht nach die Jahren wo das nicht begünstigt wird und zumal auch noch mal was entsteht, an den Stellen, wo ihr es jetzt auch beschrieben hast, ist ja immer so, wenn ich es dazu höre, immer so eine Initiative von einem kleinen Personenkreis oder einem zwei Personen, das heißt immer auch so ein bisschen random und dann da wo es ja Zufall will oder die richtigen Leute auf die richtigen Orte treffen und so weiter.

00:30:21: Das heißt für mich wäre tatsächlich der Punkt auch, was wäre denn, wenn wir wirklich mal konzeptionell als Stadt so eine Idee angehen, sagen wir wollen.

00:30:29: Sobald wir uns so einfach bewusst schaffen und das ist eine Strategie der Stadt und das wollen wir jetzt angehen, weil es eben verschiedene Funktionen hat.

00:30:36: zum Begenungsraum.

00:30:38: Und für mich wäre, ich habe so im Kopf gehabt, als so gesagt, das mit dem Sport Indoor und ich habe in den letzten Folgen immer bei der Sucht das angedeutet.

00:30:46: diese geschichte mit mit film haben ich einfach schon massiv geprägt habe.

00:30:49: ich kenne es auch an den städten und anderen den dann auch, dass die einfach ganz viele endo haben und da eben tatsächlich nicht nur auf den sport reduziert ist, sondern auch eben auch an sich bewegungsraum.

00:30:57: also das heißt eben auch räume die ich dann so nutzen kann.

00:30:59: das heißt ich kann dann mit ihr ins gespräch kommen ich kann podcast aufzeigen ich kann irgendwie Keine Ahnung, was auch mal im Prinzip machen und dann aber tatsächlich eben kostenfreie.

00:31:07: Das heißt du kommst da rein, musst nicht mal konsumieren, du kannst immer Dinge tun, zeig gleich kannst du.

00:31:11: Du möchtest auch vielleicht einen Kaffee öffnen und am Prinzip auch Dinge verkaufen.

00:31:14: Das heißt du hast zu verschiedenen Räumen die verschiedene Dinge einfach begünstigen.

00:31:18: Und darum wäre für mich so der Punkt gewesen, als du diese Räume erzählt hast.

00:31:22: Habe ich gedacht, was irgendwie cool wäre, so ein Mix.

00:31:25: Eben, weil wir meist immer so ausschließlich in einem Bereich denken, sei es zu sagen, jetzt nehmen wir die Stadtbibliothek und sagen, machen wir die Stadtbibliothek ein bisschen mit einem herzter Stadt, machen wir jetzt so ein Ding wie den finden, an so ein Odi draus her.

00:31:36: Da würde ich sagen, wäre cool, sowas zu machen.

00:31:39: Zeig gleich, habe ich noch die Idee von der Angie, von einer der ersten Folgen.

00:31:44: den Kopf, die von dem Komplex von der Braureganta gesprochen hat, wo sie meinte, auf dem Dach wäre so ein Minisockerfeld, oder hat irgendwie sowas, oder irgendwie so... Keine Ahnung, wie ich die Sportgeschichten hätte.

00:31:58: Und wo ich auch sagen würde, ich hatte schon mal so ein Komplex vor, bestenfalls noch in wirkliches Zentral, also jetzt nicht, dass wir ein Brauniger raushaben wollen, aber schon mal so ein Brauniger zum Beispiel vor.

00:32:07: Ja, und der wäre wirklich auf diesen verschiedenen Ebenen, hättest du einfach dann unterschiedliche Dinge.

00:32:10: Das heißt, Sportebene, da Zivilgesellschaft, da Kaffee ist, was auch immer, also verschiedenste Dinge, wo Menschen zusammenkommen können und an Dinge entstehen können.

00:32:19: Und letztens wird auch dann so Planungen, weil das, was du jetzt beschrieben hast für mich immer der Punkt, um dahin zu kommen, was du sagst, muss ich eigentlich auch wieder einen Raum haben, der begünstigt, dass Menschen dann zusammenkommen können und voneinander fahren, sich vernetzen können, sich organisieren können und nicht im privaten.

00:32:34: Das heißt auch das Gespräch hierfür mit privaten letztendlich anders.

00:32:39: Und gleichzeitig ist doch da auch wieder die Frage.

00:32:41: Und jetzt kommt man wieder so ein bisschen zum Großen und Ganzen.

00:32:44: Ich glaube, gefühlt, und ich weiß nicht, ich überblick jetzt deine Podcast rein.

00:32:48: Aber wenn du ... Du hast jetzt unterschiedliche, glaube ich, auch Generationen angesprochen.

00:32:53: Also von wirklich deutlich jünger jetzt, mittleres Alter, deutlich älter.

00:32:59: Ich glaube, dass wir natürlich alle, wir haben alle gewisse Interessen, die jetzt vielleicht auch irgendwo erst mal egoistisch sind, Werte erhalt, Sorgen freisleben und so weiter.

00:33:09: Im Kern des Ganzen sind wir uns aber, glaube ich, bei sehr vielen Dingen einig.

00:33:12: Egal, welche Generationen, Begegnungsräume, Gerechtigkeit, Treffen auf Augenhöhe, soziale Gerechtigkeit, sind eigentlich Dinge, die, ich würde sagen, ninety-fünf Prozent der Menschen zumindest hier in unserer Region unterschreiben würden, sodass man da eigentlich davon ausgehen würde, du rennst da auf die Türen ein.

00:33:32: Man würde eigentlich sagen, Konzepte, clevere Leute treffen sich zusammen, stellen Konzepte auf.

00:33:37: Und da würde man erstmal davon ausgehen, dass da relativ wenig Hürden zu nehmen sind.

00:33:42: Diese Hürden, die da entstehen, haben ja hoffentlich oder häufig, glaube ich, einfach den Hintergrund, dass dann doch finanzielle Gründe dahinter stecken.

00:33:52: Also ist die Frage, kann ich vielleicht aus?

00:33:56: Ich behalte selber, ich vermiet's, ich hole irgendwas anderes rein, mehr Geld machen als aus.

00:34:01: Ich vermiete es für so etwas.

00:34:03: oder kaufe das eine Stadt, stellst du zur Verfügung oder wie läuft das dann?

00:34:06: Wo ist der Profit dahinter?

00:34:09: Der Profit ist sozusagen die Begegnung und das Positive, was daraus entsteht, aber das habe ich erst mal nicht auf dem Konto.

00:34:14: Und das andere ist natürlich und das finde ich extrem spannend und das glaube ich, ich weiß nicht, wie dir das da geht.

00:34:20: Man hat schon auch das Gefühl, als Außenstehender, dass selbst diejenigen, die in der politischen, politischen Leben mit diesen Gedanken in so eine zansten Amtszeit und Legislaturperiode, wie immer, reingehen, dass denen irgendwie sukzessive der Zahn gezogen wird.

00:34:39: Und das ist, glaube ich, das, was für uns auch einfach immer so schwer nachzuvollziehen ist, dass selbst Personen, wenn man jetzt auch mal international, also die letzten zwanzig Jahre, die wirklich reingegangen sind, so eine Amtszeit, wo man gedacht hat, so, hey, Jetzt knallt es, jetzt geht es ab, jetzt geht es los.

00:34:54: Dass die irgendwie gemerkt haben, dass diese Windmühlen gegen die sie da angerannt sind, wie Don Quixote, sie irgendwann dann doch übermannen.

00:35:00: Und Rückzug war dann diese Legislaturperiode oder die Wahlperiode, wie auch immer, zu Ende.

00:35:04: Und man hat gemerkt, da kämpft jemand gegen ein System.

00:35:09: Und das ist das, was ich hier unten manchmal auch so spannend finde, weil ich eigentlich, egal mit wem ich mich unterhalte, auch aus Politik, Wirtschaft und so weiter, bei fast allen den Eindruck habe, dass die diese Themen positiv aufgreifen und dem ganz positiv gestimmt entgegen sehen.

00:35:24: Warum es dann schlussendlich aber manchmal nicht umgesetzt wird.

00:35:28: Da scheint es irgendwelche Dinge im Hintergrund zu geben, die dann doch irgendwie so undurchsichtig sind, dass ich sie zumindest als Böber nicht greifen kann.

00:35:35: Und ich kann mir nur, ich möchte nicht so kritisch klingen, aber ich kann mir wirklich nur vorstellen, dass dann einfach schlussendlich doch das finanzielle Interesse einzelner Gruppen oder einzelner Personen vor das große Ganze gestellt wird.

00:35:47: Und das ist, glaube ich, einfach.

00:35:48: Und ich meine, du bist ja die Demokratie, ist ja sozusagen dein Thema.

00:35:53: Die Demokratie, glaube ich, funktioniert.

00:35:56: Es ist für mich die Reihenform des Miteinanders und des politischen Lebens.

00:35:59: Aber die funktioniert natürlich dann, wenn ein Großteil der Menschen so denkt und so handelt.

00:36:08: Und genauso ist es auch bei diesen Ideen, wo man einfach sagt, Wenn wir zusammenkommen und wir tragen diese Energie gemeinsam rein und wir finden dann vielleicht die Begegnungsstätte, dann müssen wir es auch noch umsetzen.

00:36:21: Und da ist dann immer die Frage, wo sind dann die Leute, die wirklich auch mit Nachdruck sozusagen das Ganze einfordern?

00:36:28: Und wie stark ist der Gegenpol?

00:36:30: Und ich glaube schon, dass das auch bei manchen Dingen, die jetzt in den letzten Jahren auch hier in Freiburg vielleicht angestoßen werden sollten, dass dann irgendwann einfach die Widerstände doch so hoch waren, dass man gemerkt hat, okay, Jetzt lassen wir das Projekt einfach

00:36:42: wieder ruhen.

00:36:43: Und dann kommt wahrscheinlich der nächste mit viel Kraft.

00:36:45: Und ich glaube, es funktioniert nur dann, wenn man auch teilweise eigene Interessen hinten anstellt und dann einfach sagt, komm jetzt hier ist die Wand und die Windmühle und ich gehe dagegen an und guck, steht da Tropfenhül den Stein.

00:36:59: Es ist tatsächlich komplex.

00:37:02: Und es gibt verschiedene so Dynamiken und Systeme, die da miteinander zusammenhängen.

00:37:07: wenn ich grob runterbrechen müsste, gibt es mich so einen Ausschnitt aus einer Sendung, der mich seit einigen Monaten verfolgt, da hat Samira El-Massil hat irgendwie so gesprochen über Politik und Macht und hat es so sinngemäß in die Richtung formuliert.

00:37:22: Ich hoffe, ich gebe es wieder richtig wieder, dass es in der Regel eigentlich im politischen Diskurs jetzt noch um Macht geht.

00:37:32: Macht zu bekommen und Macht zu halten.

00:37:34: Er hat mal vielleicht zu einem gewissen Zeitpunkt gesagt, ich brauche Macht, um dann Gestaltungsmacht zu haben.

00:37:40: Es hat sich entwickelt in die Richtung von ich brauche Macht um, ich weiß es nicht, ich brauche Macht.

00:37:46: Und was danach kommt, ist etwas, was irgendwie mal runtergefahren wurde.

00:37:49: Und jetzt ist so.

00:37:50: der Punkt, was du jetzt sehen kannst, ist, wenn es in die Richtung geht, ich brauche irgendwie Macht, dann hat man es festgestellt, dass die Mittel, wie ich zur Macht komme, auch mittlerweile egal sind.

00:38:01: Das heißt, du hast jetzt festgestellt in Wickl und letzten paar Jahren, dass zum Beispiel Lügen scheinbar legitimes Mittel ist, um zur Macht zu kommen.

00:38:08: Und wenn wir da ein Dienstpunkt sind, dann wird Politik tatsächlich schwierig im Kontext und Demokratie.

00:38:13: Das heißt, jetzt siehst du jetzt in den USA oder in anderen autokratischen Staaten.

00:38:16: Das heißt, wenn Menschen mit Lügen merken, ich kann so dann eben zu Macht kommen, dann machen sie das.

00:38:21: Und natürlich jetzt im Deutschen, das ist ja gesagt, dass wir auch hier irgendwie gewisse Entwicklungen eben auch dann schon haben.

00:38:25: Und so sehe ich es tatsächlich auch, dass man einfach jetzt hier verstärkt diese Entwicklung hat.

00:38:29: Und das will ich auf allen Ebenen.

00:38:30: Das heißt also wirklich von der Bundes- bis zur kommunalen Ebene, dass unsere populistische Mittel wählt.

00:38:37: um ihm zur Macht zu kommen.

00:38:38: Und deswegen wäre für mich so der Punkt, wenn du sagst, wo kann man was tun?

00:38:42: Ich sehe zum Beispiel so eine OB-Wahl, tatsächlich ein Hebel.

00:38:46: Aber aus einem Grund, weil eine OB-Wahl eben keine Partei-Wahl ist.

00:38:50: Auch wenn die Leute es immer glauben, aber es ist keine Partei-Wahl.

00:38:54: Das ist das, was ich im Spannte auch, wer tatsächlich eben dann Leute aufstellt.

00:38:57: Und das zweite ist, wieso ich zum Beispiel jetzt dann auch mein Hut in den Ring geworfen habe, ist, ich gehöre zu den Menschen, die zum Beispiel nicht nach Macht drängen.

00:39:06: Das heißt, was ich mir wünsche, ist Gestaltungsmacht, die ich dann mit den, mit zweiundvierzigtausend Menschen dann umsetzen möchte.

00:39:14: Das heißt, ich habe zum Beispiel den Vorteil, dass ich eben in keiner Partei bin, kann ich Karriere machen möchte, wenn ich ehrlich bin, ich will nicht mal ein OB werden.

00:39:21: Hört sich jetzt vielleicht irgendwie komisch an, aber das ist genau der springende Punkt.

00:39:25: Das heißt, ich trete an oder ich möchte eben meine Kandidatur die begründet sich aus einer Verantwortung heraus zu sagen, wir befinden uns an einem Punkt, wo einfach jetzt etwas getan werden muss und die Zeit günstig ist, etwas zu tun als etwas zu erreichen.

00:39:39: Und ich habe etwas, das ich anbieten kann, dass wir da hinkommen.

00:39:41: Und deswegen, weil ich weiß, dass ich was anbieten kann, fühle mich verantwortlich zu sagen, ich muss das anbieten.

00:39:46: Aber nicht mit dem Ziel zu sagen, ich möchte danach noch mehr oder was anderes um was aufsteigen.

00:39:51: Das heißt, ob ich zum Beispiel dann, wenn ich jetzt gewählt werden sollte, ob ich in acht Jahren mich wieder zur Wahl stelle, Das kann ich dir nicht sagen und ich weiß nur, ob es auch gut wäre, wenn ich in acht Jahren dazu wahrstellen würde.

00:40:00: Das heißt, das sind so Dinge zum Beispiel, die mich beschäftigen.

00:40:04: Und wie man tatsächlich dann vielleicht auch alles nochmal anders gestalten müsste, dass tatsächlich ihm beständig eine gute Entwicklung wird, auch die danach dann folgen würde.

00:40:12: Aber das ist etwas, was einem untypisch ist.

00:40:14: Das heißt, in der Regel hast du Menschen, die in solchen Kontexten einfach dann reinkommen, mit klaren ... ... Etappenzielen.

00:40:21: Also ich weiß zum Beispiel ein Person, die jetzt schon planen für die Wahl in acht Jahren.

00:40:26: Das heißt, die jetzt schon wissen, wenn ich jetzt da hinkomme, dann möchte ich in acht Jahren kandidieren bei der nächsten OB-Wahl.

00:40:31: Das Karriereplan.

00:40:32: Genau.

00:40:33: Und das ist etwas, was mich tatsächlich völlig verstört, muss ich ganz ehrlich sagen, aber so funktioniert Politik.

00:40:37: Richtig häufig.

00:40:38: Und das ist aber mitteiles Problems, einfach.

00:40:40: Das heißt natürlich dann, die Richtung dann Menschen, die dann so reingehen, die Handlerne auch anders.

00:40:45: Das heißt, wenn du sagst, die ... Bei Widerständen freie ich eben, wie gehe ich jetzt damit um?

00:40:48: Das heißt, wenn ich zum Beispiel jetzt reingehe und sage, mein Ziel ist eigentlich in dem Fall, Demokratie zu stärken, Demokratie-Modell stattzubauen, dann ist für mich tatsächlich eben nicht die Frage, was werde ich in acht Jahren wiedergewählt?

00:40:58: Und die Frage ist einfach, hey, was schaffen wir jetzt in den nächsten acht Jahren?

00:41:01: Und was danach kommt, keine Ahnung, aber erst mal lassen wir uns die acht Jahre gemeinsam gestalten und gucken, was passiert.

00:41:06: Und natürlich, und das wäre so der Punkt, wo ich sagen würde, das heißt auf kommunaler Ebene ist der Vorteil, Jetzt nicht nur in Freiburg, sondern in vielen Städten, in vielen Dörfern.

00:41:14: Das heißt also, falls ihr zuhören sollt, aus einer anderen Stadt, aus einer anderen Kommune, das wäre so ein Hebel, den ihr im Prinzip habt.

00:41:20: Also sagen, kandidiert, wenn in dem Fall vielleicht parteiunabhängig seid, zumal der Punkt ist, wenn ich in Parteien, ich kenne echt viele Menschen in verschiedenen Parteien, und die haben natürlich auch wiederum auch dann so... Innerhalb von der Partei so Systeme, die auch, wie man Dinge im Prinzip macht, wie so was macht und so weiter, die haben es echt komplex.

00:41:38: Ich möchte es nicht so machen, dass ich sage, wir uns nicht behaupten, dass diese Menschen von Parteien aus schlechter Menschen sind, sondern die sind an so Systeme gebunden und müssen doch eine Logik folgen.

00:41:47: Aber die macht sie wiederum halt unten abhängig und erschwert in gewisse, so zu Hand, vielleicht an manchen Stellen, wie sie vielleicht sogar wünschen würden.

00:41:54: Das ist meine Erfahrung.

00:41:56: Und der Vorteil wäre bei unabhängigen Kandidatinnen, die jetzt vielleicht auf dieser kommunalen Ebene irgendwie über diesen ganzen Posten antreten ist, dass die eben nicht an die Systeme gebunden sind und dass die vielleicht auch verbinden können zwischen den Parteien.

00:42:06: Das heißt, dass sie vielleicht aber schaffen können, die in Freiburg als Beispiel, werlt halt so eine Vision vielleicht zu sagen, in den zwanzig-vierendreißigmalen Parteien, die wir vielleicht nochmal stärker in die Zivilgesellschaft hineinfühlen, mit denen verbunden sind, verboben sind und nicht so in Koppelung vielleicht stattfinden, wie sie allgemein in Deutschland eigentlich so beobachten ist.

00:42:27: Ich glaube, der Trend müsste wahrscheinlich dahin gehen, oder was heißt der Trend, oder die Entwicklung müsste dahin gehen, dass solche Ämter vielleicht gar nicht so sehr an das parteipolitische gekoppelt sind, weil man einfach sagen muss, du hast ja hier in Freiburg, wenn man ehrlich ist, eher die Chance jemanden in so einem Amt zu wählen, der dann auch schlussendlich die Gestaltung so vornimmt, wie es vielleicht für einen Großteil der Bevölkerung hier auch repräsentativ ist, wenn es eben nicht ein kleiner Ausschnitt aus sozusagen einer politischen Denke ist.

00:43:04: Und gleichzeitig muss man auch sagen, das Gute an der Kommunalpolitik ist ja, du siehst jeden Tag deinen Schaffen, du kriegst jeden Tag Rückgemeldet.

00:43:14: Das ist so ein bisschen wie das Problem, wenn du deine orthopedische Praxis fünf Minuten mit dem Fahrrad entfernt von deiner Haustour hast, du läufst über die Märkte, du läufst über die, und du siehst in die Gesichter und blickst in die Augen deiner Patientinnen und merkst natürlich dann, okay, gucken mich da ständig Leute an und denken, oh nee, da ist er wieder.

00:43:31: Oder kommen die zu dir und sagen, Mensch, klasse und toll und also du kriegst ja dein Feedback.

00:43:35: Und ich glaube, das ist natürlich etwas, was eigentlich, du hattest mich vorhin gefragt, nach dem inneren Antrieb, das sollte ja auch dein oder euer inneren Antrieb sein, zu sagen, ich möchte einfach durch diese Stadt gehen und sehen, wie das, was ich mir vorstelle, wie das wächst und wie mir das auch von den einzelnen Personen wiedergespielt wird, wie die Freude wieder entsteht, wie die Dankbarkeit entsteht, wie man vielleicht mal auf die Schulter geklopft kriegt und sagt, Mensch, klasse, dass ihr das Projekt angestoßen habt.

00:44:00: Deswegen, du bist ja in der Kommunalpolitik, du bist unglaublich präsent.

00:44:06: Was für mich einfach, und das soll jetzt nicht irgendwie schwermütig klingen, aber was ich mich manchmal frage, weil du vorhin das Thema Macht angesprochen hast, also nicht erst seit haupts und rosso, ist ja die Frage, ob der Mensch sozusagen als soziales Wesen überhaupt taugt.

00:44:26: Und ich hab manchmal schon und ich merke das auch in mir selbst, wenn man so die, ich sag mal so die schwarzen fünf Minuten an, wo man merkt, man hat natürlich aber auch, man hat Wut in sich, man hat Machtsucht in sich, man hat Gier in sich, man hat, das hat der Mensch auch in sich und wahrscheinlich trägt das auch jeder Mensch irgendwo in sich.

00:44:45: und die Frage ist irgendwo nur, Warum ist es denn in vielen Fällen so, dass Menschen sich dann auch durch die Macht, die ihnen dieses Amt gibt oder einen Amt gibt, auch teilweise verändern?

00:44:55: Weil man muss ja auch sagen, man durchläuft im Leben gewisse periodische Veränderungen.

00:45:01: Aber diese Situationen, wo du karriereisch hatte, machst du jemandem auf einmal Macht, in die Hand gibst, verändern häufig einen Charakter.

00:45:09: nicht immer zum positiven.

00:45:10: Wenn dann natürlich noch dieses, wie du es jetzt gerade angesprochen hast, dazukommt, dass man dann auch, man muss dann Leute bespielen.

00:45:15: Man muss auf einmal, man kann nicht mehr unangenehm sein, man kann nicht mehr wie in der Opposition unangenehm sein.

00:45:21: Man muss irgendwo dann auch einmal Leute bedienen, muss dann wieder taktieren, muss sich wieder überlegen, darf ich es mir mit dem überhaupt verschärzen?

00:45:28: Ich gucke dem in die Augen und denke, hey, was bist du für einer?

00:45:30: Normalerweise müsste ich hier aber ganz wichtige Personen irgendwo mit dir klarkommen.

00:45:35: Und das sind natürlich schon auch Dinge, die in so einem in so einem politischen Amt eine Rolle spielen.

00:45:40: und du kannst ja deine Macht irgendwo auch in Anführungsstrichen nur positiv einsetzen, wenn du sie hast, wenn du sie behältst.

00:45:46: Und das ist natürlich aber auch der Vorwand, den du dann auch eben angeführt hast, für viele zu sagen, okay, ich handle jetzt so, weil ich muss die Entscheidung jetzt so treffen.

00:45:55: Eigentlich empfinde ich es anders, eigentlich denke ich es anders, aber damit ich noch mal weiter umsetzen kann, damit ich vielleicht auch muss ich die Entscheidung so treffen.

00:46:03: Und das ist natürlich was, was für uns Außenstehende, wir haben das in unseren kleinen Teilbereichen.

00:46:09: Manchmal schwer ist, weil wir merken das natürlich, wir sehen das.

00:46:12: Wir finden, wir sehen das hier jeden Abend am Bildschirm, wir sehen das in Gesprächen, aber auch mit Kommunalpolitikern, wie sie sich verändern.

00:46:21: Und ich glaube, das ist schon was, wo ich dir zumindest total die Daumen drücke, egal wie deine politische Karriere weitergeht, dass du diesen inneren Antrieb, den du hast, der ja wirklich irgendwo als Knospel entstanden ist und der sich ja mittlerweile schon, also wenn man hier durch die Freiburg läuft und das wird das Thema Demokratie dann fällt der Name.

00:46:40: Und das hast du ja geschaffen.

00:46:42: Und deswegen, ich persönlich muss ganz ehrlich sagen, das ist jetzt nicht nur, weil wir hier vor der Kamera sitzen, ich vertraue dir, dass wenn du macht, das hat so einen positiven oder Einfluss, ich würde es mal einfluss vielleicht bekommen, dass du in der Tat den nutzt, um wirklich deine Ideen umzusetzen, weil du, glaube ich, einfach auch so ein bisschen von diesen Ideen angetrieben hast.

00:47:03: Du wirst sie nicht irgendwie hinten anstellen.

00:47:06: Und du brauchst aber trotzdem dann auch, du brauchst eine Mannschaft, du brauchst andere, die das mittragen.

00:47:11: Das kann man nicht alleine, das muss man entwickeln.

00:47:13: Und ich glaube, das ist immer wieder beim Begegnungsraum.

00:47:17: Das sind ja diese Räume, wo du einfach dich mit Vertretern aus unterschiedlichen Teilbereichen treffen musst und merken musst, okay, haben wir gemeinsame Werte, sind wir eine Werteunion.

00:47:25: Ja, und es ist nicht eine Partei, es ist ein Wert.

00:47:29: Und der Wert führt sozusagen Menschen zusammen und die Menschen müssen aus unterschiedlichen mächtigen Positionen sein, damit sie Dinge anstoßen

00:47:36: können.

00:47:37: Und ich glaube, dass man verbinde Werte haben in Freiburg.

00:47:40: Ich bin überzeugt, also ich kenne das ja, ich kenne sich echt Leute aus super unterschiedlichen Bereichen.

00:47:46: ob es jetzt beruflich ist, als auch ökonomisch, als auch egal, welche Themen.

00:47:52: Und ich habe das Gefühl, dass etwas, was uns verbindet, ist, was Solidarisches.

00:47:57: Und eigentlich auch die Bereitschaft zu sagen, ich glaube auch, dass ich auch den Punkt, wo ich meine, dass mir diesen Ökonomische überwiegt.

00:48:04: Ich glaube, das hast du überall auf der Welt und immer.

00:48:06: Aber im Großteil ist es nicht so.

00:48:08: Ich kenne viele Leute, die den zykonomisch gut gehen und nicht von Geer angetrieben sind, sondern eher sagen, ich möchte, dass anderen Leuten auch gut gehen.

00:48:16: Die haben tatsächlich erst gestern vorgestanden, wenn ein Kumpel getroffen, der auch in der Gastronomie ist, dem es gut geht.

00:48:21: Und der auch eben so die Perspektive von ihm geteilt hat, wie er es sieht und was er glaubt.

00:48:24: Und es ist das Gespräch, die ich immer wieder führe, wo ich merke, in Freiburg ist das schon, glaube ich, etwas, was man häufig beginnt, diese Haltung von, ich möchte einig, wenn es mir gut geht, das mit anderen Leuten teilen.

00:48:37: Und wie du am Anfang auch du von dir geschrieben hast.

00:48:40: Und darum glaube ich, dass der Ort hier ein günstiger Ort ist, genauso was anzugehen.

00:48:44: Und wenn ich jetzt sage, mit diesem, die Macht, das kann man nicht alleine.

00:48:50: Das ist genau der Punkt.

00:48:51: Das heißt, es ist tatsächlich gar nicht mal so im Sinne von, dass ich denke, zu wissen, was das Richtige ist, also im Maßnahmetechnis, sondern ich weiß, dass es richtig, also was notwendig ist und dass wir so zu guten Lösungen kommen, weil wenn du sagst, du hast ein komplexes Problem, wie jetzt zum Beispiel die Klimakrise, Demokratiekrise und so weiter, nehmen die Pandemie.

00:49:15: Es nützt mehr nichts, wenn ich in der Pandemie sage, nur zehn Menschen haben es verstanden, worum es geht.

00:49:21: Wenn ein Leute die Maske nicht tragen, sie nicht impfen lassen, wisse Sachen nicht eingehalten haben, haben alle ein Problem gehabt.

00:49:26: Das heißt, du hast also eine Kommunikation und Lösungen finden müssen, die im Fall möglichst viele Menschen einfach mitnimmt und alle oder möglichst viele Perspektiven berücksichtigt.

00:49:35: Also hätte es im Prinzip Strukturen und Prozesse gebraucht, wo eben genau das stattfindet.

00:49:38: Das heißt, dass jemand irgendwie von der, der wirklich eben Pizzabote, was ich weiß im Prinzip erst bis hin zu.

00:49:45: Erztin bis hin zu.

00:49:46: Also wenn ich alle Bereiche durch, hättest du eigentlich Nipfal innen.

00:49:49: in einem Setting, was wir halt vor schon haben müssen, ebenso einen Austausch haben und zu sagen, okay, lass uns die Maßnahmen entwickeln, die einfach so ist, dass möglichst viel Akzeptanz dann vorliegt.

00:50:00: Und dann wird es tatsächlich tragfähig.

00:50:01: Dann entwickelst du Lösungen, die wo Leute mitgehen, weil sie dem Fall verstehen, worum es eigentlich geht.

00:50:06: Und es ist in all den anderen Problemen genauso.

00:50:08: Und deswegen, das wenn ich jetzt sage, wir brauchen demokratische Strukturen und andere Prozesse und möglichst viele Leute müssen hier stattfinden und das verstehen und mitgenommen werden.

00:50:16: Dann geht es nicht darum zu sagen, weil ich irgendwie Demokratie cool finde, sondern weil es einfach eine Notwendigkeit ist in der Zeit, in der wir uns befinden.

00:50:22: Das heißt, diese Idee von einer Person in der Spitze weiß, wie es richtig geht.

00:50:26: Die funktioniert schon lange nicht mehr, weil die in die Welt im Komplexer wird.

00:50:29: Also brauchst du eben andere Zusammensetzungen von Menschen?

00:50:32: Vielleicht nochmal um das Aufzugreifen, was du gerade gesagt hast.

00:50:39: Ich glaube, dass wir das Potenzial hier haben.

00:50:41: Und das ist aus unterschiedlichen Gründen.

00:50:44: Ich glaube, in der Tat, dass wir einmal Eine Stadt, die allein schon aufgrund der Historie Menschen anzieht, die einfach offen sind, kommunikativ sind, die, ich sag mal, eher so diesen Outdoor-Charakter in sich tragen.

00:50:58: Ja, also wir haben hier eine Stadt, die auch Menschen, die, ich würde mal sagen, einen gewissen Norm- und Werten hinterherlaufen, die sehr monetär getriggert sind.

00:51:09: Also wir sind hier keine Schikimiki-Stadt, das ist so.

00:51:11: Und deswegen auch diejenigen, die hier Einfluss haben, die auch die finanziellen Möglichkeiten haben, schaffen das häufig, das im Endeffekt so zu verbergen, beziehungsweise auch vom Lebensstil her, das so zu führen, dass es nicht dekadent und widerlich wirkt.

00:51:27: Und gleichzeitig haben wir aber auch sehr viele Menschen, die ins Gut geht, auch finanziell gut geht.

00:51:32: Und die dadurch natürlich aber auch eine gewisse Stärke und Bereitschaft haben zu sagen, hey, ich brauche das so gar nicht, ich könnte theoretisch.

00:51:37: Das gilt nicht für alle.

00:51:38: Ich glaube, es gibt überall die schwarzen Schafe, das ist schon so.

00:51:41: Und da muss man natürlich auch als Stadt so ein bisschen gucken.

00:51:44: Also gerade, wenn ich mir so die Immobilien Porsche angucke, so, dann muss man schon auch sagen, obacht, obacht, obacht.

00:51:51: Nichtsdestotrotz glaube ich, dass die Menschen, die hier leben, ein Großteil wirklich extrem offen sind für diese Entwicklungen.

00:52:02: Und ich bin da zum Beispiel auch total gespannt auf die jüngeren Generationen, die nachkommen, weil natürlich haben wir Riesenbaustellen und natürlich sind wir mittlerweile auch gerade was die digitale welt angeht ganz gefährlich unterwegs.

00:52:14: nichtsdestotrotz diese schelte die teilweise an der jüngeren generation betrieben wird sehe ich jetzt wieder wenn wir über diese themen sprechen.

00:52:25: eigentlich anders muss ich ganz ehrlich sagen.

00:52:26: also wenn ich mich mit jüngeren unterhalte natürlich wirkt es manchmal ein bisschen ziellos und das ist nicht mehr wie bei uns so.

00:52:30: dieses schaffe schaffe häuslebau und das ist der nächste schritt.

00:52:33: und dass das das das Die sind nicht mehr so getrieben von diesen Wegen, sondern die stellen auf einmal diese unangenehmen Fragen und von unseren und älteren.

00:52:40: Ich zähle mich damit auch dazu, weil das häufig so ein bisschen als, jetzt setze dich wieder mit diesen Sachen auseinander.

00:52:45: Wo ist denn dein Fahrplan?

00:52:47: Aber ich bin extrem gespannt, was da kommt.

00:52:51: Und ich glaube, dass die Jüngeren sich das nicht mehr lange bieten lassen.

00:52:55: Und ich glaube auch Tat, Freiburg, ein extrem näher Boden.

00:52:58: Und auch da, ich will nicht wieder in Parteien und sagen, links und grün und keine Ahnung was.

00:53:03: Aber diese soziale Denke, die klimatischen Aspekte mit einzubeziehen und so weiter.

00:53:10: Da sind gerade die, ich sag jetzt mal schon, teilweise zwölf, dreizehn, oder ich fange noch früher an.

00:53:16: Also, keine Ahnung, wenn ich hier unsere Große ist auf der Caroline Kasper-Schule hier unten, die natürlich auch mit all ihren Konzepten mit Inklusion und Familienklassen und ja, dann dem Friday, den die machen, vor Alltag mit Klimaprojekten.

00:53:30: Und das war natürlich extrem fortschrittlich, aber auch das.

00:53:33: ist für mich so ein Beispiel, wo auf einmal die zehnjährigen schon anfangen zu demonstrieren und auf die Straße zu gehen und zu säubern.

00:53:40: Und ja, also das heißt diese Entwicklungen, die teilweise jetzt auch schon in den Schulen stattfinden, die schon mit den Jüngeren stattfinden, wo Initiativen entstehen von Jugendlichen, wo teilweise dreizehn, vierzehnjährige Dinge tun, wo ich sagen würde, hey, Freund, warum machst du das nicht?

00:53:54: Ja, ich glaube, dass da ganz viel Potenzial da ist.

00:53:57: Und das ist sicherlich was, wo man nicht nur Hip sein muss und den Insta und TikTok Kanal bedienen muss, sondern die wollen dich nicht Kaspern vor der Kamera sehen, sondern die wollen, dass da ein Inhalt transportiert wird.

00:54:08: Und dafür kann man die neuen Medien nutzen, aber dafür musst du keinen Quatsch veranstalten, sondern da musst du einfach präsent sein und musst auch dieser Generation einfach klar beantworten, warum diese Stadt sich in die und die Richtung entwickeln sollte.

00:54:22: Deswegen ist das Potenzial da.

00:54:24: Wir sind eine sehr lebendige Stadt, wir sind eine junge Stadt, wir sind eine wohlhabende Stadt in meinen Augen, also jetzt bezogen auf die Bürger.

00:54:32: Und dementsprechend geht es, glaube ich, in erster Linie darum, vielleicht auch mal Finger in den Wunden zu legen, aber auch positive Signale zu setzen und das Potenzial, was da ist, einfach nur wieder zu nutzen und anzuschieben.

00:54:43: Und da ist für mich immer die Frage, also ich kriege immer schon irgendwie Gänsehaut, wenn ich abends hier das Wort Kommission höre, weil Kommission ist für mich einfach nur irgendwie die nächste Zusammenkunft von Menschen, die dann wieder vertagen, ja.

00:54:54: Aber genau das ist es ja.

00:54:55: Du brauchst diese Kremien oder wie auch immer du es nennen möchtest.

00:54:58: Also du brauchst jemanden, der die entscheidenden Köpfe an einen Tisch holt und vereint.

00:55:07: Und ich glaube, dass das potenzial in Freiburg auch ist, die Größe.

00:55:11: Also wir sind nicht so groß.

00:55:12: Dieses Schiff ist nicht so träge, wie das vielleicht in anderen Städten ist.

00:55:16: Also wenn ich mir eine zwei, eine vier Millionen Stadt angucke, Ich glaube, das ist da Veränderungen.

00:55:21: Das ist alles in Tropfen auf dem heißen Stein bis da im großen Ganzen was ankommt.

00:55:24: Das dauert Jahrzehnte.

00:55:25: Das hier ist ja schon eine Stadt, wo du mit einzelnen punktuellen, also keine Ahnung, nimm dieses Thema Eishalle.

00:55:32: Dieses Thema Eishalle ist so präsent schon seit zehn Jahren Stadttunnel.

00:55:37: Also wir haben Themen, die beschäftigen diese Stadt einfach über zwanzig Jahre und trotzdem werden die Leute nicht müde darüber zu sprechen.

00:55:45: Das heißt, du kannst ja mit ein, zwei cleveren lösungen kannst du steinens rollen bringen die dann auch auf einmal wieder vielleicht signalisieren auf einmal geht hier was hier bewegt sich was das ist muss gar nicht viel sein um dieses vertrauen sozusagen zu gewinnen und zu sagen hey da ist aber jetzt mal ein thema gelöst worden.

00:56:02: da haben wir aber andere lange schwer getan ja.

00:56:05: und deswegen ich glaube schon dass wir hier das potenzial haben mit ein zwei Richtig guten repräsentativen Projekten.

00:56:12: Das waren jetzt keine Projekte, die ich jetzt meine im Hinblick auf unsere Themen.

00:56:15: Das war jetzt nur ein Beispiel.

00:56:17: Und deswegen, ich glaube nicht, dass man hier sagen muss, okay, die nächsten zehn Jahre, oh Gott, was können wir denn in acht Jahren oder zehn Jahren?

00:56:24: Was können wir da überhaupt bewegen?

00:56:26: Ich glaube, dass dieses Schiff schon so ist, dass wenn man einmal so ein bisschen gegensteuert, dass es relativ schnell auch mal eine Kehrtwende oder zumindest einen kleinen Kurswechsel machen kann.

00:56:35: Es müsste ja das Ziel auch sein, weißt du?

00:56:37: Also deswegen meine ich ja, die Idee dahinter wäre nicht zu sagen, so was, was kann ich in acht Jahren schaffen, wenn ich gewählt werden soll, dass die Idee dahinter zu sagen, was können wir in acht Jahren schaffen.

00:56:47: Und wenn man das in Britie mitkommt, möglichst viele Menschen zu aktivieren und dann eben Räume zu schaffen, wo sie aktiviert werden können, Räume zu schaffen, wo sie ein paar befähigt werden, sich aktivieren und einzubringen, dann glaube ich, dass tatsächlich unfassbar viel entstehen kann, was man glaube ich gar nicht jetzt vorstellen kann.

00:57:04: Und das will ich so ein klein bisschen zum Großen.

00:57:06: Das heißt angefangen von der eigenen Straße oder vielleicht über eigen Haus bis hin über den Stadtteil oder die gesamte Stadt.

00:57:13: Und das wäre für mich tatsächlich so interessant, da ich herauszufinden, was, was, was eigentlich machbar möglich wäre.

00:57:19: Und mit den jungen Menschen, weil ich es spannend so vorhin angesprochen hast, wenn, wenn mich Leute im Fragen, woher ich meine Kraft und meine Mut und meine Hoffnung nehme, ist tatsächlich eigentlich, ich bin so froh, dass ich mit jungen Menschen arbeite.

00:57:33: weil die sind eigentlich genau die, die mir echt genau das geben.

00:57:36: Das heißt, in all diesen Zeiten, die so um die Zeitung aufschlägt oder eben im Internet irgendwie guckt, was so gerade passiert ist, irgendwie morgens, wenn man das Ding anmacht, dann merk ich so im Austausch mit jungen Menschen, wie anders die ticken.

00:57:49: Und dass die einfach in der Energie haben, dass die irgendwie kreativ sind, dass sie einfach, was dieses je älter man wird, umso mehr, also Erfahrung ist gut und zeigt gleich wiederum auch, kann es auch aus Schlagen manchmal sein, wenn man zu viel weiß und zu viel Erfahrung hat und das Gefühl hat, das ist so unfassbar, groß und komplex und man weiß gar nicht, wann man anfangen soll.

00:58:08: Und dann kommt aber jemand hin und sagt, lass uns doch das mal machen und denkst, okay, cool, lass uns mal den Weg gehen.

00:58:13: Und zumal auch eben dieses, was du gesagt hast, wenn die jetzt schon in frühen Jahren einfach sich anders in der Rolle wahrnehmen, das heißt, wie sie in der Schule stattfinden können, wie sie in der Stadtgesellschaft stattfinden können, dann ist es ja das beste Invest, eigentlich, als Gesellschaft, was du machen

00:58:29: kannst.

00:58:30: Deswegen glaube ich auch, dass jetzt, unheimlich jetzt was als kommen sollte, nach der Wahl, dass auf jeden Fall hoffentlich vielen jungen Menschen investiert wird.

00:58:38: Weil ich glaube tatsächlich, dass etwas, ob das demokratie-technisch ist oder ob jetzt auch ökonomisch, wenn es völlig egal in allen Bereichen, glaube ich tatsächlich, dass Gesellschaft nur davon profitieren kann, wenn man junge Menschen investieren.

00:58:50: Und gleichzeitig sind wir da halt wieder bei diesem lebenden, also für mich manchmal war es schon ein bisschen lebenden Thema des großen Ganzen, wenn du natürlich dann siehst, jetzt komme ich wieder sozusagen aus der medizinischen Born mit der Alterspöramide, mit dem brennenden Eintrittsalter, den Jungen, die jetzt schon sozusagen immer wieder gesagt kriegen, oh Gott, was ihr da tragen müsst und so weiter.

00:59:08: Also wir haben einerseits müssen wir in den Raum geben, sich zu entwickeln, Dinge zu, in die Lehre zu gehen, auch mal vielleicht erst nochmal eine horizontal erweitende Reise zu machen, vielleicht auch wieder so ein bisschen die, den Sinn schärfen für auch einfach Ausbildungsgänge, Studiengänge, die jetzt vielleicht nicht immer nur dieses zielführende schaffe schaffe irgendwie, dass sie hier haben.

00:59:29: und gleichzeitig brauchen wir die, die Power, ja, wir brauchen die Arbeitskraft, wir brauchen auch den, den Input ins Sozialsystem finanziell und das ist natürlich ein Sparkat.

00:59:39: Den wir irgendwie auch lösen müssen.

00:59:42: und auch da wieder und deswegen reden wir über Freiburg und reden in Mikrocosmos Freiburg.

00:59:45: Ich glaube schon ist jetzt vergleiche und ich werde jetzt keine Schelde machen in der Region wo ich herkomme gebürtig.

00:59:50: aber es ist natürlich Die jüngeren generationen hier sind schon noch mal sitzpauschal gesagt aber sind schon noch mal anders als es wäre noch anders groß mit einem anderen gedanken gut groß und auch mit ein bisschen anderen brille.

01:00:02: und Dementsprechend glaube ich dass wir gefühlt im großen Ganzen wie im kleinen vielleicht noch drei, vier, fünf Jahre haben, die sind ganz wichtig.

01:00:14: Natürlich würde dort danach weitergehen und wir werden in dreißig Jahren wahrscheinlich auch sagen, na ja, gut, war halt alles irgendwie schwierig und so weiter.

01:00:19: Aber es ist gerade schon was am Kippen, im Großen wie im Kleinen, was wir, glaube ich, auch so ein bisschen unterschätzt haben.

01:00:28: Und wenn ich mir jetzt meine Kindheit Jugend angucke, wie es sorgenfrei die war, natürlich haben sie auch unsere Eltern Sorgen gemacht und Hatten auch, denke ich, gewisse Ängste und so weiter.

01:00:38: Aber es ist jetzt, so seit vier, fünf, sechs Jahren, für mich war diese zweite Amtszeit von Trump in Kombination mit Corona.

01:00:46: Das war schon so was, wo ich gemerkt habe, oh, ich kann hier nicht mehr zu Hause sitzen.

01:00:51: Und kann, also ich tust trotzdem meinen Kindern mit gutem Gewissen so signalisieren, weißt du was, die nächsten siebzig Jahre eures Lebens wird alles so sein, wie es noch war.

01:01:01: Uns Eltern konnten das retrospectiv, da gab es eigentlich nur Wachstum, Wachstum, Weiterentwicklung.

01:01:06: und gefühlt ist es so seit sechs, sieben, acht Jahren schon so, dass einfach auch gewisse Urängste entstehen.

01:01:12: Krieg in dieser Region, Klimakrise, die es natürlich manchmal auch schwer machen, diese Positivität und diesen inneren Antrieb und dieses immer wieder dann auch nach außen zu kehren.

01:01:23: Es ist schon auch immer ein Moment des Innenhaltes, wo man so denkt, eigentlich, also man kann ja komm noch was machen und der Zug, der fährt gerade ab und so.

01:01:30: Und ich glaube, das ist einfach die Aufgabe, dass man den Jüngeren diese Hoffnung einfach gibt.

01:01:36: Und dieses, pass mal auf, es gab auch früher schon schwierige Situationen.

01:01:41: Aber die Menschen haben es geschafft, zusammenzufinden.

01:01:44: Die Menschen haben geschafft, das Ruder rumzureißen.

01:01:47: Und ich glaube, das ist sicherlich was, was wir als Eltern, aber auch die politischen Personen in den nächsten fünf, sechs, sieben Jahren oder vielleicht auch schon in den nächsten ein, zwei Jahren forciert angehen müssen, dass wieder mehr positive Energie auch in die Kommunikation kommt, diese Hoffnung zu transportieren.

01:02:06: vielleicht nicht mal, vielleicht auch nur

01:02:08: schon

01:02:08: zumindest nicht irgendwie zu ersticken.

01:02:10: Weißt du, also ich hab eher das Gefühl, dass die Hoffnung, der Mut und diese Lust eigentlich da ist und an manchen Stellen eher so dieses, so nie, ich wirst dann schon sehen, wenn du dann mal erwachsen wirst und so.

01:02:23: Das heißt, dass man vielleicht erst mal an sie so eben sich entwickeln lässt und zumindest irgendwie eher so nochmal Wind in die Segel gibt und nicht irgendwie die Stutze oder so irgendwie, können wir Ihnen auch vorstellen.

01:02:35: Naja, ist ein guter Punkt.

01:02:38: Hast du Vision vielleicht nochmal für dein Stadtteil speziell?

01:02:42: Das muss ich mir überlegen, was für ein Stadtteil ich bin.

01:02:46: Ja, also ich persönlich finde in der Tat, also Freiburg ist ja sowieso gefühlt so, dass wenn man in seinem Stadtteil verhaftet ist, dann bleibt man verhaftet.

01:02:56: Also ich merke schon, wenn ich vorhin in Ebnet-Besuch denke, das ist auch eine Weltreise, deswegen ich denke schon sehr auch hier in diesem Stadtteil Cluster.

01:03:05: Die Unterviere und Merzhausen, und wir sind jetzt wie gesagt genau in der Ortskrise natürlich extrem unterschiedlich.

01:03:10: Merzhausen, so dieses Dörfliche, was ich total genieße.

01:03:16: Also ich muss schon noch sagen, dass dieses nach Merzhausen rübergehen, dort auf dem Markt, das ist alles so sehr, wie ich es von früher kenne.

01:03:23: Kleinen Dörflich.

01:03:24: Gleichzeitig fühle ich mich manchmal auch durch die fehlende Straßenbahn so ein bisschen abgehängt.

01:03:29: Also ich habe es jetzt immer wieder auch mit weil wir jetzt auch so mit die Schulentscheidung treffen müssen von der Großen und so weiter, auch mit Schülerinnen aus den Stadtteilen hier, Metzhausen, Au, die schon teilweise einfach das Gefühl haben, sie sind teilweise so weit ab vom Schuss durch diese fehlende Straßenbahn, dass es da einfach schon wieder so dörflich ist, dass ihnen manchmal so diese städtische fehlt, also eher so ein bisschen manchmal kleinbürgerlich.

01:03:54: Und da würde zum Beispiel, finde ich, dieser Region hier hinten Einfach ganz gut tun, wenn man dann doch irgendwie es schafft, diese Straßenbahnlinie durchzuziehen und das wieder so ein bisschen zu beleben, auch vielleicht mal an Straßenbahntourismus zu schaffen, der den kleinen Läden in Metzhausen an der Hauptstraße ermöglicht, auch weiter zu bestehen.

01:04:12: Und dass man nicht diese Verkehrssituation, die hinten raus ist, mit eh schon immer Stauabend und Feierabend und so weiter, dass man das so ein bisschen auflockert.

01:04:19: Ich glaube, dass viele Menschen sich überlegen, auch die Gastronomie hinten zu besuchen und so weiter, weil es einfach extrem anstrengend ist, dahin zu kommen.

01:04:27: Und beim Stadtteil Unterviere, auch wieder Ortsgrenze Metzhausen, ich finde das hier extrem viel Fläche.

01:04:35: Ich will nicht sagen, Brach liegt, aber teilweise auch mit leeren Lagerhallen mit, also sowohl hier die Unterviere hinten raus Richtung Bauhaus, als auch wenn man dann über die, was ist das Wiesenthalstraße geht, hier in Metzhausen, hat ganz viel freie Industriefläche.

01:04:53: Also ich will da jetzt kein Betrieb so nahe treten, der vielleicht noch seine Werkstatt drin hat, aber viele sind auch einfach voll gemüllte Hinterhöfe, so kleine private Shotplätze und so weiter.

01:05:01: Also da ist Raum da.

01:05:03: Und du bist eigentlich, wenn du die Stadtteile rundherum dir anguckst, St.

01:05:06: George kommt schnell rein, Merzhausen kommt schnell rein.

01:05:10: Also du hast eigentlich rundherum Stadtteile, die sich in Begegnungsräumen hier dann auch treffen würden.

01:05:17: Es entsteht so ein bisschen Co-Working-Space-Büro hier voreinander Wiesenthalstraße, Oldmannstraße.

01:05:22: Das heißt, so ein bisschen quäliges Leben kommt da schon rein.

01:05:25: Aber es ist schon sehr auch auf die Vauban bezogen, weil dann alle immer sagen, ja, gute Hammerjahr, die Kaffee und Gastwohnen usw.

01:05:33: Dabei fehlt aber so ein bisschen im Heldenviertel oder dann eben auch hier so an der Grenzerichtung jetzt hausen.

01:05:40: Ein bisschen dieses urbane Leben in meinen Augen und auch da wieder die Fläche wären

01:05:44: da.

01:05:49: Zwei Fragen habe ich noch offen.

01:05:52: Das eine ist, hättest du noch mal eine Frage direkt an mich, wobei ich ja schon vorhin einige Sachen gesagt habe.

01:05:59: Das heißt im Kontext dieser OB-Wahl oder nicht oder sondern und.

01:06:04: und die zweite Frage wäre, Manchmal machen sich ja Menschen im Vorfeld, bevor wir miteinander sprechen, ein paar Gedanken und denken so, das eine Thema würde ich irgendwie gerne ansprechen.

01:06:13: Das heißt, falls du jetzt gemerkt haben solltest, dass irgendwie, haben wir es nicht angeschnitten, ist für mich so wichtig, dann wäre genau der Zeitpunkt, das nochmal aufzugreifen, damit wir irgendwie das Gefühl haben, es ist irgendwie rund.

01:06:24: Ja, starten wir vielleicht ein bisschen mit einer einfachen Frage, Frage an dich.

01:06:29: Schlussendlich, also, wir hatten ja vorher, bevor wir uns heute getroffen haben, relativ wenig kontakt.

01:06:36: jetzt spezifisch dem podcast natürlich mal so ein bisschen reingeguckt hat mich einfach interessiert was du da machst und das was mir.

01:06:45: Also mich gefragt hat ist ich dann auch relativ klar gesagt habe ich habe da total.

01:06:50: Interesse dran was mir so ein bisschen.

01:06:53: immer wieder auf der Zunge gebrannt hat, an Fragen ist.

01:06:56: Und das geht so ein bisschen in diese Richtung intrinsische Motivation.

01:07:00: Also mich würde extrem interessieren, weil mich das auch beschäftigt, wie du es geschafft hast, in der Politik Fuß zu fassen und wie du bisher deine Art, wie du kommunizierst, wie du denkst, was du bisher für einen Eindruck hattest, wie das auch in der politischen Landschaft, vielleicht sogar auch hier Freiburg spezifisch, aufgenommen wurde.

01:07:24: Also würdest du sagen, dass du mit den Kontakten, die du hier hast, auch aus der politischen Landschaft, vielleicht aus diesem klassischen Parteiensystem, dass die sehr häufig dich sozusagen mit den Ideen positiv konstruktiver aufgenommen haben, oder hattest du auch immer den Eindruck, dass da so eine gewisse Zurückhaltung entstanden ist, so nach dem Motto, jetzt machen wir halb lang.

01:07:47: Also das würde mich interessieren, weil ich finde, du bist extrem ansteckend.

01:07:49: Ja.

01:07:50: Und das geht ja auch so ein bisschen in diese Richtung Offenheit, auch mal den eigenen Machtanspruch vielleicht, zu kosten von einer guten Idee hinten anstellen.

01:07:58: Also, fühlst du Freiburg hier?

01:08:01: Ist das ein Nährboden, auf dem du sagen kannst, wo diese Ideen auch sehr schnell fruchten?

01:08:07: Oder gehst du von Gegenwehr

01:08:08: aus?

01:08:11: Die Frage ist, welche Akteur im Kopf hat.

01:08:15: Das heißt, wenn ich jetzt parteipolitische Akteure im Kopf habe, kann ich es ja nicht sagen.

01:08:19: Es ist aber unterschiedlich nach Thema.

01:08:21: Und je nach Frage.

01:08:22: jetzt vom Typ her, glaube ich, dass ich jetzt eher jemand bin, der unangenehm ist.

01:08:28: Das heißt, ich habe eine relativ klare Haltung.

01:08:30: Und es heißt, weil ich eben nicht Spiele mitspiele und es für mich auch kein Spiel ist, ist es so, dass natürlich für Leute etwas Unberechenbares ist.

01:08:40: Das heißt, ich würde auch Fragen stellen an den Stellen, wo ich es fühle, aber die muss jetzt hier gestellt werden, die aber jetzt vom System her nicht passen würde.

01:08:47: Und das ist, glaube ich, etwas, was dann nicht angenehm ist.

01:08:49: Und das ist etwas, was jetzt, ob jetzt die Presse oder Politik oder auch immer, wo ich dann schon merke, dass jetzt nicht immer nur offene Türen einrennen.

01:08:58: Zeigt gleich jetzt in der Bevölkerung oder Zivilgesellschaft, würde ich sagen.

01:09:03: Da ist schon eher so, dass es dann... Zumindest so wahrgenommen wird von den Leuten mich kennen, dass das was ich in dem Fall versuche anzustoßen, verstand dort als ich möchte eigentlich in dem Fall, dass wir uns gesellschaftlich weiterentwickeln, dass uns um die allem besser geht und wie alles gerechter wird oder sozialer wird.

01:09:19: Und dass tatsächlich nicht darum geht, dass ich irgendwie persönlich interessant verdrehte.

01:09:24: Und deswegen würde ich sagen, da habe ich tatsächlich eher so das Gefühl, deswegen auch dieses Heimatgefühl, was du vorhin beschrieben hast, habe ich schon auch.

01:09:30: Also ich habe nicht dann, ob es ein Sportbereich ist oder auch tatsächlich auch ein Parteien oder in anderen Gruppierungen, habe ich schon so ein Gefühl gehabt, dass ich mit vielen Menschen Austausch hatte, wo ich so ein Nehmen und Geben verstanden habe und das Gefühl hatte, wir sind auf allen Erseiden irgendwie so mal glüge geworden, sind daran gewachsen.

01:09:46: Aber trotzdem, dass ich in der Systemlogik bin ich, glaube ich, schon jemanden unangenehm.

01:09:51: Es ist in meinem Beruf aber genauso.

01:09:52: Das heißt, wo ich jetzt unterwegs bin als Referent, ist nicht so, dass alle sich freuen, wenn ich komme.

01:09:56: Ich zeige gleiches aber so, dass ich zum Beispiel einfach, ob ich jetzt Referatsleitung, Obteilungsleitung bis hin zu Präsidenten, Leute habe, die mich echt, wo ich echt Rückendecken genieße.

01:10:05: Das heißt, wenn es unangenehm wird, dann stehen ja eigentlich mal hinter mir und sagen, nie, das wird schon seine Richtigkeit haben.

01:10:11: Und das ist für mich zum Beispiel etwas, wieso ich meinen Beruf gerne mache.

01:10:14: Und so ähnlich... würde ich mir das sicher auch hier hoffen.

01:10:18: Das heißt zu sagen, dass man an manchen Stellen unangenehme Fragen oder Antwortenpräzit auch bekommt, also vielleicht unangenehm Sinne von, weil es notwendig ist, sie zu stellen oder im Prinzip den Weg zu gehen.

01:10:30: Aber Zeit, glaube ich, auch zu verstehen, dass jetzt das nicht irgendwie Tour oder machen wollen würde, irgendwie aus einem persönlichen Interesse heraus, sondern weil ich denke, dass einfach die beste Lösung ist für alle oder für die Gesellschaft.

01:10:42: Greift es so ein bisschen auf?

01:10:43: Ich weiß nicht, ob du darauf hin aufgezielt hast.

01:10:46: Ich

01:10:46: glaube, das greift es auf.

01:10:47: Weil es ist ja im Endeffekt, geht ja die Frage so ein bisschen in diese Richtung.

01:10:52: Wie machst du für dich sozusagen klar, dass du dir treu bleibst?

01:10:56: Das ist eigentlich die Frage da dahinter.

01:10:58: Und ich glaube, das ist genau das.

01:11:01: Die muss sich jeder immer wieder stellen.

01:11:03: Du musst dir in deinem Beruf oder auch als Familienvater, als Ehemann, als Politiker, du musst dir immer diese Frage stellen.

01:11:10: Du hast gewisse Werte und diese Werte verändern sich im Laufe des Lebens, aber der Kern bleibt häufig, finde ich, konstant.

01:11:16: Der bildet sich und dann verfolgt man die, dann kommt vielleicht neue Eindrücke hinzu, man hinterfragt auch mal was kritisch, aber deine Person und dein Werdesystem in dir, das ist ja irgendwann mal gewachsen.

01:11:26: Und ich glaube, in der Tat, dass du das nur aus den Augen verlieren kannst, wenn irgendwann stärkere Mächte quasi in dir greifen, die dann dich vielleicht fehleiten und wo dann auf einmal die bekannte Person sagen, hey, du bist nicht mehr du selbst.

01:11:39: Und ich glaube, das ist einfach was.

01:11:40: Ich meine, du machst das jetzt schon zu lange und bist auch einfach zu gesettelt in dieser Position, als dass ich dann in Gefahr sehen würde.

01:11:46: Und gleichzeitig ist natürlich so, du wirst denselben Hürden entgegentreten, du wirst denselben Windmühlen gegenübertreten.

01:11:53: Du wirst dieselben Verlockungen verspüren und Tendenzen spüren.

01:11:56: Die Türen werden aufgehen, die werden zugehen.

01:11:59: Und da sich dann einfach immer treu zu bleiben.

01:12:02: Das ist einfach eine große Aufgabe.

01:12:04: Und deswegen, du fragst mich nach einem Wunsch.

01:12:05: Ich glaube, Der Wunsch ist einfach, dass wir als Gesellschaft wieder da hinkommen, dass wir im Kritischen des Kurs führen können, ohne dass quasi jedes Wort sofort auf dem Mund rumgedreht wird.

01:12:24: Auf die Goldwaage.

01:12:25: Weißt du, wie ich meine?

01:12:26: Ich bin eine Generation.

01:12:27: Ich hab so meine Frau total oft davon, ich tue mich mit dem Gender total schwer.

01:12:31: Ich muss üben.

01:12:32: Ich muss aktiv üben, weil's einfach vierzig Jahre nicht gemacht hat.

01:12:36: Dasselbe ist, dass ich manchmal auch einen Satz raushaue, der hört sich so an, dass ich denke, das kannst du hier ausdrücken, das ist in einem Kontext heraus.

01:12:44: Und das sind so diese Beispiele, wo ich sage, ich will auch mal wieder konstruktiv streiten, ohne dass es gleich auf die Goldwahl gelegt oder den Mund rumgedreht wird.

01:12:54: Und dasselbe gilt ja für euch auch, du musst unangenehm sein können.

01:12:57: Du musst auch mal unangenehme Fragen stellen können, ohne dass dann sofort der Nächste da ist.

01:13:01: Der hat's am Handy, der hat's am Video, der hat's am, und dann wird das irgendwo präsentiert und auf einmal hat er sie noch alle.

01:13:07: Und sich da treu zu bleiben.

01:13:09: Und gleichzeitig aber dir auch nicht selber Türen zuzuschlagen vor der eigenen Nase.

01:13:14: Durch dieses Unangenehme.

01:13:16: Das ist glaube ich schon eine Herkulesaufgabe, die ist... schwierig, aber die schansten bisher zumindest häufig gut gemeistert zu

01:13:22: haben.

01:13:23: Ich weiß es nicht.

01:13:24: Also zumindest habe ich jetzt beruflich schon gefühlt, dass irgendwie die Rechnung aufgeht, dass dann bei den letzten Jahrzehnten, die sich da echt gelohnt haben, dazu investieren in die Richtung.

01:13:31: Und ich glaube tatsächlich, dass eine Sache, die einfach echt extrem implizitiert war, dieser Wert.

01:13:35: Also ich bin schon, Gerechtigkeit ist bei mir schon echt ein super starker Wert.

01:13:39: Und Ungerechtigkeit trage ich nicht.

01:13:41: Und das gilt halt genauso für mich.

01:13:43: Das heißt, wenn dann Leute dann, wenn du mir jetzt sagen würdest, Dianos hat es gemacht, das ist super ungerecht, dann höre ich dir genau zu.

01:13:49: Das heißt, und dann möchte ich wissen, was ich da jetzt gemacht habe.

01:13:53: Und das ist auf mich so der Punkt, wo ich sage, wenn ich z.B.

01:13:55: auch mit jungen Menschen, also auch mit Schülern, egal wie alt ihr seid, wenn die irgendwie sagen, das war jetzt nicht fair, war nicht gerecht, hätt' ein Stelz, weil dann hinten ein Stelz ist eine sehr starke Frage, was du da gemacht hast, und hörst so sehr genau zu.

01:14:06: Und das ist etwas, was ich mir aber eicht.

01:14:08: Und deswegen finde ich, dass ich im jungen Menschen auch für mich so ein guter Spiegel.

01:14:13: Auch die eigenen Kinder, sehr guter Spiegel, immer die sozusagen sagen, hey, da bewegst du dich gerade, das passt jetzt gerade nicht und es ist nicht in Ordnung.

01:14:21: und dann musst du dich immer wieder reflektieren.

01:14:24: Du hast ja vorhin auch irgendwann am Anfang so ein bisschen das erzählt, wo du gesagt hast, wie du dich dann selbst und mich gerade reflektierst.

01:14:28: und genau ist es, glaube ich, der Aspekt, dass man sich immer davon ausgehen muss, dass man eigentlich auch selbst natürlich, dass man erstmal nicht alles weiß.

01:14:35: und dass man durchaus auch Fehler macht und dass man die auf jeden Fall eingestehen muss und daraus aber dann auch lernen.

01:14:40: Und weil nicht die vielen nicht eingestiegen, nicht daraus lernen.

01:14:41: Und deswegen glaube ich schon, dass diese Selbstkritik ein wichtiger Punkt ist und es diese Verlockungen, muss ich sagen.

01:14:48: Ich habe die Phase schon gehabt, wenn ich eigentlich bin.

01:14:51: Ich habe so eine Phase gehabt, wo ich mit Vorträgen, bin ich in Deutschland rumgetingelt und war immer mehr Leute im Publikum und immer mehr große Bühne.

01:14:58: Und dann merkst du so, es geht so runter wie Öl, Menschen hinzu, du kommst voll wichtig vor.

01:15:04: Und dann Merkst du, kommt zum Punkt, dann gehst du zu Hause und denkst, okay, aber wieso habe ich eigentlich das Ganze begonnen?

01:15:11: Wieso habe ich das gemacht?

01:15:12: Und sagst du, eigentlich wollte ich eine Bildung verändern und irgendwie zu einem bildungsgerechteren Welt gekommen.

01:15:17: Und dann fragst du dich so, aber das, was du jetzt

01:15:20: tust,

01:15:21: wie viel hat das irgendwie verändert und wie viele hast du tatsächlich beigetragen?

01:15:23: Stellt so fest, eigentlich... Nicht viel.

01:15:26: Das heißt, wenn ein Vortrag, dann klatscht man nicht vielleicht und fühlt sich selbst gut, aber im System hat es nicht viel verändert.

01:15:32: Und dann merkst du, okay, eigentlich ist der Invest nicht gut.

01:15:34: Das heißt, du fühlt sich gut, aber die Sache ist nicht vorangekommen.

01:15:37: Also musst du im Fall woanders hingehen und die Arbeit anders angehen.

01:15:41: Und so dieses eben da rauszugehen und sagen, du musst einfach... Ackern und da musst du halt viel im Klein-Klein, in meiner Schule, in meiner Schulleitung, man mit Lehrkräften, man mit Schülern, dann im Ministerium, dann wieder hier.

01:15:53: Das heißt, überall so zeitgleich die ganzen Sachen bearbeiten.

01:15:57: Deswegen habe ich auch tausend Hüte.

01:15:58: Das heißt, ich bin jetzt zum Beispiel Ende der Woche, habe ich ein Blog-Seminar, das heißt, ich arbeite mit Studentinnen.

01:16:03: Gestern war ich im Seminar, wo Leute mit Referendaren arbeiten.

01:16:06: Danach arbeite ich wieder mit Schulleitungen im nächsten Monat, wo ich dann wieder um die Kompok fahre.

01:16:11: Das heißt, ich arbeite mit verschiedensten Akteuren und versuche da so, um Steine so anzustupsen in gewisse Richtungen, dass Demokratie technisch schon wie es begünstigt.

01:16:20: Und merke so, wenn man das so macht und strukturell gut aufzieht, mit vielen Verbündeten gemeinsam, dass man doch was bewegen kann.

01:16:26: Aber es ist halt einfach harte Arbeit, viel Zeit, viel Energie.

01:16:31: und nicht etwas, was irgendwie pressewirksam ist.

01:16:33: Das heißt, du hast kein Hochglanzfotos, aber nur halt einfach harte Arbeit.

01:16:39: Zieh's durch.

01:16:40: Ja, also ich meine, solang du diese Energie hast und sozusagen, und es wirkt jetzt nicht so, als würdest du müde, dementsprechend, glaube ich.

01:16:52: Das ist ein Charakter, der hat sich entwickelt.

01:16:55: Und ich glaube, deswegen, um die Frage, die ich dir da gestellt hab, auch zusammenfassend vielleicht auch für mich zu beantworten, ich glaube, Man kann auch mal links und rechts irgendwo abgelenkt werden.

01:17:05: Das ist meine kurze Phase.

01:17:07: Aber ich glaube, wenn du die im Kern treu bleibst, würdest du zumindest nie dazu führen, dass du deine ... deine Werte wirklich aus den Augen verlierst.

01:17:15: Und ... um vielleicht noch mal diese letzte Frage zu beantworten, noch so ein bisschen ... Ich persönlich harter gerade eher so ein bisschen mit dieser Lebensphase, wo ich so denke, wow, das war jetzt vielleicht schon die Hälfte.

01:17:29: Und ich merke das erste Mal, wie ich mich so ein bisschen auch mit dem Thema ... Vergänglichkeit auseinandersetzen und mich frage was hinterlas ich dann eigentlich von Fußabdruck?

01:17:38: also ich meine die zeit die wir jetzt hier in diesem berät jetzt hier wirklich über riesen themen und man hat so den eindruck so gott da kommen steine ins rollen und kann ich die noch aufhalten und so weiter.

01:17:48: eigentlich ist das ja ein ganz kurzer abschnitt eines großen ganzen sehen wir aber mit gestalten können.

01:17:54: und gleichzeitig muss man natürlich auch sagen gibt es schon auch gewisse Dinge, die auf diesem Planeten hier vielleicht irgendwann dann einfach nicht mehr umzukehren sind, wo wir nicht mehr sagen können, ja also wenn wir jetzt mal überlegen, was in den letzten achtzig bis hundert Jahren sich hier entwickelt hat und an Veränderungen stattgefunden hat und auch klimatisch an Veränderungen mit einem Tempo.

01:18:17: Und deswegen glaube ich schon, dass es Generationen geben wird, die vielleicht irgendwann, wir werden das nicht erleben, aber retrospektiv betrachtet, entweder den Bock umgestoßen haben oder nicht.

01:18:28: Und es scheint so ein bisschen so zu sein, ohne dass jetzt unsere Rolle in diesem briesen System aufwerten wollen, dass wir gerade an einem relativ kritischen Punkt uns bewegen.

01:18:39: Und das spielt natürlich, wenn wir jetzt Ich weiß nicht, ob du Game of Thrones kennst, wie die kommen aus dem Hintergrund.

01:18:46: Ich fühle mich manchmal so ein bisschen denkst, das ist ganz schön philosophisch, was sie da gemacht haben, auch wenn es eine sexistische, blutrünstige Serie ist.

01:18:52: Aber die Idee, dass irgendwas großes Ganzes kommt, wo sich alle anderen vereinen müssten, um dagegen zu bestehen.

01:19:00: Aber sie sind so mit Macht und Häusern und Entriegen und Familien beschäftigt, dass sie das große Ganze aus dem Blick verlieren.

01:19:06: Deswegen wäre eigentlich ... Meine Hoffnung und mein Wunsch, dass wir schaffen, in Freiburg, in Deutschland, in Europa, weltweit, die kleinen Probleme vor der eigenen Haustür, im Kontext des großen Ganzen, so zu stabilisieren, dass wir mehr Raum finden für die eigentlich große Aufgabe, die sehr anstrengend ist und sehr unangenehm.

01:19:33: Weil ich find's einfach extrem schön, wenn auch meine Kinder und meine Kindeskinder in einer friedlichen sauberen Welt aufwachsen können, so wie ich das aktuell kann.

01:19:45: Und deswegen glaube ich schon, dass wir aus diesen Gedanken, die einen manchmal so beschäftigen und man dann auch manchmal so eine Hilflosigkeit verspürt, mit diesen riesen Herkulesaufgaben zu sagen, was kann ich denn da, was nützt es, wenn ich jetzt Müll trenne und mache und tue, wenn dann doch wieder alles zusammengeschüttet wird, so ein bisschen diese dieses zu transportieren in die Schulen, in die Kindergärten, in die Universitäten, in die Lehranstalten, in die, ich sage jetzt mal, Begegnungsräume zu sagen, so Freunde ihr müsst.

01:20:14: Das ist eure Aufgabe.

01:20:16: Eure Aufgabe jetzt ist es, angenehme Schritte zu gehen, unangenehme Schritte zu gehen, Vorwärtsfunktion zu haben.

01:20:23: Und wenn wir jetzt nicht in den nächsten zehn, zwanzig Jahren gute, clevere, richtige Entscheidungen treffen, kann es theoretisch sein, dass selbst Generationen nach uns mit Fortschritt, mit, ja, es nicht mehr aufhalten können.

01:20:37: Und das, finde ich, ist ein extra, also ist ein schwerer Rucksack.

01:20:40: Irgendwo, also es nimmt einem manchmal, finde ich, auch die Leichtigkeit.

01:20:44: Und ich glaube, dass aber diese Themen nur gelöst werden können mit dieser Leichtigkeit.

01:20:47: Also, du darfst dich nicht erdrücken lassen von dieser

01:20:50: Aufgabe.

01:20:52: Ist jetzt für mich so der Punkt, ich weiß nicht, ich bin tatsächlich in sozialen Netzwerken in den letzten Monaten, also fast einem Jahr, hauptsächlich aktiv in dem Kontext, als ich darüber berichte, was in Serbien passiert.

01:21:03: Ein sehr kleines unbedeutendes Land geopolitisch und das tatsächlich so, dass da einfach seit über einem Jahr eine demokratische Bewegung entstanden ist in einem tiefautokratischen Staat.

01:21:12: Und das Interessante ist eigentlich, dass du da super ungünstige Rahmenbedingungen hast.

01:21:19: Und trotzdem aber junge Menschen, Schülerinnen und Studentinnen, eigentlich mit ihrer Leichtigkeit, die sie haben, auf einmal Dinge ins Banken gebracht haben, was ich kann halt vorstellen können.

01:21:32: Und das ist das, was mir so Mut gibt und was mir so auch Hoffnung macht und auch Kraft gibt, zu sehen, dass es eben in all die, egal wie ungünstig es ist, wird Menschen geben, die eigentlich dem Weg gehen werden.

01:21:45: Und vor allem junge Menschen.

01:21:46: Deswegen, ich fand es das sicher auch so spannend, es gab vor kurzem so eine Aktion, wo die Unterschriften gesammelt haben.

01:21:51: Und da kamen Mamstadt ein Typ runter zum Unterschriften, seine Kontaktarten geben und Solidarität ausdrücken und in Support kommunizieren, der hundertzwei Jahre alt ist.

01:22:02: Und hat er gesagt, die jungen Menschen in die Zukunft, dann möchte man weg, die Zukunft für sie einfach sichern.

01:22:06: Und wenn auch nur einen kleinen Beitrag leisten kann, den möchte man im Prinzip leisten.

01:22:10: Und das ist für mich, glaube ich, so auch eine Rolle, die, glaube ich, dann uns zukommt.

01:22:12: Wenn man sich also Gedanken macht, was sollten wir in nächsten Jahrzehnten machen, damit ich tatsächlich sagen, junge Menschen in dem Fall Stimme geben, Raum geben und im Endeffekt dabei unterstützt und helfen, dass sie eigentlich diese zukunftsfähige und lebenswerte Welt im Prinzip dann noch erreichen können.

01:22:25: Das wäre so, verstehe ich, tatsächlich auch da meine Aufgabe.

01:22:27: Und das wäre vielleicht im Kontext auch von solchen Wahlen und anderen Sachen auch zu überlegen, wie viele junge Menschen solche nicht wahlberechtigt sind, aber noch viel stärker von den Entscheidungen, die wir treffen, einfach dann damit sich komfortieren werden müssen.

01:22:39: Und das ist für mich so der Aspekt, wo ich sage, die Verantwortung, die haben wir einfach.

01:22:43: Und da hoffe ich, haben wir das möglichst viele Menschen, dass sich darüber im Klaren sind, dass sie letztendlich dann auch bei Wintuzu-Wahlen gehen, egal welche Wahlen wir infekt anstehen, immer die mitdenken, die nicht wehen können.

01:22:55: Die ist aber auch betrifft und vielleicht so noch mehr betrifft als sie.

01:22:59: Ist eine extrem spannende Gedanke.

01:23:00: Also hab ich jetzt persönlich so zum Beispiel noch gar nicht gesehen, dass die Aufgabe ist, auch für die jüngeren mit zu entscheiden, weil genauso ist es ja schlussendlich.

01:23:08: Also natürlich, man denkt immer, an seine eigenen Kinder, aber dass natürlich viele da sind, die eine Stimme haben, die aber dann schlussendlich da auf dem Wahlzettel gar nicht zählt.

01:23:16: Das ist so.

01:23:17: Ja.

01:23:18: Ich glaube, es gibt ja so ein bisschen auch Tendenzen, das vielleicht noch mal so ein bisschen nach unten zu verschieben.

01:23:22: Ja, muss man auch mal gucken, wie schnell das geht, wird sicherlich wahrscheinlich auch dann, wenn es mal angestoßen wird, entsprechend einige Jahre dauern, um es auch entsprechend umzusetzen in den Alltag.

01:23:34: Die Älteren sind diejenigen, die häufig die Ich sag jetzt mal Machtposition und finanziellen Mittel haben, um mitzugestalten, wenn sie aber auch vielleicht den Jüngeren das Ohr leihen und dann auch entsprechend die Ideen.

01:23:52: Und das finde ich zum Beispiel ist jetzt wieder auf mich bezogen.

01:23:55: Wir haben ja hier am Anfang Fragen und so weiter, dass man selber nicht diese Lebensphasen wie so eine Blaupause nicht läuft und müde wird gewisse Themen und vertrossen wird gewisse Themen.

01:24:07: Und das finde ich ... extrem spannend und ... ... da vielleicht auch ... ... dem ein oder anderen ... ... Zuhörer, Zuhörerin ... ... also ein bisschen die eigene Autobiografie, ... ... die Eltern, ... ... die Entwicklung, ... ... die Streitpunkte, die man auch so hat ... ... mit der älteren Generation ... ... mal zu hinterfragen ... ... und auch immer mal den Spiegel zu gucken ... ... und zu merken, ... ... ich entwickel mich manchmal selber in die Richtung.

01:24:30: Und das ist echt, finde ich persönlich, ... ... extrem spannend ... ... und es kann aber auch ein Beispiel sein, ... ... wo man sagt, okay ... Das ist positiv, da möchte ich so werden wie meine Eltern, Generation, mein Vater, meine Mutter, wie auch immer.

01:24:44: Und da brauche ich mir selber, und ich schreib mir das dann auf.

01:24:48: Ich hab manchmal so Momente, wo ich einfach sagst, Heimatbesuch, ich lieb meine Eltern, ich lass auf die nix kommen, aber Diskussion, wo ich mich danach, es ist halb eins, wir hatten ein gutes Glas Rotwein und ich setz mich danach noch kurz, bevor ich schlafen geht, kurz hin, hab so ein Büchleintrag das ein und sagst so, hey.

01:25:06: Sei vorsichtig, diese Dendenzen hast du auch.

01:25:08: Erstickt ihm Keim, verfolgt das nicht.

01:25:12: Das ist nach den Kriterien aufzusagen.

01:25:14: Das gefällt mir, das möchte ich weiterführen.

01:25:17: Wo ich einfach für mich sage ...

01:25:19: Tauscht was mit anderen Leuten aus?

01:25:21: Tauscht ja aus.

01:25:22: Ich meine, meine Frau tauscht mit mir insofern aus, dass sie mir sagt, wer hat nicht so.

01:25:25: Das heißt, schlussendlich

01:25:27: tauscht

01:25:27: es uns allein schon so aus.

01:25:28: Aber keine Ahnung, konkretes Beispiel.

01:25:30: Ich denke, mein Vater sieht mir das auch nach.

01:25:33: Mein Vater war früher ... Ich würde fast schon sagen, Umweltaktivist, das ging jetzt nicht weit, aber der ist keine Ahnung, CDU-Wahlveranstaltung.

01:25:42: Dann haben sie irgendwo in so Feuchtwiesen, wo die Kiebelze gebrütet haben, haben sie ein Schützenhaus reingebaut.

01:25:46: Dann ist er da so mit dem Che Guevara-T-Shirt und dann hat es halt auch so lange aber wieder so war mit Plakaten, rettet die Feuchtwiesen und so ist dagegen angegangen.

01:25:53: Das Ganze ist jetzt irgendwie das Ende-Siebzig, das ist aber Mitte zwanzigfünfzig Jahre her.

01:25:59: Wenn ich heute mit ihm manchmal so sitze, in dieser für mich Welt, die einfach weit weg ist und wir diskutieren politisch, denke ich manchmal, wann sind diese Werte abhandgekommen?

01:26:09: Also, wann kam diese Müdigkeit, dieses Gefühl, wir können da gar nichts mehr?

01:26:15: Da ist der nächste Kanzler und da ist die nächste Regierung.

01:26:18: Ich weiß nicht, wie viel er jetzt schon erlebt hat.

01:26:20: Und immer dieses Gefühl, so dieses, da kommt jemand mit neuem Wind.

01:26:23: Und man setzt einen kleinen Hoffnung an und es bleibt doch irgendwie einheitsbar.

01:26:27: Und es ist doch irgendwie Partei-Politik und es ist doch nur die gleiche.

01:26:30: Und daraus trotzdem irgendwie nicht diese diese Ziele.

01:26:33: Also man kann ja sagen, hey, ich bin da nicht mit glücklich.

01:26:36: Ja, aber die Ziele, die du früher oder die Werte, die du früher vertreten hast, die verändern sich ja nicht.

01:26:40: Das heißt, genau wie vor fünfzig Jahren, müsstest du eigentlich sagen.

01:26:43: Also pass auf, das ist mir wichtig, jenes ist mir wichtig.

01:26:45: Wenn es die Parteienlandschaft vielleicht gerade nicht abbildet, dann ist es so.

01:26:49: Aber dass du dann auch selber mit dieser Müdigkeit irgendwann Diese Werte und Ziele manchmal so ein bisschen aus den Augen verlierst.

01:26:56: Und dann auch eher so ein Dauerkritiker.

01:26:58: So ein Dauer-Nörgler, wenn du dich eher an dem Negativen aufhängst.

01:27:02: Das ist, glaube ich, eine Tendenz, die schon im menschlichen Wesen teilweise auch verankert ist.

01:27:06: Und da versuche ich mich extrem davor zu schützen, weil so wie ich mich manchmal ertappte, dass ich alt werde, wenn ich irgendwie früher... selber irgendwie nach fünf Bier im Zug beim Heimfahrt vom Fußballspiel laut war und mich irgendwie so mittel, jetzt heute als Familienvater, da sitzt mit zwei Kindern, guckt mir so fünf Jungs und sagt, komm, Freund, das kannst du nicht mehr ernst sein.

01:27:27: In dieser Perspektive ist es ja manchmal auch mit solchen politischen Themen, wo man für was gebrannt hat.

01:27:33: Und dann wird die Flamme ein bisschen kleiner und dann wird die Flamme noch ein bisschen kleiner und irgendwann denkt man vielleicht so, irgendwie, keine Ahnung, können wir jetzt nichts machen.

01:27:39: Und das ist, glaube ich, da brauchen wir auch Menschen wie dich und ganz viele, die immer wieder dann auch in den Menschen diese kleinen Flämmchen dann wieder anzünden und die wieder an früher erinnern und sagen, hey, pass mal auf, ihr wart doch vielleicht, ihr habt mal anders gedacht, ihr habt es auch mal in euch getragen.

01:27:53: Und deswegen die jüngere Generation genauso auch offen sein gegenüber den Älteren.

01:27:58: Schreibt doch die Älteren nicht ab.

01:27:59: Das ist keine ganz einfache Lebensphase.

01:28:01: Ich glaube, wenn du selber auf einmal die Limits deine eigene Endlichkeit spürst, das eigene Gebrechen spürst, das eigene Duwurst, glaube ich, dann, es ist nicht mehr so leicht mit einem Dauergrins durch die Gegend zu laufen wie mit achtzehn.

01:28:13: Ja, guck

01:28:14: mal, die Kinder nennen mich Rentner.

01:28:15: Ja, also, aber weißt du, wie ich meine?

01:28:17: Jetzt mach du noch mal, noch mal fünfzehn Jahre mehr auf die Uhr.

01:28:19: Also, was weiß ich meine?

01:28:21: Und deswegen, ich glaube, wie wir den Jüngeren die Chance geben müssen, müssen wir auch den Älteren die Chance geben.

01:28:27: Jeder hat in seiner Lebensphase seine Problemchen, mit denen sie auseinandersetzt.

01:28:32: Nichtsdestotrotz ist es, glaube ich, so, dass viele von den älteren Dinge oder Flammen noch in sich tragen, die vielleicht einfach so ein bisschen, wo sie müde geworden sind, wo sie abhanden gekommen sind, wo sie sich jetzt so kleinbürgerlich in ihrer Wohnung mit ihrem Alltag, mit ihrem ... Die brauchen auch den Input und deswegen wieder betrehen wir uns im Kreis diese Begegnungszentrum.

01:28:53: Generationen, Generationenhäuser, Generationen, wo dann die Ältere die Ältere auf einmal im sechzehnjährigen erklären muss, warum er so ist.

01:29:00: Wo dann der sechzehn-sebzehnjährige sagt, ja, ja, so und so, das können sie aber so nett sagen.

01:29:05: Haben sie das schon immer so gesehen.

01:29:06: Und dann auf einmal vielleicht ein älterer Herr, eine ältere Dame aus einem Gespräch raus geht und sagt so, boah, das hat sich jetzt nicht gut angefühlt, ja.

01:29:14: Und deswegen, ich glaube, das Der Anfang und das Ende ganz wichtige Phasen.

01:29:20: Zwischendrin häufig Rush Hour, ganz viel beschäftigt.

01:29:23: Und jeder von denen muss diesen Raum haben zum Innerhalten und sich thematisch wieder miteinander sozusagen verknüpfen.

01:29:31: Ich glaube, die Beginnungsdauer haben sich tatsächlich so der rote Phasen eigentlich durch die ganze Geschichte.

01:29:36: Und Prinzip auch immer,

01:29:37: ob

01:29:38: die Zeit auch noch zu haben, in Dialog zu treten, den du dir beschrieben hast.

01:29:40: Das macht das, passiert ja nicht in der Straßenbahn.

01:29:43: Es passiert jetzt auch nicht irgendwie sozialen Netzwerken.

01:29:45: Das heißt, da musst du eigentlich eher so Raum und Zeit dafür haben und das tut tun.

01:29:49: Ich habe das ja jetzt neulich.

01:29:50: Ich habe einen Podcast, eine sehr kluge Frau, die Frau Treller, die auch so Richtung Hundert sich bewegt.

01:30:00: Die haben das ja jetzt ein paar Mal danach getroffen auf der anderen Reise.

01:30:02: Und ich freue mich mega, die immer zu treffen.

01:30:04: und meine Kinder waren mit dabei.

01:30:06: Und dann habe ich immer von denen erzählt, auch Herr Boch gezeigt, wer es ist und so.

01:30:09: Und da ist jetzt auch so eine, wir bleiben stehen, unterhalten uns, wie es der Person geht und so weiter.

01:30:14: Und sind so auf dem Laufenden.

01:30:16: Und habe ich mich auch gedacht.

01:30:18: Allein zu dieser Podcast hat dazu geführt, dass sich Menschen kennengelernt haben, die sonst nicht kennengelernt hätten.

01:30:23: Und jetzt noch mal der Raum für uns anderes gelesen wird.

01:30:25: Das heißt, ich treffe es in der Straßenbahn, ich treffe es in der Dreisam.

01:30:28: Und irgendwie ist noch mal so ein Stück Heimat mehr dadurch entstanden.

01:30:30: Und deswegen glaube ich, wenn wir jetzt solche Belegungsräume fernables Podcast an verschiedenen Stellen hätte, glaube ich, dass sie dazu beitragen, dass eben zum einen die Rolle von den Leuten eine andere ist, dass man sich anders begegnet, vielleicht auch Empathie entwickelt, Verständnis entwickelt, auch eben zur Lösung kommt, wo ich dann eben dann die Frau Trölder und andere Personen noch mehr mitdenken, weil sie einfach kennengelernt haben und weiß, was einfach ihr Alltag bedeutet, wo es für sie vielleicht Hürden darstellen, Hürdenprinzip eben vorliegen und so weiter.

01:30:57: Und darum glaube ich, dass so dieses Thema Begegnungsräum ist eigentlich so der rote Fahrt.

01:31:02: Also ich glaube, dass es ist, dass man da halt statt, und ich nenne so diese dritte Orte, das wäre für mich so eine Sache, die ich hoffe, dass in den nächsten acht Jahren oder vielleicht von einem Wahlausgang, warum man sich anschauen sollte, anhören sollte und gewählt werden sollte, dass plötzlich da sich angeht und sagt, lass uns möglichst viele davon schaffen, dass eben die Gesellschaft zusammenfindet und ehemals solidarisch, stark gesellschaftlich auch allem eben dann entgegenstellen kann, was, was auf uns vielleicht auch von außen irgendwie herein bricht.

01:31:27: Und dann machst du am besten am Eingang vom Begegnungsraum, so wie die Freiburger Gymnasien, das ja häufig haben, Spinde, wo die Smartphones reingepackt werden.

01:31:36: Weil dann begegnen wir uns auch wieder.

01:31:39: Nee, eben nicht.

01:31:40: Dann sitzen wir vielleicht auch in der Straßenbahn mal wieder und schauen uns an und führen mal kurz.

01:31:45: Also das ist halt Ich finde, du kommst in eine extrem spannende Phase da jetzt rein.

01:31:53: Und ich bin auch wirklich gespannt, wie sich sozusagen das alles weiterentwickelt.

01:31:57: Und ich glaube prinzipiell, dass der so ein bisschen sozusagen die Flamme schon langsam hier wieder auch mehr zündet hier in Freiburg.

01:32:07: Auch durch Menschen wie dich oder auch durch den Podcast, der viel anstößt.

01:32:13: Und deswegen... Das war eine Potenzial zu erkennen, kritisch zu unterfragen, zu nutzen.

01:32:19: Ich glaube, das ist das, was wir uns jetzt vielleicht alle hier als Gesellschaft in den nächsten fünf bis acht Jahren so ein bisschen auf die Fahne schreiben müssen.

01:32:28: Und da, wo wir vielleicht manchmal auch ein bisschen müde sind, einfach doch gucken, ob vielleicht noch der Funkeenergie irgendwo drin steckt, um den zu entfahren.

01:32:35: Und da brauchen wir aber auch Menschen des öffentlichen Lebens, die dem ein oder anderen von uns dabei helfen.

01:32:41: Ich habe eben nicht gesagt, nicht mit dem Handy, sondern gesagt, dass es schwierig ist, mit dem Handy zu kommunizieren.

01:32:48: Und letztens ist das so ein Knackpunkt, dass viele ältere Menschen sich abgehängt fühlen, weil so viel einfach digital stattfindet und eben genau solche Orte, die Orte sein können, wo zum Beispiel junge Menschen älteren Menschen was erklären können und zeigen können und dem beibringen können.

01:33:00: Und dann ist so ein Bild, um dann die älteren Menschen, jüngeren Menschen im Prinzip Dinge erklären können, zeigen können und ihrer Wahrung dienteilen können.

01:33:06: Und Zeitler ist trotzdem recht.

01:33:08: Also, ich hab bei dem Gespräch auch gesagt, es ist irgendwie schlimm, wenn Leute aufs Handy gucken, wenn sie die Dreisame entlanglaufen, sie nicht anschauen.

01:33:15: Und seit dem Gespräch meint, es ist deutlich weniger.

01:33:18: Ja, ich glaube, gesunde Maße.

01:33:20: Es

01:33:20: geht ja einfach nur darum, das, ich sag mal, in einem Maß einzusetzen, in einem Rahmen einzusetzen, wo es dann wirklich auch ... Ich mein, du hast eine Reichweite, dadurch.

01:33:29: Um.

01:33:29: diese Reichweite war früher natürlich viel schlimmer.

01:33:32: Viel schwieriger, schlimmer ist das falsche Wort, viel schwieriger.

01:33:35: Und ... ... im Positiven wie im Negativen.

01:33:37: Du reichst natürlich auch mit negativer Propaganda mittlerweile einfach riesen.

01:33:41: Es muss ja einfach, wie du es gesagt hast, populistisch, es muss greifbar sein.

01:33:44: Und im Positiven aber halt eben auch.

01:33:46: Und deswegen ... ... vielleicht auch da einfach ... ... gesunder Umgang.

01:33:51: Und das ist, glaube ich, eher was, was dann eher ... ... das ist nicht die kommunale Lösung hier, sondern das muss dann eher quasi von ganz oben kommen zu sagen ... ... welche Dinge gehören auch einfach nicht.

01:34:01: in die Öffentlichkeit, wo setzt dann, weiß ich, Zensur ist ein Wort, das funktioniert nicht.

01:34:05: Das ist schwierig, aber wo setzt dann vielleicht auch ein kritischer Hebel an und sagt, okay, gewisse Dinge dürfen einfach auch jungen Leuten so nicht präsentiert werden.

01:34:13: Und gleichzeitig aber auch diese Vielfältigkeit, die eben auch die neuen Medien da auch bieten, gut zu nutzen.

01:34:20: Und ich meine, da bist du ja ein gutes Beispiel dafür, wie du das auch bespielst, wie du das auch nutzt und wie du dadurch natürlich auch Junge erreichst.

01:34:27: Und wenn man dann vielleicht auch noch schafft, den älteren Generationen zumindest da die Schritte beizubringen, die dann eben auch ermöglichen, solche Formate zu nutzen, dann ist das sicherlich natürlich auch ein Zugewin.

01:34:39: Mal schauen,

01:34:39: mal schauen.

01:34:40: Ja, spannende Themen.

01:34:42: Könnte man wahrscheinlich einen eigenen Podcast gemacht.

01:34:44: Genau.

01:34:44: Hast du denn noch ein Thema oder eine Sache, wo du sagst, das möcht ich unbedingt loswerden?

01:34:51: Also bezogen auf Freiburg,

01:34:53: oder dich?

01:34:53: Oder einfach jetzt das Gespräch?

01:34:55: Oder das sollte man vielmehr noch mal angeschnitten haben oder ausgesprochen

01:34:59: haben?

01:35:00: Ich glaube, wir sind ja jetzt auch dann irgendwann durch meine Themen, die ich immer mal wieder angesprochen habe, durch einige Themengebiete durchgesprungen.

01:35:08: Ich glaube, wir haben schon einen relativ breiten, breites Spektrum abgedeckt, dadurch, dass wir auch dem Ganzen nicht irgendwie einen Namen gegeben haben, wo wir sagen, okay, wir hangeln uns jetzt thematisch da und dadurch.

01:35:19: Ich persönlich glaube, für mich auch Zusammenfassung, ich fand das extrem spannend, jetzt auch während dem Gespräch mit dir selber auch mal wieder mir ein Spiegel vorzuhalten, weil das war es ja schlussendlich.

01:35:30: Und deswegen, ich glaube, ich würde einfach gerne den Freiburger Innen als zugezogener, einfach nochmal sozusagen so ein bisschen nach außen mitgeben, genießt dieses Leben hier unten und gestaltet es einfach aktiv mit.

01:35:48: Macht mal wieder die Scheuklappen auf, lasst euch nicht nur treiben von... Beruf, To-do-Listen, ich hätt's hinterher, ich hätt's hinterher.

01:35:57: Die nächste Woche verfliegt das nächste Wochenende, ich hangel mich von Ferien zu Ferien.

01:36:02: Diese Stadt hier und diese Region hier bietet einfach so viel Schönes im Miteinander mit den Menschen, aber auch im Umfeld, dass man einfach, glaub ich, sich immer mal wieder bewusst von dieser Schnelllebigkeit der Zeit mal kurzer auszeiten nehmen muss, da jeder seiner eigenen, sei es in der Sportlichen, sei es in der Ruhe, sei es in der Betätigkeit, Um genau das zu reflektieren, bin ich glücklich.

01:36:25: Was kann ich vielleicht dazu beitragen, dass es mir und anderen denken besser geht, dass diese Hoffnung, die wir angesprochen haben, diese Positivität bei all den Nachrichten, die so auf uns einprasseln, einfach nicht verloren geht.

01:36:39: Weil schlussendlich, wir haben hier das Potenzial im Kleinen, wie auch im Großen, um diese Dinge zu verändern.

01:36:46: und so wie eine Amtszeit eines Präsidenten Dinge kurz zerstören kann, die danach ruckzug auch wieder rückgängig gemacht werden können.

01:36:54: So haben wir auch im großen ganzen Tendenzen, die schon auch positiv beeinflusst werden können.

01:37:00: Und das funktioniert eben nur, wenn jeder Einzelne für sich, aber eben auch in seiner Gruppe, vielleicht manchmal auch ein bisschen unangenehm ist, wie du es vorhin beschrieben hast, auch ruhig im Freundeskreis mal ein Finger in die Wunde legt, auch vielleicht da die Leute abholt, weil es ist dann irgendwann ein exponentielles Wachstum.

01:37:16: Und das geht nicht nur über Insta, das geht theoretisch auch in dem du im Gespräch mit einer Person was anstößst, wo es diese Person vielleicht wieder der nächste Person und so geht das ganze exponentiell weiter.

01:37:25: Und deswegen, ich glaube, dass wir uns einfach ... die Zeit momentan ... es scheint so ein bisschen eine Lebensphase aktuell zu sein, in der wirklich alles an einem vorbei ruscht und man einfach aus der Füllerninformation gar nicht mehr weiß, wie man es gefüllt hat, bekommt.

01:37:42: Und das funktioniert, finde ich, nur in ruhigen Minuten in einem Gespräch.

01:37:47: Und ich merke einfach, wie mir solche Situationen wie hier, aber eben auch mit meiner Frau, mit Freunden extrem gut tun, wenn ich mir diesen Raum nehme.

01:37:56: Und es geht nicht zwischen Türenange.

01:37:58: Es geht nicht an einem abgekämpften, abgehetzten Tag, sondern es geht in Urlauben, es geht an Wochenenden, es geht mal abends.

01:38:03: Dass man sich wirklich mal bewusst trifft.

01:38:06: Und ich merke, wie mir da auch mein Freundeskreis immer mal wieder hilft.

01:38:10: wo ich mich nicht nur mit Menschen umgebe, die aus meiner Bubble kommen.

01:38:14: Und das wird der Sport und vor allem das Momentum, wo ich einfach sage, ich muss mich auch mit Menschen umgeben.

01:38:21: Ich muss mich nicht mit zehn Ärzten abends treffen und über neue Abrechnungstricks philosophieren oder ob ich noch eine Praxis aufmache oder ob ich noch einen anstelle.

01:38:28: Das sind Dinge, die können mich im beruflichen Setting beschäftigen und da kann ich mir auch mal einen Rat holen.

01:38:32: Aber ich muss mich auch wieder vermehrt mit Menschen treffen, die vielleicht gerade andere Bedürfnisse, andere Wünsche haben, denen zuhören und das vielleicht auch so ein bisschen in meinen Alltag integrieren, wo ich sage, okay, das gilt eigentlich auch für mich, auch wenn ich vielleicht andere Bereiche abdecke.

01:38:49: Und ich glaube, das ist das, wo ich jeden einfach auch so ein bisschen, vielleicht wieder so ein bisschen, ja, einfach auch für sensibilisieren möchte, nicht zu glauben, Züge hätten in Bahnhof verlassen und sind abgefahren, sondern einfach im Hier und Jetzt mal anzuhalten und zu sagen, ich fange einfach für mich wieder im Kleinen an, damit ich auch einen Spiegel gucken kann, damit der Fußabdruck, den ich hinterlasse, sei es sein großes Thema, Politik, Demokratie oder auch Klima oder auch im Kleinen, sich für mich positiv anfühlt.

01:39:18: Ich hab immer für mich so einen Gedanken, da bin ich wieder bei meinem Büchlein.

01:39:22: Wenn ich am Ende meines Lebens, was statistisch gesehen bei einem Mann in der westlichen Welt irgendwie so Mitte-achtzig ist, ein Strich drunter ziehe, und ich hab auf der linken Seite die positiven Momente, die positiven Erfahrungen und auf der rechten Seite die Negativen.

01:39:38: Und es kommt irgendwo eine positive Bilanz raus, dann hab ich schon mal vielleicht einiges richtig gemacht.

01:39:44: Dann kann ich zumindest für mich sagen, dass ich meinen Kindern ein Vorbild war, dass ich denen was mitgegeben habe, dass ich vielleicht auch im Kleinen Dinge besser gemacht habe, für jemanden da war, was angestoßen habe.

01:39:57: Und dann kann das schon mal nicht umsonst gewesen sein.

01:40:00: Und deswegen dieses Gefühl der Hilflosigkeit, das hat man vielleicht in manchen Momenten, wenn man so diese großen Themen der Weltpolitik gerade sieht und denkt, oh Gott, was kann ich da als Kleiner im Amsterrad ausrichten?

01:40:11: Aber zumindest in meinem kleinen Mikrocosmus kann ich relativ viel bewegen.

01:40:15: Und das, du fragst nach dem inneren Antrieb, wenn man das sozusagen anlegt, dann hat man den inneren Antrieb eine positive Bilanz, das eigene Lebensziehen zu wollen.

01:40:26: Und wenn du dann vielleicht noch große Projekte angestoßen hast, dann hast du ja nochmal mehr auf der linken Seite.

01:40:31: Und das gibt dir dann irgendwann ein gutes Gefühl.

01:40:33: Du kannst zumindest mit einem guten Gefühl sagen, ich habe meinen Teil dazu beigetragen und habe es nicht auch nur noch in eine Richtung fahren lassen.

01:40:41: Also

01:40:42: Punkt Selbstverksamkeit vielleicht irgendwie.

01:40:44: Selbstmächsamkeit, durch Selbstreflektion.

01:40:49: Tarek, das war eine sehr mutmachende, abschließende Worte würde ich sagen an der Stelle.

01:40:54: Und dann danke ich dir, ich weiß, dass du viel beschäftigt bist, hast du manchmal auch gesagt, dass du so verschiedene Rollen unterwegs bist in Freiburg.

01:41:01: Deswegen bin ich tatsächlich sehr dankbar für deine Zeit, für deine Einblicke und für das angenehme Gespräch und ich bin ziemlich sicher, dass einige Leute sich das anschauen, anhören werden, glüge aus der Folge rausgehen werden.

01:41:12: Also vielen Dank dafür.

01:41:13: Ja, das wäre extrem schön.

01:41:14: Also, ich denke, wie gesagt, ich habe einfach auch für mich immer nur so ein bisschen meine Schlüsse gezogen und ich bin daher auch noch mittendrin.

01:41:23: Also, ich habe noch hoffentlich einige Jahrzehnte, um sozusagen dann auch wirklich mich selber zu hinterfragen, ob ich das auch alles dann so umgesetzt habe, wie ich es mir vorgenommen habe.

01:41:31: Und deswegen, ich kann das nur zurückgeben.

01:41:34: Vielen Dank für die Einladung.

01:41:35: Ich hab im ersten Moment echt so gedacht, okay, um was geht's denn da?

01:41:38: Und was kann ich überhaupt zu diesen Themen sozusagen sagen und beitragen?

01:41:42: Und hoff in der Tat, dass ich dir deine Fragen auch so ein bisschen beantworten konnte, dass auch du für deinen weiteren Weg siehst, dass wir als Bürger in eine große Hoffnung in Personen wie dich in welcher Rolle auch immer sehen.

01:41:57: Und deswegen, ich hab die große Bitte, Bleib wie du bist, bleib so ansteckend, dass man wirklich auch diese positive Energie, diesen Vibe spürt, weil das natürlich auch was ist.

01:42:07: Eine Flamme, die vielleicht manchmal ein bisschen kleiner lotert, dann einfach wieder größer werden lässt.

01:42:10: Deswegen, ich kann mich eigentlich nur bedanken dafür, dass ich jetzt auch wieder vielleicht die nächsten Tage und Wochen ein bisschen aktiver durchs Leben gehe.

01:42:19: Auf eine gute Gemeinsamanzahl.

01:42:21: Danke dir.

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