#deinfr Folge 22 – Gesundheitsversorgung als Demokratiefrage: Ein Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Kurt-Wilhelm Stahl

Shownotes

In dieser Folge von #deinfr beschreibt Prof. Dr. Dr. Kurt-Wilhelm Stahl eine Demokratie, die weit über Wahlen hinausreicht – und in der eine gute, einkommensunabhängige Gesundheitsversorgung ein zentraler Beitrag zu Frieden und sozialer Stabilität ist. Er wünscht sich, dass Vereine stärker unterstützt und als fachkundige Stimmen in politische Prozesse einbezogen werden. Stahl entwirft ein Freiburg, das Leerstand und Zweckentfremdung konsequent bekämpft, bezahlbaren Wohnraum für ältere Menschen schafft und Mobilität neu denkt: mit kostenfreiem ÖPNV und E-Bike-Zuschüssen für Rentnerinnen. Ärztinnen sollen wieder Zeit für Empathie haben – gestärkt durch eine Ausbildung, die Menschlichkeit ins Zentrum rückt. Er plädiert für mehr Zusammenarbeit im Dreiländereck, bessere Bahnverbindungen und eine echte Bürger*innensprechstunde des OB. Und er zeigt, wie Freiburg von der Schweiz lernen könnte, um Spekulation zu verhindern und Wohneigentum zu fördern. Eine Vision für eine Stadt, in der Gesundheit, Teilhabe und Demokratie untrennbar zusammengehören.

Die gesammelten Stimmen und Gedanken können Inspiration sein – für alle, die Verantwortung in und für Freiburg übernehmen möchten, vielleicht sogar für künftige Oberbürgermeister*innen, in Freiburg oder anderswo.
#deinfr möchte dazu anregen, eigene Visionen zu entwerfen, Mut zu fassen und sich nicht von pessimistischen Zukunftsbildern lähmen zu lassen. Der Podcast versteht sich als Beitrag zur Stärkung einer lebendigen Zivilgesellschaft – und damit auch der Demokratie.

Mehr Infos finden sich unter www.deinfr.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von DINFR.

00:00:04: Heute bin ich im Gespräch mit Herr Stahl.

00:00:07: Herr Stahl, wer sind Sie?

00:00:09: Ich bin ein sechsohn-achtzigjähriger Rentner, der seit fast fünfzig Jahren Wahlfreiburg war.

00:00:22: Angefangen hat es mit der Medizinstudium und der Medizinalassistentenzeit.

00:00:27: Das liegt lange zurück.

00:00:31: Und ich bin nach einem fünfjährigen Pariser Aufenthalt nach Freiburg umgezogen, um meinen vier Söhnen eine zweisprachige Erziehung deutsch-französischem, deutsch-französischen Gymnasium zu ermöglichen.

00:00:47: Und ich habe trotz mehr beruflicher Einsätze als Arzt und Apotheker, als Arzt und Biochemiker, habe ich immer den Wohnsitz beibehalten, ich war in Straßburg tätig, ich war in Heidelberg tätig, ich war in München tätig, aber ich habe die Familie immer in Freiburg gelassen, um der Familie eine gewisse Kontinuität zu geben.

00:01:11: Und das hat sich auch als richtig herausgestellt, denn alle meine Viersöhne haben in ihrem Leben diesen angefangenen deutsch-französischen Weg weiter eingehalten.

00:01:27: Und ich bin froh darüber.

00:01:31: Gibt es sonst was, was man über sie wissen muss?

00:01:34: Ja, die Frage ist natürlich die, was macht jemand, der seit ... ... für mal zwei, sechsundzwanzig Jahren Rentner, also Freiburg?

00:01:44: Ich setze eigentlich meinen Beruf als Arzt und Bücher chemiker fort.

00:01:48: Ich habe aus meinen Berufsattarungen einen Verein von Apothekern, Wissenschaftlern und Ärzten gegründet.

00:01:57: der sich für Arzneimittel und Therapieprodukte in der dritten Welt einsetzt und zwar so, dass diese Therapieprodukte auch finanziell erschwinglich sind für eine Bevölkerung, die nicht so gut dasteht, wie wir in Deutschland.

00:02:20: Das

00:02:20: stellt sich aber als ein sehr schwieriger Weg heraus, weil ich Die Rechnung ohne den Wert gemacht habe.

00:02:30: Ein Patient darf erst ein Mittel benutzen, wenn es eine bestimmte regulatorische Prüfung durchlaufen hat.

00:02:41: Wir haben zwar ein Produkt entwickelt, vielleicht man herwunden.

00:02:45: dass eine Sonderzulassung sinnigerweise in Deutschland hat, wo es kaum Leichmanier-Patienten gibt, dass aber keine COZ-Fezierung hat.

00:02:55: Und diese COZ-Fezierung kostet uns die Kleinigkeit von zweihunderttausend Euro.

00:03:01: Wir wissen nicht, wie wir diesen Betrag aufbringen sollen.

00:03:06: Wir haben bislang erst twenty-fünf Prozent dieses Betrages durch private Spender bekommen.

00:03:15: Vielleicht können wir später dazu eine Idee entwickeln, würde ich sagen.

00:03:20: Man hat ja ein bisschen schon ausgehört, diese Liebe zur Freiburg, auch zur Stadt.

00:03:25: Wenn man jetzt sagen müsste, was sind so die schönsten und besten Dinge in Freiburg, was würden Sie dann nennen?

00:03:33: Da fange ich einfach mal geschichtlich an.

00:03:36: Früher war es üblich, dass man an mehreren Universitäten studiert hat.

00:03:40: Das ist heute nicht mehr so, leider.

00:03:43: Ich war im dritten Studienjahr Medizin in Grenoble.

00:03:49: Mit dem Programm von Ardenau und de Gaulle hatte ich einen Stipendium vom Französischen Staat.

00:03:56: Nach einem Jahr stellte sich mir die Frage, wo gehe ich hin?

00:04:00: Da kam ein Physiologe damals namens Fleckenstein, hielt einen Vortrag auf schlechtem Französisch, aber eins habe ich verstanden.

00:04:10: Freiburg ist eine herrliche Universität und seinem Beispiel bin ich gefolgt.

00:04:16: Ich bin hierhergekommen, habe das nicht bedauert, denn ich habe hier alle Scheine anerkannt bekommen aus Frankreich.

00:04:25: Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich und ich habe kein Semester verloren, obwohl ich ein Jahr im Ausland studiert habe.

00:04:37: Und dabei natürlich ganz andere Einblicke in die Medizin bekommen habe, mit der Parasitologie, die damals und Truppenmedizin, die damals hier kein Thema war.

00:04:47: Die Franzosen hatten aber aufgrund ihrer Kolonie das zu einem großen Unterrichtsfach gemacht.

00:04:54: Und Gott sei Dank habe ich das mitbekommen durch mein Studium in Frankreich.

00:05:00: Ich habe dann hier bis zum Ende studiert, promoviert in Medizin.

00:05:05: Und anschließend war ich als Medizinalassistent zunächst in Freiburg tätig.

00:05:12: Dann musste ich, um der Bundeswehr als Arzt zu entgehen, nach Berlin meine Tätigkeit verlagern.

00:05:21: Ich habe das dann weiter durchgehalten, bis ich ein Zweitstudium in Tübingen, in Biochemie angefangen habe, nach meiner Approbation.

00:05:30: und bekam dann in Hannover, wo ich damals als Wissenschaftler, Student in der Biochemie tätig war, an der MHA, den Anruf von der Bundeswehr, wir gratulieren Ihnen, Sie haben es geschafft.

00:05:42: Das hat aber mein Verhältnis zur Bundeswehr, als ich in Afghanistan war, nichts geändert.

00:05:50: Wir haben von der Bundeswehr sehr viel Hilfe bekommen, weil die Bundeswehr aus ganz anderen Motiven zunächst in Afghanistan war, als die Amerikaner Brücken.

00:06:02: Erst zum Schluss ist das in einer militärischen Aktion leider degradiert worden und das Resultat sehen wir ja in der Zwischenzeit.

00:06:18: Ich habe aber so gute Kontakte mit Afghanen, dass wir heute dank der Technik, ohne dass ich dort hinreisen muss, durch Ärzte über einen Server die Behandlungsergebnisse nach Deutschland gemeldet bekommen, die die mit unserem Medizinprodukt erzielen.

00:06:44: Das ist ein riesengroßer Vorteil.

00:06:48: Und wir hoffen, dass wir den jetzt auch auf den kurdischen Teil von Syrien ausdenken.

00:06:53: Das Problem ist aber, die wie Sprache.

00:06:57: Die Kurden können nicht

00:06:59: gut

00:07:00: Englisch.

00:07:01: Aber die Afghanen haben das in den langen Jahren der Eishaftaktivität gelernt.

00:07:09: Und das ist im Moment unsere Rettung, dass wir die Kommunikation nicht abreißen lassen müssen.

00:07:20: Das war jetzt eine gute Ergänzung zu der Frage, wer sie sind und was sie machen.

00:07:24: Vielleicht noch mal eine zweite Schlaufe zum Thema, was sie im Freiburg besonders gut gefällt, weil sie immer gestartet.

00:07:32: Was mir im Freiburg gut gefällt, ist, dass die Universität eine lange Geschichte hat und dass die Universität sich engagiert für soziale Projekte.

00:07:48: Das finde ich sehr gut.

00:07:51: Könnte aber in Freiburg noch besser werden, wenn die Vereine etwas mehr unterstützt würden als bisher.

00:08:01: Das wäre mein großer Wunsch in Freiburg.

00:08:06: Und natürlich gefällt mir auch, dass wir heute den Kontakt mit der Universität, mit unserem Verein, bis heute halten konnten.

00:08:18: Wir leben diesen Kontakt aus und werden in kurze, unser drittes Interview an einen Presseorgan in Freiburg in diesem Zusammenhang geben, wo wir das im Einzelnen erläutern, mit dem Institut für Bioanorganische Chemie, mit dem wir zusammenarbeiten.

00:08:39: Jetzt haben Sie eigentlich schon in allem, was Sie erklärt haben, fast schon die Antwort gegeben, aber vielleicht noch mal explizit.

00:08:46: Welche Werte sind denn Ihnen besonders wichtig und prägen so Ihr Leben und Ihr Schaffen?

00:08:51: Also, ob es jetzt beruflich oder ehrenamtlich ist?

00:08:55: Die Werte, die mir besonders wichtig sind, ist, dass die Demokratie nicht auf Politik bescheint ist.

00:09:04: Sondern ich sehe die Gesundheitsversorgung als ein Stand ... Ein Bestandteil der Demokratie.

00:09:14: Ein sehr wichtiger Bestandteil, weil die Gesundheitsversorgung unabhängig vom Einkommen ein wisstiger Beitrag zum Frieden ist.

00:09:26: Und für die Demokratie ist Frieden wichtig, nicht Krieg.

00:09:32: So wie wir das heutzutage leider erleben.

00:09:38: Vielleicht kümmert das ja schon direkt niemals Überleitung zu der wesentlichen Frage dieses Podcasts, dieses Gespräche, die ich immer führe mit den Menschen.

00:09:45: Und zwar, wir gehen also im Rahmen von der OB-Wahl, die nicht sehr stattfinden wird.

00:09:51: ist mir in Anliegen immer nicht Person in Mittelpunkt zurück, sondern die Themen und die Fragen und die Vision für diese Stadt war.

00:09:58: Letztens entscheiden wir ja im nächsten Jahr dann nicht, welche Person einer Spitze sein soll, sondern welche Richtung sich die Stadt entwickeln soll.

00:10:05: Und jetzt, wenn wir das als Anlass nehmen und sagen, was wäre denn so die beste Vision?

00:10:10: Das heißt, die beste Entwicklung, die ich vorstellen könnte.

00:10:13: Deswegen die Frage ist an Sie.

00:10:14: Wie gehen Sie davon aus, wir hätten keine Hürden, es gäbe alle Ressourcen dieser Welt.

00:10:19: Was wäre so die Vision von Freiburg, den Freiburg und den Freiburg gelieben?

00:10:26: Dass Organisationen wie Vereine stärker eingebunden werden in die Stadt Freiburg, wäre ein ganz wichtiger Punkt für mich.

00:10:40: Das ist noch nicht optimal.

00:10:42: Könnt ihr ein bisschen beschreiben, was das genau bedeuten wird?

00:10:44: Also was wäre dieser Vision noch?

00:10:45: Ich könnte sagen, dass es Vertreter von Vereinen gibt, die in der Stadt Freiburg, vom Stadtrat der Freiburg, vom Stadtrat konsultiert werden und zu einem regelmäßigen Abständen, wenn wichtige Punkte anstehen, die Vereine berühren könnten.

00:11:07: Das heißt, dass Vereine also eingebunden sind in die Tagespolitik und werden vielleicht so eine Vision dann auch nicht nur zu sagen, ich konsultiere Vereine, wenn es etwas sie betrifft, sondern vielleicht auch das Vereine von sich aus proaktiv den ersten Schritt in Richtung Gemeinderat gehen können.

00:11:23: Ja, aber dazu müssten Sie, es gibt in Freiburg fast, ich habe das mal recherchiert, eintrausend Einwirtvereine.

00:11:33: Und es werden bei Gemini erwähnt ungefähr sieben Monate vereine.

00:11:43: Und es ist nur die Minderheit, die im sozialen und medizinischen Bereich tätig ist.

00:11:50: Das könnte größer werden.

00:11:55: Haben Sie weitere Visionen für diese Stadt?

00:11:58: Ja.

00:12:02: Wir haben ein Wohnraumproblem.

00:12:06: Wie in der Vire, in der ich seit ... ... zwei ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... ne Zwar die Anliegerparkplätze begrenzt, wo beziehungsweise die Gebühren so erhöht, dass sie jetzt leer sind, aber auf dem Gebiet der freistehenden Wohnungen, die nicht, die als Spekulationsobjekt nicht bewohnt sind, könnte wesentlich mehr getan werden.

00:12:55: Auch haben wir es hier in Navire mit einer sehr großen Zweckenfremdung zu tun.

00:13:00: Das heißt, Wohnraum wurde umgewandelt in teure Büroräume, die natürlich von der Miete her größere Erträge bringen.

00:13:11: Das heißt, ich drehe es wieder oben in die Vision.

00:13:14: Also wir hätten in dem Fall den Lehrstand, hätten wir geklärt.

00:13:16: Wir hätten in dem Fall keine Büro-Räume, sondern im Fall auch wieder Wohnraum innerhalb der Biere.

00:13:22: Und was wäre noch weitere Visionen?

00:13:23: Und tatsächlich, jetzt gerne, das fand ich eigentlich ganz interessant, die Vision für den eigenen Stadtteil, aber auch für die ganze Stadt.

00:13:33: Ich bin eigentlich sonst in der Stadt Freiburg zufrieden.

00:13:43: Ich würde als Rentner nirgends woanders leben wollen als in Freiburg.

00:13:51: Ich bin ja nicht der Einzige, denn Freiburg ist eine Rentnerstadt geworden.

00:13:57: Und deswegen komme ich nochmal auf den Wohnraum zurück.

00:13:59: Es muss aber auch bezahlbar bleiben für die Rentner.

00:14:03: Das ist ganz, ganz wichtig.

00:14:06: Und ... Wohnraum zu erschließen in der Umgebung ist für den Rentner nicht so ganz einfach, weil der Rentner braucht eine Praxis in der Nähe, der braucht Einkaufsleden in der Nähe.

00:14:18: Wenn dann in der Stadt Wohnraum leer steht, ist das nicht zu vertreten.

00:14:25: Gibt es noch Dinge, die man aus der Perspektive von Rentnern betrachten müsste, wie so eine Vision?

00:14:31: Also jetzt habe ich, für mich jetzt wahrgenommen, es braucht auf jeden Fall Ein Wohnraum, der einigermaßen zentral ist, aber den Stadtteil so verankert ist, dass in dem Fall diese Infrastruktur, die man braucht, ob es jetzt in dem Fall medizinische Versorgung ist oder leichte Einkaufsmöglichkeiten, dass die einfach relativ nahe da ist, gibt es noch weitere Aspekte, wo man sagen müsste, das müsste man in so einer Vision mit berücksichtigen, vor allem aus der Perspektive von RentnerInnen.

00:14:58: Die Infrastruktur mit Verkehrsmitteln könnte noch verbessert werden.

00:15:05: Es ist im Moment für einige Rentner, die eine kleine Rente haben, sind die Tickets, die angeboten werden, zu teuer.

00:15:17: Und man sollte mehr die Läden im Zentrum reinziehen zur Finanzierung, denn die profitieren letzten Endes davon.

00:15:26: Und wir haben nichts davon, dass diese Läden im Stadtzentrum zum Teil leerstehen, was die Stadt unattraktiv macht.

00:15:38: Die Geschäfte sollten in der Stadt bleiben.

00:15:42: Das ist ganz, ganz wichtig, um die Stadt mit Leben zu erfüllen.

00:15:48: Ich komme ja auch aus Belgard und in Belgard ist manche so, meine Eltern sind auch immer einmal da.

00:15:55: Und da ist es so, dass Rentner in Nichts zahlen von öffentlichen Nahverkehr.

00:15:59: Das heißt ja mal so Tickets und Karten und konnten immer dann umsonst eigentlich im öffentlichen Nahverkehr sich verriegen.

00:16:04: Das

00:16:04: wäre natürlich ein Mundstraum.

00:16:07: Aber man könnte schon mal damit anfangen, es für Rentner erschwinglich herzumachen und die Leben in der Innenstadt zur Finanzierung heranzuziehen.

00:16:18: Denn letzten Endes profitieren die davon.

00:16:21: Gut, das wäre für mich der nächste Schritt zu überlegen, dann, wie kommen wir da hin?

00:16:25: Wer so die Maßnahmen, aber für mich ist das am Anfang erstmal diese Vision und ich weiß, dass die Vision erstmal Leuten schwerfallen und dass sie so wie sie eigentlich meist sehr bescheiden sind und etwas besser wollen, aber die Frage von der Vision ist ja eigentlich nicht etwas ein bisschen besser zu machen, sondern wirklich komplett der Idealzustand.

00:16:41: Also was wir so in Utopie vielleicht auch, wie würde Freiburg denn aussehen, indem Rentnerinnen sich richtig wohlfühlen, uns Gefühl haben, Beste Stadt dieser Welt.

00:16:52: Also zum Beispiel, bis jetzt weiß ich, dass nur von Stadt angestellten, dass die Fahrräder mit Elektromotoren gestellt bekommen.

00:17:02: Das könnte man sich überlegen, ob man das vielleicht ein bisschen ausbauen kann.

00:17:07: Weil es Parkplätze schon, weil es von der Umwelt her geboten ist.

00:17:16: Da wäre vielleicht noch ein Bedarf.

00:17:22: Das heißt, dass man vielleicht irgendwie so was wie Zuschüsse hat oder eine Förderprogramme für RentnerInnen, dass sie dann einfach für weniger Geld an E-Bikes kommen.

00:17:31: Richtig.

00:17:33: Cool Idee.

00:17:36: Wir waren jetzt langsam warm, merke ich.

00:17:39: Was gibt es denn vielleicht noch für Visionen oder für Dinge, die man beachten müsste bei seiner Stadtplanstattentwicklung?

00:17:45: Vielleicht auch im Kontext von Demokratie, weil sie am Anfang gesagt haben, das ist ihnen ziemlich wichtig und ich habe jetzt verstanden, dass die medizinische Versorgung ein wichtiger Baustein ist von Demokratie, aber gibt es noch andere Bausteine, die man vielleicht noch irgendwie in diese Utopie anders erreichen müsste oder anders hätte?

00:18:06: Ja, man könnte vielleicht etwas tun für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

00:18:17: Und zwar meine ich jetzt etwas ganz Grundsätzliches.

00:18:24: Ärzte sehen, das sagt auch unser Medizinetiker Giovanni Mario in Weihbock an der Universität, ihren Beruf zu sehr als Business.

00:18:40: Dabei haben sie eigentlich eine ganz andere Aufgabe.

00:18:44: Sie sind nicht dazu da, um den Patienten irgendwelche Informationen schriftlich auszuhändigen und ihn unterschreiben zu lassen, dass er das alles gelesen hat.

00:18:54: Sondern sie müssen sich mit ihm auch unterhalten und sie müssen auf seine Bedürfnisse eingehen.

00:19:03: Dabei werden sie die Entdeckung machen, dass sie vielleicht in ihren Leistungsangeboten sich verbessern könnten.

00:19:13: Ich halte das für einen sehr wichtigen Punkt, vor allen Dingen für ältere Menschen, die häufig Ärzte konsultieren

00:19:21: müssen.

00:19:24: Das heißt, ich denke jetzt nur laut Nachricht, ich bin kein Experte in dem Themenfeld, aber Eine Gemeinsamkeit scheint immer zu sein, dass die Verständnis, die Haltung, die man hat vom eigenen Berufsbild, ist sicher mit Aspekt.

00:19:40: Aber ich habe die Erfahrung gemacht oder gehört, dass es mit Aspekt auch zählt.

00:19:45: der Faktor Zeit.

00:19:47: Das heißt, dass man wiederum einfach immer weniger Zeit hat, auch dann viel Gespräche für die Konsolation, dass sich den Menschen auf der anderen Seite mehr wahrnehmen kann.

00:19:55: Weil jetzt meiner Erfahrung nach, wenn ich mit Leuten, wenn ich selbst so ein Arzt auch bin, ist es, habe ich schon einen Eindruck, dass jetzt relativ viel in kurzer Zeit erledigt werden muss, was wiederum ja auch dann eben entgegenwirkt, oder?

00:20:05: Ja, aber das hat einen Grund, der leider von der Stadt aus nicht zu beeinflussen ist, sondern nur von den Krankenkassen.

00:20:15: Die sprachende Medizin wird nicht honoriert, weil sie nicht kontrolliert werden kann.

00:20:20: Gebührensätze können kontrolliert werden.

00:20:24: Und es ist mir auch passiert, dass ich in einem Arztbrief mehr Diagnosen hatte, als ich eigentlich hatte.

00:20:33: Je mehr Diagnosen der Patient hat, desto mehr wird der Arzt von der Krankenkasse entlohnt.

00:20:41: Aber das ist leider ein Problem, dass ich ... der kommunalen Verwaltung entzieht.

00:20:48: Es sei denn, mehrere Kommunen tun sich hier zusammen.

00:20:54: Das wäre auch eine Möglichkeit.

00:20:57: Und apropos Kooperation von Kommunen hätte ich auch noch einen Vorschlag, nämlich den, das mir stärker mit Straßburg und Basel und Kolmar kooperieren, im Dreiländereck, Die Universität hat das vorgemacht mit einem drei-Länder-Studium mit unterschiedlichen Abschnitten, die an den anderen ausländischen Universitäten im Studium geleistet werden können.

00:21:29: Hier könnte man auch vielleicht durch einen Kommunen-Kontakt, der nicht nur an der Ländergrenze halt macht, der sich vielleicht zunächst einmal auf Baden bezieht, aber dann über die Ländergrenze hinausgeht, sich solche solche Überlegungen anzustellen, wie kann man es machen, dass man die Versorgung der Patienten wieder mehr auf das zurückführt, was der Arzt eigentlich sein sollte, nämlich ein empathischer Mensch, der mit einem fühlt und auf den Patienten eingeht.

00:22:14: Das ist für Giovanni Di Maio, der eine Reihe von interessanten Büchern geschrieben hat, ein ganz, ganz großes Anlegen.

00:22:23: Vielleicht sollte man ihn in dieser Hinsicht auch noch mal interviewen.

00:22:29: Es gäbe auch noch die Möglichkeit, vor kurzem habe ich einen Vortrag, in der pharmazeutischen Technologie gehört, mit der ich sehr verbunden bin über den Verein.

00:22:43: Da ist ein pensionierter Leiter der pharmazeutischen Technologie, der sich in der Zwischenzeit sehr mit der Geschichte der Universität Freiburg beschäftigt, der bei der letzten Sitzung unseres Vereins in der pharmazeutischen Technologie einen spannenden, einstündigen Vortrag gehalten hat.

00:23:06: über die Geschichte der Universität Freiburg, die bis zum fünften Jahrhundert zurückgeht.

00:23:11: Für mich waren viele Dinge neue, aber es war sehr interessant, weil es eigentlich schildert, was für ein Reichtum die Stadt Freiburg hat mit einer solchen Universität, wie wir sie haben.

00:23:30: Ich stelle mir mal die Frage, was man tun kann, vernappt der bisherigen Strukturen.

00:23:37: Prozessins kommen vielleicht zu den nächsten Phasen.

00:23:39: Wie kommen wir zu einer Vision, die jetzt vielleicht gezeichnet wurden?

00:23:42: Also wie könnten die erreichen?

00:23:44: Welche Unterstützung braucht es dafür?

00:23:46: Vielleicht von Seiten der Stadt.

00:23:47: Und jetzt kommt mein Punkt an der Stelle.

00:23:50: Vielleicht auch von Seiten der Stadt, Zivilgesellschaft.

00:23:53: Das heißt also zu sagen, diese Empathie diesem Prinzip bereuchte an einer gewissen Stelle und da haben sie jetzt schon ganz klar benannt, dass man sagt, man könnte mit gemeinsam mit

00:24:03: Kommunen

00:24:04: sich verbünden und dann vielleicht eben einen Dialog treten und dann vielleicht etwas erreichen.

00:24:09: Das war ein Ansatz.

00:24:10: Für mich ist die Frage, gibt es noch etwas, was vielleicht die Zivilgesellschaft beisten könnte.

00:24:14: Also wenn man sagt, dass man vielleicht anders mit den Ärztinnen spricht, die ihn anders begegnet, vielleicht auch dann wie so eine Irritation erzeugt, dass man das, dass sie vielleicht in einem Gespräch selber nochmal sich eher reflektieren, was sie eigentlich gerade machen und was gerade stattfindet.

00:24:30: Um zu sagen, ich nehme dann doch die Sekunde mehr Zeit, wie ich eigentlich bräuchte und irgendwie in die Richtung zu gehen.

00:24:35: Naja, man könnte natürlich auch versuchen, den örtlichen Ärzteverein anzusprechen und als Berater des Stadtrates zu gewinnen.

00:24:49: Das ist ein Punkt.

00:24:51: Genau so, wie man das mit der Universität machen könnte.

00:24:55: Einfach, um neue Gesichtspunkte in die Stadtverwaltung reinzubringen.

00:25:01: Auch in Studium dann?

00:25:04: Natürlich könnte man auch die Studenten-Stafft über die Fachschaft der Stadtverwaltung annähern.

00:25:15: Denn wir haben immerhin Ich glaube, ich höre mich nicht, siebenzwanzigtausend Studenten.

00:25:21: Und nach einer Umfrage, die der DRD vor ungefähr zehn Jahren gemacht hat, gehört Freiburg zum beliebtesten Städten der Studenten, die über den DRD finanziert werden.

00:25:36: Das war für mich erstaunlich.

00:25:39: Ich habe das erfahren, weil wir in der Arabisch-Jüdischen-Dorf, Nevi Shalom, hat das Salam, das im Moment einen ganz schwierigen Stand in Israel hat, einen Arabischen Studenten mit israelischer Nationalität als Familienangehörigen in Freiburg aufgenommen haben, um ihm zu ermöglichen, in Freiburg zu studieren, weil er an der Hadassah-Universität keinen Studienplatz bekam.

00:26:14: Und dadurch bin ich natürlich in engen Kontakt, weil er von dem DRD finanziert wurde mit dem DRD gekommen.

00:26:22: Und daher weiß ich eben auch, wie beliebt für aussehenden Freiburg ist.

00:26:30: Sie haben am Anfang, haben die Visionen gezeichnet, dass die Vereine jetzt speziell im Kontext medizinischen Versorgung, dass die mehr konsultiert werden würden, vielleicht vom Gemeinderat, vielleicht auch vom OB oder von der Stadtverwaltung an sich.

00:26:45: Und jetzt, wie, was bräuchte es dafür?

00:26:48: Also, was wäre etwas, was man von der Stadtverwaltung, vielleicht auch wieder um die Stadtgesellschaft, an Unterstützung der Ressourcenprinzip bräuchte, um da hinzukommen?

00:26:58: Also, Ich sehe vor allem für einen Bedarf für die Vereine, die hier in Freiburg tätig sind.

00:27:05: Nicht für die Vereine, die für die dritte Welt tätig sind, sondern die Vereine, die in Freiburg tätig sind im sozialen Bereich.

00:27:14: Es gibt viele Hilfsvereine an der Universität, die sich engagieren für Patienten.

00:27:25: Kinderklinik vor allen Dingen hat solche Hilfsvereine gegründet, wo die Behandlung sehr viel Geld kostet und sie auf Trittmittel angewiesen sind.

00:27:41: Die sollte man versuchen in irgendeiner Weise übergreifend zu repräsentieren.

00:27:51: Und denn es kann nicht jeder Verein ein Vertreter in den Stadtrats senden, das geht nicht.

00:27:57: Also das muss übergreifend gemacht werden.

00:28:02: Und Sie hatten jetzt auch nochmal eine Vision gezeichnet von dass man ja auch ganz spannend, dass man dieses drei-Länder-Eck eben nicht nur auf der Ebene Universität eine Kooperation hat, die gefördert wird, sondern vielleicht auch eben auf einer anderen Ebene.

00:28:17: Und jetzt haben sie, glaube ich, da speziell wieder die medizinischen Aspekte gehabt, aber hätten sie auch da noch mal vielleicht eine Idee oder wie man da hinkommen könnte, dass wir mehr Austausch haben?

00:28:27: Ja, also es gab mal diese Gesellschaften für Grenzregionen, die hat noch mal im Büro an der Grenze Breisach nach Frankreich.

00:28:41: Die haben mal versucht, sich dafür zu engagieren, dass endlich wie wieder die Bahnlinie zwischen Freiburg und Colmar geht und nicht in Breisach haltmacht.

00:28:53: Das ist leider wieder stecken geblieben.

00:28:57: Und auch die Verbindung über Schnellzüge, Zwischen Deutschland, Offenburg und Straßburg ist noch nicht optimal.

00:29:12: Das könnte verbessert werden.

00:29:15: Wir haben nur, glaube ich, einmal einen täglichen Reiseverkehr mit Schnellzug nach Paris, direkt von Freiburg her.

00:29:28: Das ist ein bisschen wenig, das könnte vielleicht auch ausgebaut werden.

00:29:36: Fessenheim hat lange Zeit Probleme bereitet, das hat ein bisschen lang gedauert, vor allen Dingen die Behauptung von Frankreich, die Radioaktivität macht direkt am Rhein.

00:29:51: Schluss.

00:29:52: Und auf der anderen Seite ist alles wild ungefährlich.

00:29:58: Das verseuchte Währung frisst.

00:30:02: Das ist ein bisschen bedauerlich gewesen.

00:30:05: Auch hier wäre eine Kooperation wünschenswert.

00:30:10: Haben Sie vielleicht doch ... Was halten Sie von der Idee, dass man sagen ... Weil für mich ist immer die Fragestellung, wenn man sagt, man möchte die Region miteinander verbinden, ist man relativ schnell in so einer institutionellen Ebene, dass man sagt, du hast Hochschulen vielleicht auch in der Stadtverwaltung und dann bereist man sich und spricht miteinander.

00:30:26: Ich fände es nochmal spannend, weil der ganze Anfang haben wir eine Aussage getroffen, dass Demokratie eben mehr ist als Politik und damit vielleicht die politischen Strukturen.

00:30:33: Und wenn man jetzt da sagen würde, Vereine, Ehrenamtliche, was wäre denn, wenn man sagen würde, dass man eben Vereine und Ehrenamtliche z.B.

00:30:40: oder Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch bringen würde und da einen Austausch fangen würde?

00:30:45: Es ist ganz,

00:30:45: ganz wichtig, dass man sich auf den Ursprung des Wortes Demokratiebe sind.

00:30:52: Was heißt Demokratie?

00:30:54: Demos, das Volk, Kratein griechisch beherrscht.

00:31:01: Das Volk herrscht nicht nur mit einer Wahl.

00:31:05: Alle vier oder acht Jahre.

00:31:08: Sondern es sollte mehr involviert werden.

00:31:13: Die Schweiz ist da ein gutes Vorbild.

00:31:17: Und da sollte man sich überlegen, ob der Abstand von der Bürgermeisterwahl sind.

00:31:26: Bitte korrektieren Sie mich.

00:31:28: Acht Jahre, ne?

00:31:29: ist ein bisschen lang.

00:31:32: Alle acht Jahre hat man nur das sagen.

00:31:35: Und dann sind die Bürger eigentlich zu wenig beteiligt.

00:31:41: Nicht nur sie sind beteiligt durch Abgeordnete, aber die werden auch nur gewählt.

00:31:46: Das ist genau dasselbe.

00:31:48: Aber die Entwicklung ist schon mal gut, dass es nicht nur Partei-Abgeordnete gibt, sondern auch direkte Abgeordnete.

00:31:57: Das gibt es leider auf Bundesebene und Landesebene zu wenig.

00:32:01: Wobei ich auch

00:32:02: da

00:32:04: das mittlerweile irgendwie eine komische Entwicklung finde, dass Menschen als parteilos sich zählen und nennen, aber eigentlich im Partei nicht mehr rücken haben.

00:32:13: Ja, ich denke,

00:32:15: sie machen das, um eben diesen Eindruck zu verbeiden, dass sie von der Partei ernannt wurden.

00:32:22: Aber ... Ein Bundestagsabgeordneter, den ich sehr gut kenne persönlich, Erler, hat das sehr gut gemacht, als er Abgeordneter hier war.

00:32:35: Er war lange Zeit immer direkter Abgeordneter.

00:32:37: Wie kam das?

00:32:38: Er hat eine Bürgersprechstunde gemacht.

00:32:41: Ganz regelmäßig.

00:32:44: Und die meisten machen das nicht.

00:32:49: Das ist auch schon mal ein Schritt.

00:32:52: Jetzt habe ich aber auch gesagt... Nicht

00:32:54: der Oberbürgermeister, eigentlich eine Bürgersprechtunde, außer dass er mal einen Vortrag hält, von Ortsverein zu Ortsverein, so von oben herab.

00:33:04: Ich weiß es nicht.

00:33:05: Wenn ich ehrlich bin, ich habe ihn nicht damit beschäftigt, muss ich zugeben.

00:33:08: Ja, aber

00:33:09: das wäre zu überlegen, ob das ein zukünftiger OB mal ansteuern könnte.

00:33:16: Das heißt, diejenigen, die Probleme haben, dass sie mal zu ihm direkt Vorgelassen

00:33:22: denn?

00:33:23: Ja, in meiner Vision wäre es tatsächlich gerade nochmal andersrum.

00:33:26: Das heißt für mich wäre der Punkt, zu sagen, eben nicht das Menschen zum OB.

00:33:32: kommen, sondern der OB zum Menschen kommt.

00:33:34: Das heißt, dass ich eigentlich in dem Fall in Stadtteilen Orte habe, in denen die Stadtgesellschaft stattfindet und die Stadtgesellschaft dann den OB einlädt.

00:33:42: Das heißt, dass mir Sprechstunde andersrum hat.

00:33:44: Aber auch das ist doch so eine Frage, wie der umwerdet, wen ein und da.

00:33:46: Ja, aber wenn man die Berichte erfolgt über diese Art Besuche, die der OB macht, dann habe ich eigentlich nie den Eindruck gehabt, dass hier besondere.

00:34:02: Also gut, es werden Probleme vorgetragen, aber das wird dann politisch beantwortet, weil man vor einem größeren Gremium spricht.

00:34:16: Eine Bürgersprechstunde wird nie politisch beantwortet.

00:34:21: Also ich meine, auch auch Bürgersprechstunde wäre so etwas wie ein zweier Gespräch.

00:34:26: Richtig.

00:34:27: Okay.

00:34:30: Ja, gibt es denn noch was, was der Schweiz lernen könnte, weil Sie die Schweiz genannt haben?

00:34:35: Ja, vielleicht kann man sich mal überlegen, ob die Gesundheitsversorgung und das System der Eigentumswohnungen, das es in der Schweiz gibt, wo man eigentlich Bei der Eigentumswohnung ist man über fast bis zum Lebensende Abbezahler.

00:35:05: Die Wohnung gehört einem formal, aber man hat einen langfristigen Kredit, den man übers Leben abzahlt.

00:35:14: Am Ende, wenn man ein bisschen Glück hat, Erlebt man noch das Ende, dass einem die Wohnung gehört.

00:35:21: Das ist das eine bei den Wohnungen in der Schweiz.

00:35:24: Und das andere ist bei der Krankenversicherung.

00:35:28: Da steht man auf zwei Beinen.

00:35:33: Einmal die Grundversorgung und einmal die Zusatzversicherung, in die der Arbeitgeber auch einzahlt.

00:35:44: Und?

00:35:45: Bei den Wohnungen habe ich sie nicht so ganz so ausstanden.

00:35:46: Was werden daran jetzt erstrebenswert, das zu übertragen?

00:35:50: Ich glaube schon, weil es die Sache erschwinglicher macht.

00:35:55: Und weil es ... Ich kann mit einer Wohnung, die mir noch gar nicht ganz gehört, die ich nie abgezahlt habe, nicht spekulieren.

00:36:06: Aber ...

00:36:07: Was möchte ich jetzt hier tun, um das in Freiburg zu haben?

00:36:09: Ich habe diese Umsetzung jetzt nicht so ganz verstanden.

00:36:12: Ja, man könnte das ... Es gibt in der Schweiz nicht die Möglichkeit, eine Wohnung so zu kaufen.

00:36:20: Man muss einen Kredit aufnehmen, um eine Wohnung zu kaufen und die Abzahlungsrate ist begrenzt, sodass es nicht dazu kommt, dass man sagen kann, nach zehn Jahren gehört die Wohnung mehr und ich kann damit machen, was ich will.

00:36:38: Okay.

00:36:39: Das heißt, Menschen werden wiederum also an die Immobilie gebunden, über diese Kredite, die auf langfristig angesetzt sind.

00:36:46: Und dementsprechend ist es nicht so eine Spekulationsmasse, sondern eben eine...

00:36:49: Genau.

00:36:50: Und es sind mehr Eigentümer in der Schweiz als Mieter.

00:36:57: Und was es bedeutet, Mieter zu sein, das erleben wir ja im Moment in Freiburg und in anderen Städten, unglaublich.

00:37:08: Freiburg hat fast so hohe Mieten wie München.

00:37:14: Und die Fantasie kennt keine Grenzen, um Mieter zu kündigen, weil man dann wieder die Wohnung an den Mietspiel anpasst, an den also neu verkaufen kann und nicht so sehr an der Milchspiegel gebunden ist, wie wenn jetzt eine Meter verlängert wird.

00:37:41: Ich habe eine Frage immer noch, die ich den Leuten stelle, weil ich die Idee habe, dass wir eigentlich im Alltag relativ viele Dinge tun, die auch demokratisch stärkend sind.

00:37:54: Ich möchte diesen Dingen irgendwie auch mehr Sichtbarkeit geben, mehr Raum geben.

00:37:58: Also was wie zum Beispiel Freundschaften pflegen oder dass man irgendwie jemanden an gewissen Orten unterstützt oder irgendwie hilft.

00:38:07: Gibt es etwas, wo Sie sagen würden, das ist auch eine Kleinigkeit, die man zum Alltag beobachten kann, die Sie vielleicht auch selbst tun oder bei anderen sehen, die man als demokratische Leistung eigentlich benennen könnte, aber jetzt gar nicht im ersten Moment damit verbindet?

00:38:23: Ja.

00:38:26: Was mir in Freiburg, ich ruhe ein bisschen aus, aufgefallen ist in den vielen Jahren, seitdem ich hier bin, ist, dass die Zahl der Bettler zugenommen hat.

00:38:39: Und man müsste die Bettler verpflichten, zu sagen, warum sie eigentlich betteln, warum sie nicht versorgt werden.

00:38:54: Der kann einem ja irgendwas erzählen, wenn man ihn fragt.

00:38:59: Aber sie müssten sich identifizieren als Bedürftige, weil sie absolut durch die Maschen fallen, als Bürger in der Stadt Freiburg und keinerlei andere Unterstützung bekommen.

00:39:18: Das ist schwer zu sagen.

00:39:20: Ich kann nicht jedem, der auf der Straße sitzt, in jedem Laden, bei jedem Einkauf einen Euro zahlen.

00:39:29: Oder zwei Euro zahlen.

00:39:33: Das ... Abgesehen davon, dass es ... das Stadtbild ... nicht ... dass es kein Kompliment ist für das Stadtbild.

00:39:44: Wenn es so viele ... Obdachlose gibt.

00:39:49: Die Frage ist, warum ist der Betreffende obdachlos?

00:39:52: Warum muss er auf der Straße schlafen?

00:39:56: Ich habe tatsächlich in einer Folge mit einer Person gesprochen, die gesagt hat, eigentlich wird sie darüber definieren, welche Stadtbild Freiburg hat, welche Werte Freiburg liebt.

00:40:08: Das bedeutet, wenn zum Beispiel Obdachlosigkeit oder Menschen eben in den ökonomischen Problem, dass die in der Regel an den Rand der Stadt geschoben werden.

00:40:19: Das finde ich nicht gut.

00:40:21: Ich finde es gut, dass die Stadt eine Bescheinung ausstellt, dass der Betreffende und warum obdachlos ist und jeder, der in der Stadt ist, muss das als Schild neben sich haben.

00:40:36: Dann weiß ich, dass es ein bedürftiger an den Stadtrand zu drängen, dann will ich ihn aus der Stadt raus haben.

00:40:43: Ich erschwere ihm, dass er Geld einsammeln kann.

00:40:48: Das ist nicht die Lösung.

00:40:51: Das heißt, also bei Ingelt wird es darum geht du sagen, wie kann man noch besser identifizieren, wie man in Person helfen kann.

00:40:58: Richtig.

00:41:01: Okay.

00:41:03: Ich habe noch zwei letzte Fragen.

00:41:05: Die eine Frage wäre, falls ich gewählt werden sollte und ob ich sein sollte.

00:41:11: Das heißt, hätten Sie denn eine Frage an mich in dieser Idee, ob ich zu sein will?

00:41:19: Ja, ich habe mich mit dem... Interview, das, glaub ich, einer Ihrer ersten Partnerin, eine Psychologin oder Psychotherapeuten mit Ihnen geführt hat.

00:41:34: Marina Weisband.

00:41:36: Beim Interview.

00:41:38: Da hat sie die Fragen gestellt.

00:41:40: Genau.

00:41:40: Oder Ihnen die Frage gestellt.

00:41:42: Und die Antwort, wenn Sie das noch mal präzisieren würden, warum Sie eigentlich ... sich ... der Mühe unterzogen haben und im, man muss schon sagen, Hornes Amtsinhaber, schwer gegen ihn anzutreten.

00:42:04: Wir haben leider Gottes ein System, das die Franzosen nicht haben.

00:42:10: Wenn ein Bürgermeister eine OBE, eine zweite Amtsperiode übersteht, kriegt er eine lebenslange Rente.

00:42:17: Davon träumen französische Bürgermeister nur.

00:42:21: Die haben Appalagen, die wesentlich bescheidener sind, also wird es für sie sehr schwer sein, mit all den Kontakten, die der jetzige OB hat, neben ihm zu bestehen.

00:42:36: Sie müssen also unter Umständen davon ausgehen, dass sie sich nach dieser Wahl erneut in die Startlöcher begeben.

00:42:45: Und was machen sie dafür, dass sie beim ... sollte es dazu kommen, beim nächsten Wahlkampf noch stärkere Argumente haben, dafür, dass sie kandidieren.

00:43:04: Aber jetzt geht es konkret darum, ich würde jetzt nicht gewinnen.

00:43:06: Und dann, was würde ich dann machen, um dann dem Zweifel noch zu gewinnen?

00:43:09: Ja, und die Argumente, die Sie haben, sind mir ein bisschen allgemein und waren mir nicht so konkret.

00:43:18: Ja, was wollen Sie denn gewissen?

00:43:19: Das ist ja der Punkt.

00:43:19: Also, was wäre für Sie konkret?

00:43:21: Also, welche?

00:43:22: Ja, das müssten Sie am besten wissen.

00:43:24: Was hat Sie bewogen?

00:43:26: Konkret, trotz all dieser Schwierigkeiten, die ich eben aufgezählt habe.

00:43:31: Zu kandidieren.

00:43:32: Zu kandidieren.

00:43:35: weil ich denke, dass es richtig ist.

00:43:37: Das heißt, mich interessiert es gar nicht, wie die Chancen stehen, mich interessiert es auch nicht, wie die Machtverhältnisse sind.

00:43:43: Das heißt, ich weiß, wie die Machtverhältnisse sind, ich weiß auch, wie medial die Verhältnisse sind, ich weiß, welche Kanäle genutzt werden, ich weiß, wie ungerecht das ganze System ist.

00:43:51: Und es ist mit ein Grund, wieso ich kandidiere, weil ich das System nicht gut finde, ich finde es demokratisch nicht gut.

00:43:57: Das heißt, ich wünsche mir eine starke Demokratie, Und das würde bedeuten, dass ich eben so eine Machtkonzentration zum Beispiel eher versuche abzubauen.

00:44:05: In dem Sinne Alternativ, also abwählen nach einer Wahlperiode ermöglichen?

00:44:10: Oder wie?

00:44:12: Könnte eine Maßnahme sein.

00:44:13: Also für mich wäre als Beispiel auch allein schon so eine Wahl.

00:44:16: Wenn Sie können Sie ganz gut Kreditikwahl nehmen.

00:44:18: Bei der Punkt Wie läuft so eine Wahl ab?

00:44:21: Wer hat welche Ressourcen?

00:44:22: Wer hat welche Aufmerksamkeit?

00:44:25: Wie kann man überhaupt hören?

00:44:26: Wie kann man wahrnehmen?

00:44:28: Und das wird zum Beispiel eine Frage, wo ich sagen würde, wie können wir das gerechter gestalten?

00:44:30: Da würde ich gerne mit Medien austauschen.

00:44:32: Da würde ich gerne mit für mich in meinem Amt ihn überlegen, was hat der jetzige im Prinzip eben, was er jetzt nutzt und wie er es macht?

00:44:40: Und wie können wir es in dem Fall demokratisch gestalten?

00:44:42: Das würde mich zum Beispiel eine Frage stellen.

00:44:44: Sie haben doch schon einen Weg angefangen mit den Interviews.

00:44:47: Richtig.

00:44:48: Sie müssen in Not zu Ende gehen.

00:44:50: Ja.

00:44:52: Dieser Weg würde bedeuten, dass sie mal die Vielzahl von Interviews irgendwann auswerten.

00:44:59: Das mache ich permanent für mich.

00:45:02: Ja, vielleicht jemand Professionelles nehmen, der das auswertet.

00:45:10: Und sie können aber als Vorstufe, man kann auch solche Interviews mündlich bei Gemini eingeben.

00:45:21: und kann dann gucken oder ChatGDP, das ist manchmal sehr hilfreich, ich mache das so oft bei meinen Argumenten und gucken.

00:45:30: manchmal Antwort der Quatsch, aber manchmal antwortet der auch was, worüber ich nachdenken muss, dass sie daraus eine Botschaft sehen.

00:45:43: Ich verstehe das.

00:45:44: Ich verstehe den Gedanken, ich habe das sicher aus gestern oder vorgestern einen Termin, wo ich auch mit vier, fünf Menschen, wo ich angeladen wurde, um mit denen Austausch zu kommen, die einfach wissen wollten, was mich bewegt und wie ich im Prinzip OB werden möchte.

00:45:56: Und da habe ich auch immer, ich höre tatsächlich immer viel Tipps, wie Leute sagen, so erreichst du mehr Menschen, das musst du tun.

00:46:02: Und ich verstehe das Anliegen, weil es der Logik folgt, die bisher bekannt ist und die bisher üblich ist.

00:46:08: Und ich möchte diese Logik eigentlich bedienen.

00:46:10: Das heißt, mein Gedanke wäre eigentlich jemand nicht der zu sagen, Was ich machen muss und was ich ändern muss, weil in diesem Wettkampf habe ich gar keine Chance, haben Sie ja völlig richtig beschrieben.

00:46:18: Ich habe nicht eine Chance gegen jemand, der acht Jahre in der BZ-Präsentis, der E-Acht Jahre in der SWB-Präsentis, der acht Jahre bei jedem Vereinssitzung momentan beisetzt, der acht Jahre lang all diese mediale Aufmerksamkeit bekommen

00:46:30: hat.

00:46:30: Aber es sollte über der nächsten Wahl gewählt werden.

00:46:32: Wird das Ihnen auch passieren, wenn Sie OB wären?

00:46:36: Was hätten Sie denn, um das zu verändern?

00:46:39: Dass ich das nicht mache.

00:46:40: Ich würde zum Beispiel sowas wie... Sie müssten... Sie müssten dann... Was müssten Sie dann mit den Mädchen nicht so viel Kontakt haben oder was?

00:46:44: Nein,

00:46:44: nein, nein.

00:46:44: Nein, nein, nein.

00:46:45: Nein, nein, nein.

00:46:45: Nein, nein, nein.

00:46:45: Nein, nein, nein.

00:46:46: Nein, nein, nein.

00:46:46: Nein, nein, nein.

00:46:46: Nein, nein, nein.

00:46:47: Nein, nein, nein.

00:46:47: Nein, nein, nein.

00:46:48: Nein, nein, nein.

00:46:48: Nein, nein, nein.

00:46:48: Nein, nein, nein.

00:46:49: Nein, nein, nein.

00:46:49: Nein, nein, nein.

00:46:49: Nein, nein, nein, nein.

00:46:50: Nein, nein, nein, nein.

00:46:50: Nein, nein, nein, nein.

00:46:51: Nein, nein, nein, nein.

00:46:52: Nein, nein,

00:46:52: nein, nein.

00:46:52: Nein, nein, nein, nein.

00:46:53: Nein, nein, nein, nein.

00:46:53: Nein, nein, nein, nein, nein.

00:46:54: Nein, nein, nein, nein, nein.

00:46:55: Nein, nein, nein, nein, nein.

00:46:55: Nein, nein, nein, nein, nein.

00:46:56: Nein, nein, Besten Fall, ich deswiss, wenn ich etwas, was ich bestimmen würde, ich möchte das Medien drüber nachdenken, was zum Beispiel gerechtere Systeme werden.

00:47:02: Das heißt, wenn Medien zum Beispiel sagen, dass sie jedem die gleiche Zeit einräumen, dann ist es für mich einfach ungerecht, weil einfach sage, du hast einfach acht Jahre zuvor eine Person in sehr viel Zeit eingeräumt.

00:47:11: Und jetzt zu sagen, jetzt starte ich die Uhr aber neu ab jetzt.

00:47:14: Blendet aus, was acht Jahre zuvor passiert ist.

00:47:16: Und dann wäre die Frage, das ist eine Aufgabe, die Medien für sich auseinandersetzen müssen, die kann ich beantworten.

00:47:21: Aber die Frage müssen ich stellen, wie kann ich also eine wahltemokratische, gerechter gestalten, dass zum Beispiel Person, ich bin ja nicht alleine, kann die eine andere Person auch, dass die auch den Raum bekommen, dass man auch hört, wie sie sind, was für eine Vision sind.

00:47:32: Sie möchten

00:47:33: eigentlich, dass nach jeder Wahlperiode ein Wechsel eintritt, oder?

00:47:37: Ich möchte, dass die Chancen, dass wer OB kandidieren kann, dass die einfach gerechter sind.

00:47:43: Das heißt, dass nicht einfach nur jemand, der publiziert ist, der über sehr viel Macht und Zeit und Geld

00:47:48: verfügt.

00:47:48: Wie denken Sie sich das?

00:47:50: Das habe ich ja versucht, ein bisschen dazu zu beschreiben.

00:47:51: Das heißt, zum einen können wir vorstellen, dass Medien eine Baustelle sind und das andere wäre für mich eben so etwas wie, dass man über von der Stadt aus vielleicht auch Ressourcen zur Verfügung stellt für eine Kandidatur.

00:48:03: Bekommen

00:48:03: Sie die bisher nicht?

00:48:04: Nein,

00:48:05: ich bekomme gar nichts.

00:48:06: Sie müssen alles aus einemerkarten machen?

00:48:09: Natürlich.

00:48:10: Das ist eben so eine Sache.

00:48:11: Bekommt das der OB?

00:48:12: Ja,

00:48:13: das ist ja der Witz an der Sache.

00:48:15: Nein, er bekommt das nicht, aber er hat natürlich einen Amt, das er nutzt für einen Wahlkampf.

00:48:20: Und das ist ja der Punkt.

00:48:21: Also

00:48:22: mit der IHK oder mit solchen Organisationen, zusammen im Auftritt, die Spenden?

00:48:28: Nein, gar nicht so im finanziellen Sinne, sondern eher im Sinne von, wenn ich natürlich beruflich bedingt OB bin, dann bin ich ja als OB vor Ort.

00:48:35: Und natürlich ist dann jeder Tag, jeder Auftritt, mit auch ein Wahlkampfauftritt.

00:48:39: Genau, richtig.

00:48:39: Und deswegen hat jemand natürlich Vollzeit sein Job, den er nutzt, um den Job zu bekommen.

00:48:44: Und andere Leute haben auf Vollzeit einen anderen Job und müssen nebenher noch dann das machen.

00:48:48: Ja, aber

00:48:48: wie wollen Sie das machen?

00:48:49: Das ist doch immer inherent.

00:48:51: Wenn einer Bürgermeister geworden ist, findet das doch automatisch so statt.

00:48:56: Wie wollen Sie das ändern?

00:48:59: Das habe ich jetzt gerade gemeint.

00:49:00: Das heißt, wenn es zum Beispiel so etwas wie Ressourcen gebe von der Stadt als Beispiel.

00:49:04: Das wäre so ein Ansatz, den man sich vorstellen könnte.

00:49:06: Das ist einfach jede Person, die kandidiert, so ein Paket bekommt an, was man bräuchte an Ressourcen.

00:49:11: Das kann was finanzielles sein, das kann eine Aufmerksamkeit sein, das kann im Prinzip eben ein Team haben, was unterstützt, was auch immer.

00:49:18: Dann zeig gleich, werfen mich auch der Punkt.

00:49:21: etwas, was nicht diskutiert wird, ist so etwas wie welche Kanäle man nutzt.

00:49:25: Das heißt, ich würde zum Beispiel sagen, es gibt ja dieses Vorwahlen bei Landtagsgralen oder Kommunalwahlen, dass man in so gewisse Fristen oder so Sperrzeiten, wo ich dann Leute nicht mehr einladen kann.

00:49:36: Und dann wäre es für mich auch so ein Punkt, wo ich sagen würde, falls ich gewinnen sollte, dass ich zum Beispiel im letzten Amtsjahr nicht mehr die Kanäle der Stadt nutzen kann, nicht mehr gewisse Erredungen kann.

00:49:45: Das ist ganz wichtig, ja, Punkt.

00:49:46: Genau.

00:49:47: Und dass ich mich auch bei meiner Wahlkampagne eigentlich nicht auf meine Vorleistung beziehen sollte, sondern ich sollte viel mehr antreten mit dem, was mir für die kommende Wahlperiode vorschwebt.

00:50:10: Aber wie Sie das durchkreuzen können, dass Der Kandidat nicht bei seiner Wahlkampagne nicht wirbt mit dem, was er in der vorigen Wahlperiode geleistet hat.

00:50:25: Das weiß ich im Moment noch nicht.

00:50:29: Ich auch nicht.

00:50:30: Ich weiß es nicht.

00:50:32: Aber ich hätte sich jetzt völlig entgegengesetzt verstanden.

00:50:35: Ich hätte eher gesagt, natürlich habe ich eine Vision, auch sicher nach acht Jahren, was nächsten acht Jahren passieren sollte.

00:50:42: Aber für mich wäre der Punkt, wo ich sagen würde, Ich habe mir die Frage gestellt, wozu brauche ich eine Kampagne, wenn ich acht Jahre lang OB war?

00:50:49: Das heißt, eigentlich kann ja jeder sehen, was ich gemacht habe und kann daraus ableiten, welche Werte ich habe und was das, was mein Wort wert ist.

00:50:55: Das heißt, was ich sage, ob das da mal so stimmig ist mit dem, was ich präziptue zum Beispiel.

00:51:00: Aber meistens Werben, die, das haben alle OBS gemacht, die Werben mit ihrer Vorperiode.

00:51:08: Mit dem, was sie in der Vorperiode gemacht haben.

00:51:12: Freiburg hat ja eine gewisse Tradition, dass OBS nicht nur für eine Wahlperiode gewählt werden, sondern für mehrere Wahlperioden.

00:51:22: Ein großes Beispiel ist der Keidel zum Beispiel, nachdem also auch der Schwimmbad benannt worden ist.

00:51:28: So viel ich weiß, war er für drei Wahlperioden, sogar OB.

00:51:33: Das ist natürlich für eine Demokratie nicht gut.

00:51:38: Ich bin nicht ehrlich, Herr Stahl, ich wüsste nicht mal, ob ich nach acht Jahren noch mal antreten würde.

00:51:42: Ja.

00:51:42: Das heißt, ich kann mir gut vorstellen, auch, dass es ein anderes Land gibt.

00:51:46: Ja,

00:51:46: dann sollte man das eigentlich so machen, dass man nur einmal gewählt wird.

00:51:49: Da hat man aber dieses Problem, das wir haben, das ich erwähnt habe, dass man bei der, nach der zweiten Wahlperiode eine Lebenszeitrente bekommt, also wie, die nicht schlecht ist und nicht klein ist.

00:52:03: Das System ist, wie gesagt, in unserem Nachbarland Frankreich absolut so nicht.

00:52:10: Dann wäre es vielleicht ein guter Ansatz, den man sich überlegen könnte.

00:52:14: Also, ja, nehme ich mal als Gedanke, ein guter Hinweis.

00:52:19: Ich glaube aber, das sehe ich, dass es noch mehr ist, außer das.

00:52:21: Das heißt zu mich war auch der Punkt, was in acht Jahren passiert, nicht im Sinne von Inhaltlich, dass man sagt, es wurde so viel der Straßenbahn gebaut oder Straßenbahnlinien gebaut und so viel der Leerstand wurde so und so viel Prozent irgendwie dann korrigiert, sondern der Idee von meiner Vision wäre ja, das was wir anfangs angedeutet haben, das tatsächlich völlig umzusetzen und zwar der Gedanke, dass ich eben nicht acht Jahre alle acht Jahre und alle vier auf fünf Jahre wähle und danach nichts habe, sondern dass ich einig die ganze Zeit über aktiver Bürger aktive Bürgerin bin um mich einbringen kann.

00:52:57: das heißt meine idee wäre eigentlich acht jahrelang daran zu arbeiten dass wir strukturen aufbauen wo sie wie gesellschaft viel stärker in politische prozesse eingebunden ist ob als expertinnen ob als eben mit ihrer perspektive.

00:53:09: das heißt das ist eigentlich die grundidee.

00:53:11: und deswegen wer ist es so schwierig meine die zu kommunizieren.

00:53:15: Weil sie haben so ein bisschen abweicht vom gängigen Modell.

00:53:17: Weil meist kommen Leute mit irgendwelchen Themen und sagen das, das und das oder die um die Maßnahme.

00:53:22: Und für mich ist aber der Punkt eher der andere zu sagen.

00:53:25: Die Maßnahmen, da kommen wir sowieso dann hin, weil es ja nicht nur um eine Maßnahme geht, die uns im Prinzip dann das Problem lösen wird, sondern wenn wir eine Struktur haben, in der sie zeigt gleich und er zeigt gleich und sie zeigt gleich an Dingen arbeiten können und involviert sind, wenn wir sowieso viel mehr erreichen, als wenn nimmverletzt eine kleine Gruppe oder schlimmstenfalls eine Person entscheidet, was für Maßnahmen und welche Themen jetzt gesetzt werden müssen.

00:53:48: Ich habe ihn auch noch nicht gesagt, sie sollten das und das machen.

00:53:51: Ich bin eigentlich nur durch ihre Frage verleitet worden.

00:53:54: Was gefällt Ihnen nicht und was gefällt Ihnen am Freiburg?

00:53:57: Absolut, absolut.

00:53:57: Das ist natürlich nicht in dem Sinne, dass Sie das eine gar nicht sich tun können müssen.

00:54:03: und das andere, da müssten Sie, wenn Sie Bürgermeister OB werden, müssten Sie vorträglich daran arbeiten, sobald es nicht gemeint.

00:54:10: Nee,

00:54:11: nee, hab ich auch nicht so verstanden.

00:54:12: Das ist tatsächlich für mich eher so, aber vielleicht mal aufzugreifen, die Frage, wieso ich das mir antue.

00:54:18: Ich tue es mir einfach deshalb an, weil ich mir ziemlich sicher bin, Das ist notwendig ist, dass wir eine andere Idee von Politik bekommen und eine andere Idee von Politik auch leben.

00:54:29: Das heißt eben auch losgelöst von diesen Machtinteressen und Machtantrieben vielleicht auch und wieder hin zu, wie jetzt beim Arzt, als sie gesagt haben, was ist eigentlich die eigentliche Aufgabe von einem Arzt?

00:54:42: Wir müssen auch die Frage stellen, was ist die eigentliche Aufgabe von Politik?

00:54:45: Und das wäre für mich genau in dem Sinn ist, Pondant für die Frage zu stellen, eigentlich für die Aufgabe zu sagen, man ist eben da, um mit den Bürgern gemeinsam irgendwie einen guten Konsens auszuhandeln.

00:54:55: Richtig.

00:54:56: Richtig.

00:54:56: Und für mich sind die bisherigen Strukturen und Prozesse oder die Entwicklung, die wir jetzt einfach auf Bumunsfrage befinden, sind an vielen Stellen haben Luft nach oben.

00:55:05: In manchen Stellen geht es sogar in kritischem Entwicklung.

00:55:07: Und wo ich sage, dann muss man reagieren.

00:55:09: Und deswegen ist so meine Idee von der Kandidatur eben nicht zu sagen, Ich als Person bin jetzt ein Hood in den Ring, sondern ich hab eine Idee im Gepäck.

00:55:20: Und die Idee ist, dass in den nächsten acht Jahren die Leute, bzw.

00:55:23: jetzt wählen und dann die Stimme, das Kreuz bei mir setzen würden, dann wär's nicht nach dieser Wahl zu Ende an der Stelle, und dann wird's erst beginnen.

00:55:31: Das heißt, dann würden wir überlegen, wie wir's schaffen.

00:55:33: Das hab

00:55:34: ich ja vorhin manchmal auch angedeutet, dass das so kommen wird.

00:55:38: Ich wünsche Sie nicht.

00:55:41: Vielleicht schaffen Sie schneller.

00:55:43: Aber ... Da sind sie, glaube ich, bisher auf sehr, sehr gutem Wege, weil sie da einen neuen Ansatz zeigen.

00:55:55: So, wie ich das vorhin auch mit dem Marschausen, was ist die Aufgabe des Arztes?

00:56:00: Er muss den Patienten zuhören und anhören.

00:56:03: Was ist die Aufgabe des Bürgermeisters?

00:56:06: Er muss den Bürgern zuhören und sie anhören.

00:56:13: dann

00:56:15: entsprechende Maßnahmen ergreifen.

00:56:19: Und zeitgleich, das ist das, was für mich dann der Ansatz ist, die Bürger in Befähigen, dass sie selbst handeln können.

00:56:26: Das heißt, im besten Fall eine Struktur, wo sie nicht mich benötigen, sondern weil sie selbst schon loslegen können.

00:56:32: Und im Endeffekt ich, dann bei dem Gespräch herausgefunden habe, wie ich es unterstützen kann, dass ich morgen nicht der Flaschenhals bin.

00:56:39: Das wäre so ein bisschen die Vision.

00:56:43: Haben Sie vielleicht noch ein Thema, wo Sie gesagt haben, im Vorfeld, in der Vorbereitung, das habe ich mir dann gedacht, das müssen wir ansprechen, weil es jetzt irgendwie nach hinten runtergefallen ist, was wir zum Ansprechen könnten?

00:56:53: Ich

00:56:53: würde es noch mal ansprechen, was ich gesagt habe, weil ich noch nicht gemerkt habe, dass Sie darauf angesprochen

00:57:01: haben.

00:57:03: Und das ist die Auswertung Ihrer Interviews.

00:57:10: dass jemanden auswerten zu lassen, der Experte in einem solchen Fall ist und als Vorstufe die artificelle Intelligenz nehmen, damit sie wissen worauf es hinausläuft und denen sich entsprechend auswählen können, nicht dass es das ersetzt, sondern sich entsprechend auswählen können.

00:57:36: Denn dann bekommen Sie auch Tipps, sollten Sie in dieser Wahlperiode nicht gewinnen für die nächste Wahlperiode.

00:57:45: Ich bin vielleicht deswegen nicht so drauf eingegangen, weil für mich der Zweck nicht so richtig klar war.

00:57:49: Aber ich habe jetzt die Verstanden, der Zweck wäre, um das zu nutzen und vielleicht eine bessere andere Komplikation zu haben.

00:57:55: Richtig,

00:57:56: richtig.

00:57:57: Und da ... Ich meine

00:58:01: nicht unbedingt andere, sondern vielleicht noch akzenturierter.

00:58:07: Das Problem ist, ich bin kein Freund von künstlicher Intelligenz, in dem Sinne, weil es auch mein Arbeitsgebiet ist und ich mich da ein bisschen auskenne und es eigentlich ja also Modelle sind, die letztenes Jahr nichts machen, außer Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, was das Nächstes kommen müsste, aufgrund der Datenbasis, die im Prinzip eben eingegeben wurde.

00:58:26: Und meiner Frage nach läuft es folgendermaßen, ich hab das schon genutzt für Gespräche, also Zusammenfassungen, die sind ganz gut, in gewissen Kontexten, also wenn ich sage, ich hab jetzt ein Meeting mit jemandem, also ich hab dann zum Beispiel Zoom, also ich bin auch noch in Hochschule in Lerbeauftragter, und wenn ich jetzt so Zoom-Meetings zum Beispiel habe, kann ich dann auch mit einem KI-Assistenten Kann jetzt Gespräch was man hatten zusammen fassen lassen als Protokoll gleich für andere die nicht da waren.

00:58:50: in dem Kontext will ich sagen das erfüllt dann diese basale das ja.

00:58:54: aber wenn es darum geht diese Akzentuierung oder so sagen so Details immer rausbecken ist die einfach das wichtig ist.

00:59:02: da bin ich jetzt nicht so überzeugt weil folgendes passiert.

00:59:06: Sie haben hier vorne ganz viele Bücher, die jetzt die Leute nicht sehen können.

00:59:09: Jedes dieser Bücher, Sie lesen das Buch, ich lese das

00:59:12: Buch.

00:59:12: Und

00:59:13: wir werden das Buch zwar die gleichen Zeilen gelesen, haben wir völlig unterschiedlich verstehen.

00:59:17: Weil Sie ein anderes Wissen mitbringen, ich ein anderes Wissen mitbringen.

00:59:19: Und wir an verschiedenen Stellen, sehr unterschiedlichen Stellen, Dinge für uns hervorstechen werden und wir als besonders klug besonders interessant feststellen werden.

00:59:28: Das heißt, was passiert also, weil ich eben persönlich etwas Weiß und Perspektive habe, werde ich völlig anders Dinge für mich herausziehen, als sie es tun werden.

00:59:38: Und KI macht das platt und sagt, das ist so die Wahrscheinlichkeit von allen und das ist so für mich der Punkt, wo ich sagen würde, Das glaube ich nicht, dass es funktioniert.

00:59:46: Ich glaube tatsächlich, dass es funktioniert, weil eben dann glaube ich, dass wichtige Gedanken, weil ihr Gedanke, den Sie haben, im Kontext mit dem Buch, das ist wichtig, da wird untergehen.

00:59:53: Mein Gedanke, in dem Kontext, das ist wichtig, wird untergehen.

00:59:56: Das heißt, das würde platt gemacht werden und wir hätten dann so ein Durchschnittsding.

01:00:00: Und ich glaube, dass Politik nicht so funktioniert, also ich weiß, haben wir auf Politik nicht so funktioniert, auch die Kommunikation nicht.

01:00:06: Das heißt, meine Gedanke ist ja, mit Menschen zu sprechen, so wie mit ihnen, mit die Zeit zu nehmen und zuzuhören und dazu zu lernen, was ich heute viel getan habe.

01:00:14: Und zeitgleich aber auch ist meine Idee, wenn das umgesetzt werden würde, was ich mir vorstelle, also zu sagen, wir drehen das um.

01:00:23: Und es wäre nicht so, dass es im Fall ein OB-Kandidaten gibt, eine OB-Kandidatin und dann irgendwie ein Team, was dahinter steckt und dann diese Person pusst, sondern wir sagen, okay, meine Idee, die ich habe, die würde ich jetzt schon stattfinden, dann wäre der Kandidat da und der wäre ein Teil von der Zivilgesellschaft.

01:00:39: Und jetzt wäre die Zivilgesellschaft hier, wo er im Sinne von Schnittfläche oder Schnittmenge ist, die würde sagen, okay, wir werden aktiv.

01:00:48: Das heißt, die Frage ist nicht, was ich mache, was ich in dem Fall sage, sondern die Frage ist, was die Personen, die sagen, Ich möchte ein demokratischeres Freiburg haben.

01:00:56: Ich möchte ein Freiburg haben, wo ich in dem Falle nach der Wahl nicht irgendwie dann acht Jahre warten muss, sondern direkt danach mehr mitmachen kann und mehr mich mit einbringen kann, dass die Personen fragen, wie sie mit ihrem Umfeld kommunizieren.

01:01:07: Das heißt für mich wäre es eine Umkehrung des bisherigen.

01:01:10: Das heißt, dass die Menschen selbst überlegen, wie sie aktiv werden.

01:01:13: Weil letztendlich ist es so, wenn sie mit Personen sprechen, die sie kennen, denen sie vertrauen und die ihnen vertrauen, das ist die Beste Konvikation und die wirksamste, die man haben kann.

01:01:24: Ich kann noch so akzentuiert Programme, Programme schreiben und Dinge sagen.

01:01:28: Das wird nie so wirksam sein, wie sie, wenn sie mit ihren Freunden und Bekannten sprechen.

01:01:32: Und das ist der Gedanke dahinter zu sagen, eben auch über ein Podcast hinaus mit Menschen ins Gespräch zu kommen und zu sagen, ihr müsst aktiviert werden.

01:01:38: Weil letztendlich ist es nämlich nicht eine Sache, dass darum geht.

01:01:41: dass ich OB werde, sondern der Gedanke, die wieder hinterher zu sagen, dass ihr befähigt werdet, für nächsten acht Jahre noch stärker eingebunden zu werden und vielleicht in Freiburg zu bekommen, was anders ist als was heute haben.

01:01:54: Ist jetzt ein bisschen konkreter und klarer?

01:01:56: Ja, ja, obwohl es ist, was die Machbarkeit der Umsetzung anbetrifft.

01:02:04: Da bin ich mir noch nicht im Klaren, wie man das umsetzen sollte.

01:02:09: Was die Machbarkeit anbetrifft.

01:02:11: Konkret aus Manze?

01:02:11: Das

01:02:11: ist im Grundlegendes Problem der Demokratie überhaupt.

01:02:16: Ich kann nicht ... Man kann, hat viele Bücher darüber gegeben, dass jeder einen Sagen hat.

01:02:29: Und das ist eigentlich praktisch ... schwer darstellbar.

01:02:35: Deswegen ist man immer auf dieses repräsentative Prinzip übergegangen.

01:02:41: Ein Abgeordneter für viele Bürger, ein OB für die Stadt und letztendlich bis zum Bundeskanzler für Gesamtdeutschland.

01:02:55: Diese Umsetzbarkeit der Einbeziehung aller.

01:03:00: ist ein Problem, das bisher noch nicht richtig gelöst wurde?

01:03:04: Ich weiß es nicht.

01:03:06: Ich mache es, also ich beschäftige mich sehr intensiv über viele, viele Jahre und lese sehr viel dazu aus politikwissenschaftlicher Sicht, aus sociologischer Sicht, aus psychologischer Sicht in Bezug auf demokratische Kräfte, demokratische Organisation.

01:03:19: Und da gibt es ja wirklich gute, gute Studien und Dinge, die einen dann doch wieder um Erkenntnisse liefern.

01:03:26: Und ich mache es, sag es mal so, Wenn man z.B.

01:03:29: Länder herauspicken würde, wo man sagen würde, das wären einigermaßen starke Demokratien, dann erkenne ich da gewisse Muster.

01:03:36: Das heißt, die Frage ist, was wir mit der Politik verstehen und Beteiligung verstehen.

01:03:39: Es geht mir nicht darum, dass irgendwie jeder irgendwie repräsentant ist und dann irgendwie auch Politik macht in dem Sinne, sondern die Verständnis von Politik ist noch ein anderes.

01:03:48: Das heißt, Politik bedeutet, dass ich zum Beispiel die Sachen in meiner Straße, in meinem Haus, in meinem Umfeld direkt beeinflussen kann und mitentscheiden kann und gefragt werde und daran teilheben kann.

01:03:59: Politik heißt, dass ich überhaupt mich weiterbilden kann, dass ich in dem Fall vielleicht auch medizinisch die Versorgung erfahre, die ich prinzipiell benötige.

01:04:05: Das ist alles Politik.

01:04:07: Und wenn ich Ihnen als Beispiel in diese Staaten reingucke, die demokratisch aufgestellt sind, dann haben die zum Beispiel sehr viele offene Angebote, wo Menschen eben dann auch, egal welchen ökonomischen Hintergrund die haben, an diesen Angeboten teilnehmen können oder die wahrnehmen können.

01:04:21: Das heißt, die können Wissen erwerben, die können Menschen interagieren.

01:04:25: Und das ist deswegen, meinte ich auch vorhin, als ich gefragt habe, gibt es Dinge, die Sie im Alltag beschreiben würden, dass demokratische Leistungen, das sind Dinge, die demokratische Leistungen sind.

01:04:34: Als Beispiel, ich habe am Anfang der ersten Folgen mal von diesem Finnland erzählt, von dieser großen Stadtbibliothek, ODI, die so ein Beginnungsraum ist.

01:04:41: Da kommen Menschen zum Beispiel rein, junge Menschen, die können sich da hinsetzen, können überhaupt Internetzugang erstmal haben, also was ganz Basales und können da Dinge machen, die können programmieren lernen, die können nähen lernen, die können verschiedene Dinge in Räumen nutzen, um sich mit Menschen zu treffen, zu organisieren oder auszutauschen, nur mit Freunden auch da zu sitzen und Freundschaft zu pflegen.

01:05:00: Und all das sind ja Dinge, die Demokratien stark machen.

01:05:03: Jetzt wird man sagen ja Freundschaft pflegen.

01:05:05: Das ist ja nicht Politik, doch ist es schon.

01:05:07: Weil natürlich, wenn ich isoliert bin, alleine bin zum Beispiel, bin ich anfälliger für autokratische Ideen, autokratische Gedanken.

01:05:13: Und deswegen meine ich ja, wenn ich also ein Lebensumfeld schaffe, indem wir... mehr als Menschen wahrgenommen werden, mehr als Menschen uns selbstwirksamer fahren, mehr als Menschen stattfinden können, dann ist das etwas, was politisch und demokratisch eine Gesellschaft stärkt.

01:05:28: Und das kann man schon tun.

01:05:29: Und das ist etwas so ein Konzept, was man genau in diesem Rahmen verfolgen kann.

01:05:32: So sagen, wie schaffen wir es, dass zweihundertvierzigtausend Menschen in Freiburg leben, unabhängig davon, ob sie wehen können, nicht wehen können, dass die eigentlich nie so statt stattfinden können, dass sie gesehen werden, dass sie wahrgenommen werden und dass man voneinander da

01:05:43: ist.

01:05:45: Jetzt ist mir das Bild eingefallen.

01:05:47: Als sie so geredet haben, dass sie vielleicht kennen, von unwahrscheinlich vielen Fischen, die von links nach rechts schwimmen und ein blauer Fisch, der von rechts nach links schwimmt.

01:06:02: Die Zeit ist leider so, dass wir in einer Zeit der Autokratien leben.

01:06:07: Selbst das Land, das immer die Demokratie vor sich hergetragen hat, ist zu einer Autokratie geworden.

01:06:17: Und im Grunde genommen unterscheiden die sich Israel, Russland, China, USA, Südamerikanische Länder, Argentinien.

01:06:30: Sie unterscheiden sich nicht in dieser Hinsicht.

01:06:34: Und wir sind die Demokratien, die echten Demokratien in Staaten werden immer weniger.

01:06:44: Und insofern müssen sie sich dessen bewusst sein, dass sie auch auf kommunaler Ebene gegen den Strom schwimmen.

01:06:54: Das stimmt, aber ich hoffe Verbündete.

01:06:56: Ich hoffe Verbündete und ich glaube, dass mein Freiburg nicht wenig Verbündete hat und ich hoffe, dass es gelingt bis zum April.

01:07:03: möglichst viele Menschen als Verbindete nochmal zu gewinnen für diese Idee und dahinter zu vereinen und dann vielleicht dann doch diesen diesen nächsten acht Jahre nutzen zu können, um uns nochmal anders aufzustellen und dann noch mehr Verbindete zu gewinnen für die Sache.

01:07:16: Kannst

01:07:16: du dir eines

01:07:17: fragen,

01:07:18: wie viele Interviews beabsichtigen Sie denn noch zu führen?

01:07:23: Soviel ich schaffe und Zeit habe.

01:07:24: Es ist tatsächlich so auch diese Interviews sich jetzt darum nicht als Etwas von Teil von Wahlkampf, das ist ja auch der ... Also alles, was ich tue, ist irritiert Menschen, weil's eben nicht der üblichen Logik folgt.

01:07:39: Das heißt, man könnte ja sagen wiederum, es ist irgendwie nicht gut investiert, weil wir haben jetzt nur eine Person mit einer Person gesprochen, und ich sag ja bei allen Podcast-Folgen, es ist ja nicht mal das Ziel, eine Person zu überzeugen, dass sie mich dann wählt.

01:07:50: Mein Ziel ist, dass die Person gehört wird, wo nicht nur von mir gehört wird.

01:07:54: Und letztendlich ist ja der Punkt, wenn ich jetzt sage, das, was jetzt stattfindet, kann doch jetzt jemand in Essen, im Wuchste Hude, in irgendwo, egal wo, kann sich das auch anhören

01:08:03: und

01:08:03: anschauen und kann vielleicht Ideen, die sie formuliert haben für sich, für seine Gemeinde, für seine Stadt übernehmen.

01:08:08: Wie viele

01:08:08: Klicks haben sie denn schon?

01:08:10: Unterschiedlich.

01:08:11: Also, durch Vorfolge unterschiedlich.

01:08:13: Gehen die über, weit über Freiburg hinaus?

01:08:16: Auch das, ja, ja.

01:08:17: Ich hab tatsächlich auch über, weit über Freiburg hinaus hören sich das Menschen anlesen, das Merzib Menschen.

01:08:22: Ja.

01:08:23: oder schauen Sie es an.

01:08:25: Das weiß ich, also aufgrund von Reaktionen und von Fragen und von Hinweisen.

01:08:29: Und das ist eigentlich die Idee dahinter.

01:08:30: Also sagen, etwas zu erzeugen, was jetzt schon dient und demokratischen Kräften dient.

01:08:35: Und Sie haben für die Recht aktualistisch so das Global betrachtet.

01:08:39: Ich glaube, so circa fifty-fifty autokratische Kräfte und demokratische Kräfte im Prinzip die Welt aufgeteilt ist.

01:08:46: Wir haben also ganz grob runtergebrochen.

01:08:49: Aber ... Tatsächlich, also in der Relation zur Bevölkerungsanzahl, ist es so, dass sogar sieh, er, siebzig Prozent in autokratischen Ländern leben, im Vergleich zu dreißig Prozent.

01:09:00: Und deswegen ist es eben eine Zeit, wo ich sage, deshalb kandidiere ich, weil ich glaube, das muss man sehr stark, sehr konkreten, sehr aktiv angehen.

01:09:08: Das kann kein Randthema oder Niemthema sein.

01:09:10: Es muss Das muss primär behandelt werden, weil wiederum darauf basieren alle anderen Entscheidungen.

01:09:16: Das heißt, wenn ich ein demokratischer System habe, werde ich zu besseren Lösungen kommen.

01:09:20: Dann werde ich vor allem auch zu einer Politik kommen, die wiederum versucht, die Sache Probleme zu lösen, die Sache im Mittelpunkt rückt und weniger irgendwelche Personenkultgeschichten oder andere Sachen.

01:09:29: Das heißt, ich möchte eigentlich dann eben Probleme lösen.

01:09:31: Und ich möchte, dass wir eine Gesellschaft haben, in dem möglichst viele gibt.

01:09:34: Befähigt sind Probleme zu lösen, weil dann schaffen wir erst mal gemeinsam die großen Komplexen Probleme, aber auch in klein, wenn die Probleme dann sichtbar und können auch umgesetzt werden.

01:09:47: Herr Stahl, gibt es noch etwas, wo wir sagen, das würden Sie gern loswerden?

01:09:52: Nein, eigentlich nicht.

01:09:53: Ich bin alles los geworden, was ich sagen wollte.

01:09:59: Ich danke Ihnen für Ihre Geduld.

01:10:03: Auch wenn ich nicht immer so erantwortet habe, wie ihre Fragen gestellt waren.

01:10:15: Für mich gilt immer das Prinzip, wem das herzvoll ist, dem läuft der Mund über.

01:10:25: Ich bedanke mich für Ihre Zeit, für Ihre Expertise, für Ihre tollen Ideen.

01:10:30: Also da werde ich einige mitnehmen und hoffentlich auch einige Menschen, die es anhören oder anschauen.

01:10:36: Und ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg, weitem beire Arbeit mit Ihrem Verein und in der Familie.

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